The Cathwalk

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Schlagwort: Germany´s Next Topmodel

Germany’s next Topmodel: Vorbereitung auf die Modewelt?

von Jule Wegen

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Mittlerweile kann „Germany’s next Topmodel“ auf elf Jahre Sendegeschichte zurückblicken. Um die Quoten aufrecht zu erhalten, werden von Jahr zu Jahr neue Methoden entwickelt, sie folgen dem Motto „(kein) Brot und Spiele“. Denn seit Jahren steht „GNT“ in der Kritik, gerade jüngere Zuschauerinnen zu Essstörungen zu verleiten. Es werden Sportprogramme angeordnet und Ernährungspläne erstellt. Daran ist erst einmal nichts zu kritisieren, allerdings werden die „Meeedchen“, die gegen die strengen Regeln verstoßen, oder deren Hauptinteresse nicht der Sport ist, vorgeführt und mit Sätzen wie „Du bist einfach nicht in shape.“ abgespeist.

In der „realen“ Modewelt gibt es leider ähnliche Missstände. Auch wenn bereits jeder Knochen zu sehen ist, kann es sein, dass bei einer Bewerbung gesagt wird „Zu dick, nächste!“. Aber das sind die Extrema und die sind nicht zu verallgemeinern. Man versucht mittlerweile der Kritik ein wenig aus dem Weg zu gehen, indem man die „Model-Mama“ in allen passenden oder unpassenden Situationen filmt, um eine gewisse Verbindung zwischen Zuschauerschaft und Topmodel zu schaffen: Heidi isst einen Döner, Heidi ist ungeschminkt, Heidi hat Augenringe, Heidi ist auch nur ein normaler Mensch. Es wird beabsichtigt, die bei den Anfängen der Sendung als zu emotionslos kritisierte Klum menschlicher darzustellen, sodass das Publikum sich mit ihr identifizieren kann.

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Vom Laufsteg auf die Kanzel

Jacqueline Thießen – Bibel TV das Gespräch

Sie war die „Kirchenmaus“ bei Germany’s Next Topmodel: Jacqueline Thießen. Die sympathische Hamburgerin modelt weiterhin, studiert und hat einen großen Wunsch: Sie möchte Pastorin werden! Wie es dazu kam, verrät Jacqueline Thießen im Gespräch mit Daniel Deman.

Das Konzil zu Calzedonia (2/2)

Die ikonoklastische Hypermoralisierung Deutschlands im Sommer 2015 (revisited) Teil 2

von Martina Rettul

Der netzbasierte hochsommerliche Widerstand, den Lehrer einer Realschule in Horb/Baden-Württemberg 2015 ernteten, als sie der nackten Haut ihrer Schülerinnen durch das Verbot von Hotpants und bauchfreien T-Shirts zu Leibe rücken und Zuwiderhandlungen mit dem Spießrutenlauf in XXL-Shirts sanktionieren wollten, war also auch ein Bekenntnis der Solidarität von praktizierenden Gläubigen mit ihrer ästhetisierenden Hierarchie; ikonographisch verkörpert durch storchenbeinige Models wie Alexa Chung, Miranda Kerr und Cara Delevingne. Es war ein Ja der „mündigen Basis“ zu Orthopraxie und strengster Dogmatik und die kollektive Abweisung einer gut gemeinten Moral-Agenda per Kleiderordnung.

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Entscheidend war und ist, daß Hotpants sehr kurz sind – sonst sind sie keine. Das eine hängt mit dem anderen zusammen. So kanonisch-kompliziert geht Mode. Die Jagd nach dem Thigh-Gap, der auf Deutsch etwas ungelenk klingenden Oberschenkellücke, hätte, jenseits der Bademoden-Enklaven Stand, Freibad, Baggersee gar keinen Sinn; ist also nicht denkbar ohne die dogmatische Off-Beach-Vorgabe: Hotpants. Nicht jede Frau kann einen Thigh-Gap haben, egal, wie dünn oder durchtrainiert sie ist. Die Beckenstellung ist entscheidend, ein Thigh-Gap ist nur bei sehr schmal gebauten Damen möglich. Aber darum geht es nicht. Jedes Modebewußtsein zielt immer auf dogmatische Nachfolge; ist ein Reflex auf die vorangegangene Ikonenproduktion – auf das IT-Girl, den Film-Star oder das Top-Model.

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