The Cathwalk

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Schlagwort: Hollywood

Die Bibel hilft bei Dummheit nicht

Mel Gibson hat einen neuen Film abgeliefert. Es sollte wieder irgendwie um den Glauben gehen. Aber vor allem ist es ein stumpfes Fest der Gewalt. Prädikat: ganz schlimm. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Die Geschichte des Films „Hacksaw Ridge“ ist eigentlich mit wenigen Worten erzählt: Desmond Doss, der von 1919 bis 2006 lebte, war kein so ganz helles Köpfchen, wollte aber unbedingt Sanitäter bei der US-Armee werden. Leider wusste er nicht und wollte auch nie einsehen, dass ein Armee-Sanitäter eine Sanitäter-Ausbildung bei der Armee machen muss. Was eigentlich ganz leicht zu verstehen ist, ist für Doss eine immens große mentale Herausforderung. Irgendwie hat es Doss außerdem mit der Bibel, denn er fasst sie sehr gerne an. Und er schlägt sie immer wieder gerne auf, denn darin liegt das Foto seiner Angebeteten, eine Krankenschwester, die ihm diese Bibel geschenkt hat.

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Hollywood mag die Bibel

Die Reihe von Hollywood-Filmproduktionen zu biblischen Themen reißt nicht ab. Star-Produzent Ralph Winter plant eine Trilogie über das Leben von König David, und auch Brad Pitt möchte eine bekannte biblische Figur auf die Leinwand bringen.

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Hollywood hat endgültig die Bibel als Sujet wiederentdeckt. Nach Darren Aronofskys „Noah“-Verfilmung vor zwei Jahren folgten weitere biblische Geschichten im Kino: In „Auferstanden“ mit Joseph Fiennes in der Hauptrolle sah man den auferstandenen Jesus; die Verfilmung „Der junge Messias“ nach dem Buch der Bestseller-Autorin Anne Rice zeigte die Kindheit des Messias; der schottische Schauspieler Ewan McGregor stellte in dem Film „Last Days of Desert“ sowohl Jesus als auch den Teufel dar; und die Neuverfilmung von „Ben Hur“ legte bewusst einen Schwerpunkt auf Jesus.

Nun hat der erfolgreiche Hollywood-Produzent Ralph Winter mitgeteilt, dass er das Leben von König David verfilmen möchte. Winter ist Produzent von Blockbustern wie „Fantastic Four“, „X-Men“, sowie von vier Star Trek-Filmen. Außerdem ist er bekennender Christ. Auch bei einigen christlichen Produktionen wirkte er mit, etwa bei „Thr3e“, „Hangman‘s Curse“ und „House“.

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Die falsche Mission: Wie mit Hollywood-Methoden Menschen zum Glauben verführt werden sollen

Die Menschen treten zu Hunderttausenden aus den Kirchen aus. Als Antwort darauf hat sich besonders in den USA in den letzten Jahren etwas ausgebreitet, was auch in Deutschland immer mehr Fuß fasst und mit den Worten „Hurra-Katholizismus“ beschrieben werden kann. Vertreter dieser Zunft machen sich die Methoden der Hollywood-Filmindustrie zu eigen, Methoden der Vortäuschung und des Scheins, um für Katholizismus und Gott zu begeistern. Das ist gefährlich und manipulativ.

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Hollywood-Kirche: Methoden der Vortäuschung und des Scheins, um für Katholizismus und Gott zu begeistern findet Autor Josef Jung gefährlich und manipulativ.

von Josef Jung

Wie es zum „Hurra-Katholizismus“ kam

Man täusche sich nicht und ich weiß es aus eigener Erfahrung: Auch in den USA ist das Christentum als Ganzes und die katholische Kirche im Besonderen auf dem absteigenden Ast. Gäbe es eine Kirche der „Ex-Katholiken“, sie wäre eine riesige religiöse Minderheit in den USA. Kirchen verlieren auch in den Staaten immer mehr Anhänger, Atheismus und Säkularismus wachsen und so sucht man nach neuen Wegen vor allem junge Menschen wieder zu begeistern. In den USA hat diese Umbruchsphase dazu geführt, dass gewisse Kreise mit zwei Dingen die Neuevangelisierung voranbringen wollen.

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Kino, Kunst & Katholizismus

Zoon katholikon – die Kolumne von Klemens Stenzel

Glaubt man Hollywood und dem Großteil seiner Produktionen, so scheint es nur zwei relevante Religionen auf dieser Welt zu geben: das Judentum und den Katholizismus. Warum ist dem so?

Beim Judentum lässt sich diese Frage ganz einfach beantworten; durch die hohe Anzahl an talentierten und wunderbaren Drehbuchschreibern, Regisseuren und Schauspielern, die jüdischen Glaubens sind: Spielberg, Stiller, Keitel, Allen, Sternberg, Hill… die Liste ist endlos.

Wie sieht es aber hingegen mit Katholiken aus? Obwohl mit Mel Gibson, John Wayne, DiCaprio, Alex Baldwin, Mark Wahlberg, Martin Sheen und Alfred Hitchcock nicht minder unbekannte Namen vorhanden sind, die für sich sprechen, dürfte es vornehmlich auch an der kulturellen und spirituellen Reichhaltigkeit unseres Glaubens liegen. So ist nun einmal eine katholische Messe oder Trauung optisch einfach aufregender, als jene anderer Konfessionen und gerade die oft so kritisierten Haltungen wie Papsttum, Zölibat und die klerikal-konservativen Einstellungen zu gewissen Themen inspirieren die Künstler Hollywoods.

Als gute Beispiele soll diese kleine Auswahl dienen an Filmen, die keine Bibelverfilmung oder ähnliches sind:

DOGMA

Oft als antikatholischer Film mißverstanden, greift gerade dieser Film zentrale theologische Fragen auf, die den Katholizismus so einzigartig macht: Schuld, Sühne, Vergebung, Zweifel am Glauben und die ewige Frage nach dem Ursprung und Sinn aller Dinge. Da mag gerne auch über die üblichen Schwächen des amerikanischen Humors hinwegsehen und sich lieber über die doch so gekonnt angesprochenen Themen amüsieren.

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