The Cathwalk

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Schlagwort: Jesuiten

Wenn Gottes Schweigen schmerzt

Was würden Sie als gläubiger Mensch tun, wenn Sie unter Androhung des Todes gezwungen werden, Ihrem Glauben an Jesus abzuschwören? Diese Frage steht im Mittelpunkt des sehenswerten Spielfilmes „Silence“ des Regie-Großmeisters Martin Scorsese, der am Donnerstag in die deutschen Kinos kommt. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Wir befinden uns im 17. Jahrhundert, und ein Jesuiten-Orden in Portugal möchte gerne wissen, wie es den Christen im fernen Japan ergeht, die sich seit ungefähr 100 Jahren dort befinden. Die Situation dieser Gläubigen ist heikel, denn die Japaner sehen im Christentum einen Schlüssel, mit dem sich die feindlichen Kolonialisten das Land erschließen und letztendlich erobern wollen. Kein Wunder, dass die Priester dieser fremdartigen Religion als Eroberer gesehen und verfolgt werden. Japan hat bereits eine Religion, und die funktioniert gut, warum sollten die Japaner die Religion der Europäer annehmen?

In dem Kinofilm „Silence“ begeben sich die beiden Jesuiten Rodrigues und Garupe auf die Suche nach einem verschollenen Priester namens Ferreira, von dem es heißt, er habe der Folter der Japaner nachgegeben und den christlichen Glauben verlassen. Die Technik der japanischen Inquisitoren, um das Christentum vom Inselstaat wieder auszurotten, ist brutal: Schlimmste Foltermethoden werden angewandt, um den Willen der Christen zu brechen. Sie sollen, als Zeichen der Apostasie, den Fuß auf ein Bildnis Jesu setzen. Wer dies tut, wird befreit. Die Japaner fesseln widerstrebende Christen ans Kreuz, sie überschütten sie mit heißem Wasser oder köfpen sie.

Ein Film des Regie-Stars Martin Scorsese kommt selten ohne Gewalt aus. „Silence“ ist jedoch keineswegs blutrünstig. Die Gewalt wird nüchtern dargestellt, ist aber nichts für schwache Nerven. Eine der schlimmsten Foltermethoden der Inquisitoren ist das „Tsurushi“, das im Film am Ende eine entscheidende Rolle spielt: Das Opfer wird mit dem Kopf nach unten in eine Grube gehängt, und durch den unerträglichen Druck tropft langsam das Blut aus Mund und Nase. Bis der Tod eintrat, dauerte es oft bis zu einer Woche.

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Neuer Film von Martin Scorsese über Jesuiten

Der amerikanische Starregisseur Martin Scorsese hat einen Film über Jesuiten in Japan gedreht. Gegenüber der New York Times betont der Sohn italienischer Einwanderer, wie wichtig ihm von Kindheitstagen an der katholische Glaube war.

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Der amerikanische Starregisseur Martin Scorsese hat einen Film über Jesuiten in Japan gedreht.

Martin Scorsese, einer der wichtigsten Regisseure unserer Zeit, kommt mit seinem neuen Film auf ein Thema zurück, das ihn sein ganzes Leben über beschäftigte: den Glauben. Der Film „Silence“ handelt von katholischen Missionaren im Japan des 17. Jahrhunderts. Er soll am 2. März 2017 in Deutschland in den Kinos anlaufen.

Der Kultregisseur, der achtmal für den Oscar nominiert wurde und ihn einmal gewann, ist bekannt für Filme wie „Taxi Driver“, „GoodFellas“, „Casino“, „Gangs of New York“ und „Departed – Unter Feinden“. Für Aufsehen und viel Kritik besonders unter evangelikalen Christen sorgte 1988 der Streifen „Die letzte Versuchung Christi“ mit Willem Dafoe als Jesus und Harvey Keitel als Judas. In dem Film wird Jesus dargestellt in einem inneren Kampf zwischen seinem menschlichen und seinem göttlichen Wesen. Für Proteste von Christen sorgte unter anderem eine Traumsequenz im Film, in der Jesus mit Maria Magdalena schläft.

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Kinoereignis: „Ignacio de Loyola“

Film über den Gründer der Jesuiten

„Ignacio de Loyola“ lautet der Titel des Spiel- und Kontemplationsfilms über das Leben des Gestalters der Gesellschaft Jesu („Societas Jesu“) oder Jesuitenordens.

Der Film wird am 27. Juli in den Kinos auf den Philippinen starten, also nur wenige Tage vor dem Gedenktag des aus einem baskischen Adelsgeschlecht stammenden Heiligen, der am 31. Juli begangen wird.

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Ballett in der Kirche – Nudismus oder Transzendenz?

 Wenn etwas nicht zusammenzupassen scheint, dann ist es Kirche und Ballett. Unsere Autorin zeigt, dass es doch Verbindungen zwischen beiden gibt und diese weiterentwickelt werden sollten.

von Deborah Görl

Vor zwei Jahren feierten die Jesuiten das 200 jährige Jubiläum der Wiedererrichtung ihres Ordens mit dem Ballett Lauda mit den Tänzern des Bayerischen Staatsballett II (Choreographie: S. Sandroni, Musik: G. Bryars). Lauda wurde in St. Michael in München uraufgeführt (und ist nebenbei bemerkt am 20. und 21. Mai wieder in München zu sehen).

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Autorin und Balletttänzerin Deborah Görl: „Balletttrikots sind sinnvoll um Fehlstellung und falsche Bewegungsabläufe frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus ist Ballettbekleidung ästhetisch ansprechend und es wäre eine Schande sie nicht zu tragen.“

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