The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Lifestyle

Lifestyle-Spiritualität

Von Dr. Eckhard Bieger SJ

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Wer eine benediktinische Spiritualität lebt, für den ist das Stundengebet wichtig, er wird sich öfters in Abteien aufhalten oder um Aufnahme in eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen bitten.

In der Konsumgesellschaft verwirklichen Menschen ihren Lifestyle, indem sie eine bestimmte Automarke fahren, sich durch eine Moderichtung in besonderer Weise in der Öffentlichkeit zeigen, indem sie eine bestimmte Musik hören, sich in Discos oder Konzertsälen treffen. Man gibt dem Tagesablauf, dem eigenen Auftreten eine bestimmte Form und beschäftigt sich mit bestimmten Medien, die alle Informationen enthalten, wie man die Vorstellungen vom Leben verwirklicht. Wenn man nicht in Konzerte geht, mit dem Auto keine Tour gemacht hat, nicht in einem Lokal gegessen, auf einer Insel Urlaub nicht gemacht hat, diese Musik nicht hört, dieses Zeitschrift nicht liest, dann verwirklicht man die Vorstellungen nicht, die man vom eigenen Leben mit sich herumträgt. Man muss im Leben etwas umsetzen, um den gewählten Lifestyle auch u verwirklichen.

Die gleichen Kriterien werden von religiösen Menschen auch in Bezug auf die Verwirklichung ihrer Religiosität beachtet. Wer eine benediktinische Spiritualität lebt, für den ist das Stundengebet wichtig, er wird sich öfters in Abteien aufhalten oder um Aufnahme in eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen bitten. Wer sich der ignatianischen Spiritualität verschrieben hat, wird die Exerzitien des Ignatius von Loyola machen und sich im Tagesablauf an die Vorgaben des Ignatius halten, die u.a. einen Tagesrückblick mit Gewissenserforschung  vorsieht. Zur Verwirklichung der Spiritualität gehört auch die Lektüre einer Zeitschrift, dass man sich über Neuerscheinungen zum Themengebiet informiert und im Fernsehen oder auf Video bestimmte Filme gesehen hat, die sich mit der jeweiligen Spiritualität beschäftigen. Wer es nicht tut, gehört nicht dazu und prägt die gewählte Spiritualität nicht in seinem Leben aus. Lifestylekonzepte und spirituelle Lebensformen haben gemeinsam, dass sie sich in eine bestimmte Praxis umsetzen. Weiter gehört die Nutzung bestimmter Medien, die sich mit dem Lifestyle bzw. der Spiritualität beschäftigen, dazu.

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Aschenputtels goldene Schuhe – Die unbekümmerte Schönheit des Katholiken

Warum eine augenzwinkernde Nonchalance gegenüber den sinnlichen Gütern der Welt mit ihren Etiketten, die nie wirklich das Schöne erreichen, katholisch ist.

Ein Debattenbeitrag von Hanna Maria Jüngling

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„Die Mönchskutte drückt auf eine geradezu provozierende Art aus, wie sehr ein Katholik auf das alles pfeifen kann, ohne deswegen hässlich zu wirken.“ – Rembrandt Harmensz. van Rijn: Porträt des Titus in Mönchskleidern (1660)

Die Begriffe „Objektivität“ und „Stil“ sind inkompatibel. – Warum? „Stil“ ist klassisch nicht die Orientierung an einem objektiven Schönheitsbegriff, sondern an einer bestimmten Erscheinungsform des Schönen, deren Normen wiederum hochgradig subjektiv sind. Der Begriff „Objektivität“ passt hier nicht. „Objektivität“ bedeutet philosophisch immer, dass etwas bewiesen werden kann oder den Anspruch erhebt, durch die Art seiner Setzung (etwa eine Offenbarung oder ein authentisches Zeugnis mehrerer Personen) als bewiesen zu gelten.

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Das Konzil zu Calzedonia (1/2)

Die ikonoklastische Hypermoralisierung Deutschlands im Sommer 2015 (revisited) – Teil 1

Der Sommer 2015 wird in die Geschichte eingehen; ebenso wie der „summer of love 1967“ und das „Sommermärchen“ von 2006. Und so wie im blutigen Fanal des Rock-Konzerts von Altermont 1969 die Flower-Power-Träume von 67 wie Seifenblasen platzten und sich 2006 – passend zur UEFA-Euro – gerade als FIFA-Märchenstunde entpuppt, tut man gut daran, die Verheißungen und Konfliktlinien des Sommers 2015 aus der saisonal naherückenden Distanz von einem Jahr noch einmal in den Blick zu nehmen; wir werden noch länger mit ihnen zu tun haben. Be sure to wear some memories in your head… .

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Quelle: Caledonia Beachwear 2015

von Martina Rettul

2015 war ein Sommer unter mehr oder weniger offen erkennbaren eminent moral-theologischen Vorzeichen, die, teils banal, teils hochpolitisch, noch einmal zu dechiffrieren sind. Wir unterlassen an dieser Stelle Betrachtungen zur „heilsgeschichtlichen Mission der Kanzlerin“ (Christian Geyer, FAZ), zur willkommens-kulturellen Ebene (dazu an anderer Stelle mehr), sondern wenden uns vermeintlich Banalem zu, dem nichtsdestotrotz in nuce alles Wesentliche eingeschrieben ist.

Zu besichtigen ist in beiden Fällen die Hypermoralisierung der deutschen Gesellschaft auf der Zielgerade der Lutherdekade. Nicht von ungefähr: denn das Erbe der Reformation ist Moral; war es von Anfang an, obwohl sich Luther ja eigentlich aller Moral (der guten Werke) entledigen wollte. Man könnte auch sagen: „dumm gelaufen“.

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Von Ozzy Osbourne katholisch lernen! – Unsere Weihnachtsbotschaft

Das Pflegen und Propagieren einer genussvollen katholischen Lebenskultur ist weder „bourgeois“ oder „dekadent“ noch moralisch verwerflich, sondern ein wichtiger Akt der gesellschaftlichen Emanzipation und der gelebten Nächstenliebe.

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Voller Einsatz für Cathwalk: Chefredakteur Matthias Jean-Marie Schäppi

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist der Tag, Ihnen ein großes Dankeschön auszusprechen für ihre Treue und Loyalität, aber auch für die kritische Begleitung unserer publizistischen Tätigkeit. Es ist eine Ehre für uns, Woche für Woche neue Cathwalk-Artikel für Sie zu veröffentlichen. Ihr reges Interesse an unserem Onlinemagazin hat all unsere Erwartungen um Längen übertroffen.

Seit nunmehr drei Monaten publizieren wir an unserem donnerstäglichen „Cathwalkday“ einen Artikel über ein Thema rund um den katholischen Lifestyle. Schon mit unserem ersten Beitrag, dem mittlerweile legendären Interview mit Dr. Maximilan Krah, hat sich unser Portal in der katholischen Blogoszese herumgesprochen und einen ungewohnten, ja kometenhaften Aufstieg genommen. Für kurze Zeit waren wir sogar unter den ersten 20 Plätzen der schnellstwachsenden Blogs in Deutschland. Mit einer regelmäßigen Leserschaft von über 30’000 bedienen wir mittlerweile Interessenten aller Kontinente, aus 110 Ländern. Auch unsere FB-Seite sowie unser Twitter Account mit täglichen Updates und Tipps erfreut sich vieler Followers.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unterhaltsam, amüsant und provokativ, hoffentlich anregend und möglichst relevant uns mit Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, über katholischen Lifestyle zu verständigen.

Aus den Rückmeldungen können wir entnehmen, dass wir mit unseren Themen regelmäßig den Nerv der Zeit treffen. Die vielen negativen Kommentare deuten darauf hin, dass die Meinungen zum Thema Mode bereits zementiert sind. Umso mehr haben uns in den vergangenen drei Monaten die Kommentare gefreut, die den Kurs unserer Cathwalk-Redaktion stützten. Hunderte von Likes und zahlreiche private Zuschriften zeigen, dass unsere Position von Bedeutung ist.

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The Cathwalk – Der katholische Weg

Unser neues Onlinemagazin The Cathwalk stellt sich vor

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Vom heiligen Paulus stammt der wunderbare Ausspruch „Alles aber prüfet, das Gute behaltet“ (1. Thess 5,21). In den letzten 2000 Jahren haben viele danach gehandelt und segensreich gewirkt. Eine christliche Kulturgeschichte ist ohne diesen Ausspruch nicht denkbar und dennoch scheint man ihn zugunsten eines unreflektierten Dualismus vergessen zu haben. Die Welt ist böse – Punkt. Das Ergebnis einer solchen einseitigen Perspektive sind Sonntagskatholiken und Kulturpessimisten, die beide an ihrem eigenen Dualismus zu Grunde gehen. Sie haben verlernt den katholischen Glauben als eine alle Lebensbereiche umfassende Realität zu leben und zu denken.

Wir von The Cath(olic)walk wollen diesen Tendenzen entgegentreten und solche eindimensionalen Perspektiven durch die Katholische zu ersetzen. Wir gehen den katholischen Weg. Themengrenzen kennen wir nicht; katholisch heißt schließlich allumfassend. Wir prüfen alles und behalten das Gute. Papstenzyklika, moderne Architektur, Fashion Week – wir schreiben ab den 1. Oktober einmal wöchentlich darüber und freuen uns Sie als Leser bei uns begrüßen zu können.

The Cathwalk ist eine Marke der Cathwalk-Mediengruppe

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