Von Ozzy Osbourne katholisch lernen! – Unsere Weihnachtsbotschaft

Von Ozzy Osbourne katholisch lernen! – Unsere Weihnachtsbotschaft

Das Pflegen und Propagieren einer genussvollen katholischen Lebenskultur ist weder „bourgeois“ oder „dekadent“ noch moralisch verwerflich, sondern ein wichtiger Akt der gesellschaftlichen Emanzipation und der gelebten Nächstenliebe.

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Voller Einsatz für Cathwalk: Chefredakteur Matthias Jean-Marie Schäppi

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist der Tag, Ihnen ein großes Dankeschön auszusprechen für ihre Treue und Loyalität, aber auch für die kritische Begleitung unserer publizistischen Tätigkeit. Es ist eine Ehre für uns, Woche für Woche neue Cathwalk-Artikel für Sie zu veröffentlichen. Ihr reges Interesse an unserem Onlinemagazin hat all unsere Erwartungen um Längen übertroffen.

Seit nunmehr drei Monaten publizieren wir an unserem donnerstäglichen „Cathwalkday“ einen Artikel über ein Thema rund um den katholischen Lifestyle. Schon mit unserem ersten Beitrag, dem mittlerweile legendären Interview mit Dr. Maximilan Krah, hat sich unser Portal in der katholischen Blogoszese herumgesprochen und einen ungewohnten, ja kometenhaften Aufstieg genommen. Für kurze Zeit waren wir sogar unter den ersten 20 Plätzen der schnellstwachsenden Blogs in Deutschland. Mit einer regelmäßigen Leserschaft von über 30’000 bedienen wir mittlerweile Interessenten aller Kontinente, aus 110 Ländern. Auch unsere FB-Seite sowie unser Twitter Account mit täglichen Updates und Tipps erfreut sich vieler Followers.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unterhaltsam, amüsant und provokativ, hoffentlich anregend und möglichst relevant uns mit Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, über katholischen Lifestyle zu verständigen.

Aus den Rückmeldungen können wir entnehmen, dass wir mit unseren Themen regelmäßig den Nerv der Zeit treffen. Die vielen negativen Kommentare deuten darauf hin, dass die Meinungen zum Thema Mode bereits zementiert sind. Umso mehr haben uns in den vergangenen drei Monaten die Kommentare gefreut, die den Kurs unserer Cathwalk-Redaktion stützten. Hunderte von Likes und zahlreiche private Zuschriften zeigen, dass unsere Position von Bedeutung ist.

Dennoch tauchen immer wieder in den Kommentaren die Fragen auf: Warum braucht es einen katholischen Modeblog? Gibt es nicht genug andere und wichtigere Probleme in einer aus den Fugen geratenen Welt? Warum wurde mit The Cathwalk ein Portal geschaffen, in welchem „Modesünden“ aufgedeckt, Stiltipps ausgeben, Lebensgenuss propagiert und Tabuthemen angesprochen und diskutiert werden? Kurz: Was für eine Existenzberechtigung hat unser Blog eigentlich?

Der Grund liegt ganz einfach darin, dass gerade in dunklen und gottfernen Zeiten, in welchen wir leben, katholischer Lifestyle und Lebensgenuss propagiert werden müssen. Grundzüge des Asketismus und der Genussfeindlich- bzw. Genussunfähigkeit sind in Mitteleuropa immer noch weit verbreitet. Das Regiment der Kultur-Puritaner, -Calvinisten und -Jansenisten kann Lifestyle nicht tolerieren. Dies wurzelt tief in der protestantischen Ethik. Dazu empfiehlt sich die Lektüre der 1904 bis 1905 von dem großen deutschen Soziologen Max Weber veröffentlichten Schriftenreihe „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“. Maßgebliche protestantische Strömungen, vor allem der Calvinismus, propagieren laut Weber eine „innerweltliche Askese“ als „Lebensform des permanenten Aufschubs“, der sich in äußerster Sparsamkeit und strenger Arbeitsdisziplin äußert.

Diese Leibfeindlichkeit ist allerdings nicht katholisch und das dahinter stehende Gottesbild ist ein falsches! Wir werden zu Beginn des neuen Jahres ausführlich darüber berichten. Das Pflegen und Propagieren einer genussvollen katholischen Lebenskultur ist weder „bourgeois“ oder „dekadent“ noch moralisch verwerflich, sondern ein wichtiger Akt der gesellschaftlichen Emanzipation und der gelebten Nächstenliebe. Denn eine Bewegung, die die Bedeutung von Lifestyle in allen erdenklichen Formen und die damit verbundenen Lebensfreude gering schätzt oder gar negiert, ist nicht avantgardistisch, sondern reaktionär.

„When will all this anger, hate and bigotry be gone?“ fragt Ozzy Osbourne in seiner bekannden Rock-Ballade „Dreamer“. An die Stelle von Wut, Hass und Bigotterie, diesen drei Geisteshaltungen, die sich die Cathwalk-Haters in den vergangenen Monaten nur allzu leicht und allzu überheblich zu eigen gemacht haben, möchten wir auch in 2016 die entspannte Freude am Leben im Licht der Gnade Gottes setzen.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Stilvolle Weihnachten1

Liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen ein frohes und natürlich – wir sind ein Lifestyleportal – stilvolles Weihnachtsfest!

Merry Christmas!

Matthias Jean-Marie Schäppi & die gesamte Cathwalk-Redaktion

2 KOMMENTARE

  1. Die „Bolgozese“ grüßt zurück und erinnert daran, dass manchmal eine erneute Lektüre der Texte nicht schaden könnte! Korrekturlesen wird hier scheinbar unterschätzt.

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