Sühnenacht-Hopper, biedermeierliche Götzen und der Nerz der Nachbarin

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Dr. Jörg Müller erläutert das „Cathwalk-Syndrom“, Teil 1

Die Nachbarin geht doch nur in die Kirche, um ihren neuen Mantel zu zeigen“, dies ist laut dem Psycho-Pater Jörg Müller „ein einfaches, aber typisches Beispiel für eine Unterstellung, die vielleicht den Wunsch des so Redenden offenbart, selber einen solchen Mantel zu besitzen und zu zeigen.“

Eine Cathwalk-Rezension in zwei Teilen von Friedrich Reusch

Um die Auseinandersetzungen um das Onlinemagazin thecathwalk.de zu verstehen, genügt es nicht, rein theologische Deutungsmuster zu bemühen. Zu verschroben und psychotisch war da so manches in den Kommentaren, was speziell im Zusammenhang mit den Beiträgen von Dr. Maximilian Krah und Kristina Ballova in den Netz-Äther gepumpt wurde. Warum wirkt gerade ein Portal, welches nichts anderem als der gesellschaftlichen Emanzipation der Katholiken dienen will, so provokant, dass es dermaßen sauer aufstößt, sodass sich nicht etwa ein abgeklärtes „Ihr-seid-eben-hip-ich-bin-eben-uncool“, sondern geradezu ein hasserfüllter Groll entlädt gegen jene, die im katholischen Glauben eine ganzheitlich-lebensbejahende Realität sehen?

Jörg Müller ist nicht nur Pallotinerpater in Freising, sondern auch Psychotherapeut. In seinem Buch „Gott ist anders – Das Leiden an falschen Gottesvorstellungen. Wege zur Heilung“ macht er Schluss mit falschen Gottesbildern und räumt mit so manch krudem Frömmigkeitswahn auf, der der Cathwalk-Redaktion auch leidvoll vertraut ist.

Der christlich sozialisierte Mensch befindet sich laut Müller oftmals in einem Dilemma: „Je puritanischer das Milieu ist, in dem er aufwächst, desto enger fallen die Reglementierungen und sozialen Verhaltensmuster aus. Leider hat die christliche Erziehung all zulange mit übertriebenen moralischen Forderungen die Psyche des Menschen eingeengt und ihrer natürlichen Expansion (Originalität, Kreativität) beraubt.“ Und tatsächlich: Die Zeiten, in denen ein Michelangelo oder ein Sandro Botticelli Zeitloses schufen, waren unbestreitbar katholisch, aber dennoch erstaunlich libertär.

Die Zeiten, in denen ein puritanischer Geist auch in katholischen Gesellschaften Einzug erhielt, blieben erschreckend spröde, fade und eintönig – so sehr, dass dem kulturellen Umbruch, der seit den 1960er-Jahren stattfand, nichts brauchbares entgegenzusetzen war. Mit anderen Worten: Die Renaissancepäpste haben dem Katholizismus weit weniger geschadet als Cornelius Jansen. Wo immer aus Askese Asketismus wird und anstatt der Theologie des Leibes (dem bejahenden Annehmen des Geschenks der Sexualität, unabhängig von dessen Ausleben) Prüderie (das Zurückschrecken vor und Unterdrücken der sexuellen Dimension) gelebt wird, sieht sich die Ganzheitlichkeit in einer Weise entstellt, dass sich kein richtiges (und deshalb auch kein einladendes) Christentum vermitteln lässt.

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Die Zeiten, in denen ein Michelangelo oder ein Botticelli Zeitloses schufen, waren unbestreitbar katholisch, aber dennoch erstaunlich libertär. – Die Geburt der Venus (Sandro Botticelli)

Oftmals, und hier nähert sich Müller dem Cathwalk-Syndrom, fühlen sich dann auch ausgerechnet solche Menschen als Dozenten und Lehrmeister berufen, die ganz eindeutige Gründe haben, sich verbissen auf dieses oder jene Thema einzuschießen: „Wenn also Menschen nicht zurechtkommen mit ihren Trieben (gemeint sind nicht nur sexuelle), darf man sicher davon ausgehen, dass sie auch in anderen Bereichen ihres Lebens nicht zurechtkommen.“

Und wenn dann Kübel voller Häme ausgegossen werden gegenüber einzelnen Menschen, die angeblich narzisstisch sind, haben wir es erreicht, das Cathwalk-Syndrom: „Die Nachbarin geht doch nur in die Kirche, um ihren neuen Mantel zu zeigen“, dies ist laut dem Psycho-Pater Jörg Müller „ein einfaches, aber typisches Beispiel für eine Unterstellung, die vielleicht den Wunsch des so Redenden offenbart, selber einen solchen Mantel zu besitzen und zu zeigen.“ „Krankhaftes Misstrauen“, so Müller weiter, „projiziert eigene feindselige Gefühle auf den anderen, dem man allerlei böse Taten und Motive unterstellt. Diese Triebimpulse bereiten dem Menschen Schwierigkeiten, so dass er sie loswerden will.“

Der Rede des Heilands zum Trotz, wonach eine zur Schau gestellte traurig-bierernste Frömmigkeit pharisäisch, jene aber, die ihr Haupt auch beim Fasten salbt, wahrhaft gottverherrlichend ist, hat sich im nachreformatorischen Katholizismus, vor allem durch die stillschweigende Übernahme lebens- und weltverneinender calvinistischer und puritanischer Impulse, eine perverse Vorstellung Raum gemacht von dem, was sich angeblich gehöre, um gut katholisch zu sein: Welt-, Lust- und Hochkulturabkehr als biedermeierlicher Götze. Jörg Müller über den Typus des Sühnenacht-Hoppers: „Religiöse Deformationen wie Fanatismus, übertriebene Leistungsfrömmigkeit, masochistische Leidensbereitschaft, Bigotterie und pseudomystisch bedingte Weltverneinung sind Auswüchse tiefliegender Ängste. Solche Menschen scheinen selbstverloren und der Welt entrückt zu sein, sind tatsächlich aber sehr ichbezogen, weil sie aus eigener Kraft ihre Erlösung sichern wollen. Sie sind Sklaven eines falsch verstandenen Gottes, der ihnen das Leben nicht zu gönnen scheint.“

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„Religiöse Deformationen wie Fanatismus, übertriebene Leistungsfrömmigkeit, masochistische Leidensbereitschaft, Bigotterie und pseudomystisch bedingte Weltverneinung sind Auswüchse tiefliegender Ängste.“ (Bild: Aus einer Gottesdienstordnung!!!)

So wichtig es wäre, dass anstelle der beschriebenen geistigen Verdrehungen ein gediegen-katholisches Innenleben Raum gewänne, so schwer ist es, solchen Menschen Einhalt zu gebieten, denn sie handeln nach ihrem Selbstverständnis ja in göttlicher Mission. Müller: „Im Umgang mit diesen Menschen lassen sich die religiösen Verzerrungen rasch erkennen; da sie aber mit einem hohen moralischen Anspruch verbunden sind, der das schwache Selbstwertgefühl stabilisieren soll, bleiben sie meist therapieresistent.“

Das Thema Sühne, in der katholischen Szene ja omnipräsent, zumal in einer geradezu diesem Thema fremden, obszön-ostentativen Weise, sieht der Pallotiner Müller ohnehin überrepräsentiert: „Außerhalb der Sühnetat Jesu gibt es keine biblischen Hinweise auf den Auftrag, stellvertretend für andere zu leiden.“ Und auch wenn die christliche Kulturgeschichte Gestalten wie den hl. Pater Maximilian Kolbe kennt, so ist es doch die eine Sache, ob man große sühnende Heroen verehrt, oder schon von Kindesbeinen an unterwürfig-masochistische Frömmlinge statt kernig-gesunde Fromme heranwachsen lässt: „Es mag eine Berufung zur Sühne geben. Doch die Gefahr ist groß, dass narzisstische und introvertierte Personen an nichts anderem interessiert sind als an einer raschen Abtragung von Schuldgefühlen.“

Nächste Woche: Jörg Müller u.a. über hysterische, zwanghafte und depressive Christen.

The Cathwalk – Buchtipp

41RVY2Iy11L._SX299_BO1,204,203,200_Jörg Müller: Gott ist anders - Das Leiden an falschen Gottesvorstellungen. Wege zur Heilung (Betulius Verlag Stuttgart).

Die Sehnsucht nach Heilung und Heil ist groß. Viele Angebote gibt es auf dem weiten Markt des esoterischen Chaos. Was zu den einzelnen Methoden aus christlicher Sicht zu sagen ist, das macht den Wert dieses Buches aus. Dr. Jörg Müller SAC ist katholischer Priester (Pallottinerpater), Pädagoge und seit 30 Jahren klinischer Psychologe. Er lebt in Freising. Seine erfolgreichen Bücher haben eine Gesamtauflage von über 1.000.000 Exemplaren.

24 Kommentare

  1. Staunen nur kann ich und staunend mich freun, dass unser Herrgott einen solch großen Zoo geschaffen hat. Die Lektüre dieses Mediums, bzw. ihrer Artikel und der Kommentare dazu bescheren mir als katholisch getauften, kommunizierten und gefirmten Christen bisweilen ein schelmisches Lächeln über soviel Lebensweisheit und die Chuzpe mancher Mitmenschen ungefragt Ratschläge zu erteilen. Weiter so, aber zum Schluß habe ich noch eine herzliche Bitte: können Sie es bitte etwas mehr mit Martin Luther und eine Sprache verwenden, die auch ein einfach strukturiert denkender Mensch mit ggf. niedrigerem Bildungsstand versteht.
    Herzlichen Dank und Gottes Segen,
    Mit ergebenem Gruß,
    Andreas Bennett

  2. A propos Berufsberater:

    Es ist interessant, dass die Herren „van Laack“ und „Toni M.“ immer zu solchen Zeiten ihre Kommentare abgeben, in denen der werktätige Teil unserer Bevölkerung anderes zu tun hat…

    • „Der werktätige Teil“… – OK, in der Deutschen Demokratischen hattet ihr vom Proletariat (also all jene, die von Cathwalkern unter lower lower class bis upper middle class verbucht werden und deshalb nicht die Befähigung besitzen, einen angemessenen Lifestyle zu führen) selbstverständlich Standard-Arbeitszeiten. So was prägt selbstverständlich ein Leben lang. Von daher gesehen werde ich diesen stillosen Kommentar mal nicht unter der Rubrik „dumm-frech“ sondern „historisch vorbelastet“ verbuchen. – Aber dennoch amüsant, auf welch erschreckend tiefem Niveau hier immer wieder Diskreditierungs-Wühlarbeit geleistet wird.

    • Herrlich, auf welch dünnem Eis nun argumentiert wird! Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie nach der dürftigen Recherche nicht noch der geistigen Leistung Ihres konstruktiven Beitrags folgen und gänzlich einbrechen.

    • Werter Herr Hofrat! Der obige Artikel ist komplett eine ad hominem/ad populum-Mischung. Und als Psychotherapeut bleibt auch Müller – und das nicht nur in seinem Buch, welches hier ja nur angerissen werden konnte, zumal ja auch noch Teil 2 der Rezension aussteht – oft keine andere Möglichkeit, als ad hominem zu argumentieren.
      Nicht zuletzt deshalb scheint mir auch hier ihr fast wöchentlich wiederkehrendes ad hominem-Argument nicht nur fruchtlos zu versanden, sondern schmeckt auch nach Unlogik;
      da wird in einem Beitrag eine Gruppe von Menschen als psychisch auffällig und somit der Therapie zuzuführen bezeichnet, dann tritt der ein oder andere Masken-User (z.B. cathwoman und Rixi) auf der Psychoschiene nach und zuguterletzt werden die Herren Florian, Toni M. und van Laack dann vom Herrn Hofrat mit in großen ad hominem-Eintopf geworfen.
      Das mit Ursache und Wirkung, mit Aktion und Reaktion, mit Provokation und Argumentation – das sollten wir vielleicht an einem anderen Ort nocheinmal miteinander vertiefen, Herr Hofrat.
      Mir ist bisher in keinem Blog, der sich katholisch nennt, ein solches Maß an Diskreditierungswillen entgegenschlagen, wie bei vielen Autoren, die sich bisher hier verewigen durften. Oft registriere ich eine den jeweiligen Text durchdringende Kälte und Lieblosigkeit gegenüber jenen, die sich nicht so verhalten oder nicht so denken wie die Cathwalk-Journalie.
      Und das da oben ist der Gipfel der Unverschämtheit. Es mag diesem Blog zwar viele Klicks bescheren und „Popularität“, aber doch eher eine negative.
      Aus dem Beiwerk zur obigen Rezension geht ganz klar hervor: Wer nicht so denkt wie Krah, Ballova und die anderen Lifestyler, wer deren Lebensberatungs-, Moral- und Modetipps nicht dankbar annimmt und umsetzt, ist ein Fall für den Psychotherapeuten, weil er unter dem Cathwalk-Syndrom leidet.
      Die Argumentationsstruktur (nicht der Inhalt), die Reusch hier verwendet, ist ein im Faschismus jeglicher Coleur sehr beliebtes Werkzeug: Wer nicht mit uns ist, ist geisteskrank!
      Das, werter Herr Hofrat, ist nicht einmal mehr dünnes Eis. Das ist lauwarmes Wasser, auf dem der ein oder andere glaubt, laufen zu müssen!
      Ich würde hier sehr gern oft mehr zur Sache argumentieren. Aber dazu hat man zumindest als Intellektueller (der ich zu sein glaube) hier nur ganz selten eine Möglichkeit, wenn einen aus vielen Artikeln offene Feindseligkeit anspringt und statt logischer Argumentations-Konstrukte Privatmeinungen aus dem Bauch heraus als Tagesdogmen vorgelegt werden oder ein argumentum ad personam das nächste jagt!

      • Es war eigentlich allgemein gemeint die privaten Verhältnisse von egal wem können nicht als Abwertung seiner Argumente gelten
        was hier in der Rezension angesprochen wird entspricht schlicht in vielen Messzentren und Prioraten den Tatsachen es kommt niemand zu über einen andern ein Urteil fu fällen geal wie er sich kleidet weil das niemand was angeht es gibt leider seit Ende der 80er Jahre vor allem von Laien ,leider auch von wenigen Priestern, wie z.b. dem heutigen Prior von München eine art Bekleidungsvorschrift und Lebensreglementierung für die andern Gläubigen durchsetzten zu wollen das ganze bekommt in machen Prioraten schon fast die Atmosphäre der Armishen das ist schlicht Modernismus den das ist in der kath Kirche nie üblich gewesen wenn eine Frau einen Hosenanzug anzieht ist das ihr gutes Recht ebenso wenn sie im grauen Wickelrock zur Messe kommt es ist überhaupt erstaunllich wie man sich den Kopf über andere zerbricht die in die selbe Kapelle zur Messe gehn man hat den Eindruck es würde eine Art Leben im Heimatfilm gewünscht leider gibt es dann auch Priester die das fördern in dem sie mit ihrer angeblichen moralischen Autorität verordnen wollen zu Veranstaltungen der FSSPX in Tracht zu erscheinen wie sich der heutige Prior von München und damalige Distriktsobere von Österreich nicht entblödet hat
        Genau wie die Dameb ubd Herren die sich modisch kleiden kritisiert werden mß sich auch die Wickelrock Fraktion kritisiern lassen ihr Geschmack ist weder Vorschrift noch unmittelbares Mittel zur Heiligkeich

    • Ich kann mich den Worten von Herrn van Laack an dieser Stelle nur anschließen. Mit intellektueller Redlichkeit hat das nichts mehr zu tun. Dass derartige Fehltritte kommentarlos gebilligt werden und weder vom Herausgeber noch von einem der Redakteure zu dieser Sachlage Stellung bezogen wurde, spricht auch nicht unbedingt für diesen Blog.

      Sehen Sie es ein und verzichten Sie lieber auf den zweiten Teil dieser Rezension oder wagen Sie einen neuen Neustart, mit dem ein ernsthafter und glaubwürdiger Diskurs zu Ihren Themen endlich möglich wird. Sie verspielen hier gerade Ihre Glaubwürdigkeit als junge Journalisten! Einfach nur schade, dass Ihnen das noch nicht aufgefallen ist und Ihnen der Ruhm offensichtlich bei aller Champagnerlaune zu Kopf gestiegen ist.

  3. Wo katholisch draufsteht, ist nicht immer katholisch drin. Das kann man auch von diesem Interviewpartner, dem Charismatiker und Medjugorje-Freund Dr. Jörg Müller behaupten.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=J%C3%B6rg_M%C3%BCller
    „Jörg Müller setzt sich dafür ein, dass „wiederverheiratete Geschiedene“ auch kirchlich nochmals heiraten dürfen. Darüber hinaus wendet sich Müller – diplomatisch im Ausdruck, aber klar in der Sache – gegen den Zölibat.“
    Dieser Mann rechtfertigt tatsächlich in einem Vortag an Jugendliche okkulte Praktiken wie Yoga, etc. gemäß dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Willkommen im New Age!
    (http://www.kathtube.de/player.php?id=5782)
    Befragt, welchen Preis der Mensch bezahlen muß, wenn er sich Praktiken wie dem Yoga hingibt, antwortete Joseph Kardinal Ratzinger: „den Verlust des Glaubens“ die Verkehrung des Verhältnisses Mensch-Gott „und eine tiefe Desorientierung des menschlichen Seins, so daß der Mensch am Ende sich mit der Lüge verbindet“ und „in ein dämonisches Netz gerät, das viel stärker als er wird“.

    Nun zum Text. Wie soll man das verstehen: „Wirf dein Kreuz ab, und winke mir nach“?

    • Wie gut, dass du nun einen Grund gefunden hast, Jörg Müllers Aussagen als unkatholisch abzutun.

      Das schützt dich dann davor, dich mit deinem engstirnigen Gottesbild auseinanderzusetzen – und der Frage, warum du es nötig hast, anderen das Katholischsein abzusprechen.

  4. Ich zitiere hier jetzt einfach mal Jörg Müller: „Im Umgang mit diesen Menschen lassen sich die religiösen Verzerrungen rasch erkennen; da sie aber mit einem hohen moralischen Anspruch verbunden sind, der das schwache Selbstwertgefühl stabilisieren soll, bleiben sie meist therapieresistent.“ Scheint sich angesichts der hier geposteten Kommentare bereits zu bewahrheiten. Ich sage nur: „Getroffene Hunde bellen!“

    • Die Therapieresistenz äußert sich insbesondere im Umgang der Redaktion mit ihren Lesern. Selbst Peter Handke hat das mit seiner Publikumsbeschimpfung intellektuell anspruchsvoller und ansprechender hingekriegt. Mit Ironie lässt sich dieser Hipster-Biedermeier, der immer wieder deutlich wird, nicht mehr verbergen. Ich hoffe, Sie verbrennen sich da nicht noch mehr die Finger!

    • Liebe Catwoman, ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie sich vor bellenden Hunden fürchten und fauchen einen Buckel bilden!
      Oh, Entschuldigung, alles zurück auf Anfang: sie tragen ja gar keine eng anliegende schwarze Ganzkörper-Leggins mit spitzen Kunststoffohren; sind ja eine aufrichtige, mutige ehrliche, tolerante, offene christliche Lifestylerin. Nicht zuletzt deshalb wird Ihnen bestimmt auch diese Aussage gefallen: „Wer sich verteidigt, klagt sich und Stillschweigen bedeutet Zustimmung.“
      Oder in meinem bellenden Stil: Alfred Rosenberg hätte Ihren Mut, jeden, der von der Meinung der Redaktion und/oder deren engen Freunden abweicht, in die Nähe von psychisch Kranken zu rücken, ganz gewiss mit einem Patz am Redaktionstisch seiner Publikation belohnt.

    • Ebenfalls bellend: Ich bezweifel, dass ein Vergleich mit der Vergangenheit hilfreich sein mag, zumal er der Sache wenig dienlich und – wie die Geschichte zeigt – meist nach hinten losgeht. Anders scheint es mir aber hier zu sein, da die Zuschreibung der Krankheit durch die Redaktion gebilligt wird. Man könnte es auch so sagen: Verehrte Redakteure des „Cathwalk“, nachdem mehrere Leser verzweifelt versucht haben Sie als deplatziertes Hipster-Biedermeier zu stigmatisisieren, kommen Sie mit Ihrer Gegenfinte nicht nur reichlich spät, sie beweisen auch noch, dass Sie keinen Stil haben. Sie nehmen nicht einmal selbst Stellung, sondern verstecken sich hinter einer fremden Stimme. In einem Blog über Style ist das wahrlich eine Leistung, die wenn dann schon bloß einen Karnevalsorden verdient. In diesem Sinne: Santo subito!

    • @M.v.L.: ich sehe schon, von was Sie nachts traeumen: von Frauen in eng anliegenden schwarzen Ganz-Koerper-Leggins mit spitzen Kunststoffohren:-)

  5. Liebe Redaktion, das ist ein ganz billiger Trick! Das hat mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun. Ihren Lesern, insb. denen, die sich an Ihnen und den Artikeln reiben und bei der Stange bleiben, indirekt vorzuwerfen Sie seien krank, kann mit Ironie nicht mehr erklärt werden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie zu Beginn des Jahres wieder zur Besinnung kommen und wenn nötig selbst den Psychodoktor aufsuchen – vielleicht hilft ja auch schon ein Gespräch beim Berufsberater. Journalismus ist nicht Ihre Sache. Lassen Sie lieber die Finger davon und werden Sie erwachsen!

  6. Ich fasse zusammen: Wer sich an Dr. Maximilian Krahs Hybris reibt, von Christina Ballovas Apologia pro vita sua irritiert zeigt oder wem der selbstverständlich herausgehobene Lifestyle-Dienst, den an den unemanzpierten Tradi-Katholiken zu leisten sich die Cathwalker moralisch(?) verpflichtet fühlen, suspekt erscheint, ist ein Fall für den Psychotherapeuten! Denn sie oder er leidet unter dem „Cathwalk-Syndrom“, ist also ernsthaft multiple erkrankt! Wer den Cathwalkern oder ihren Autoren widerspricht, ist folglich nicht ganz bei Trost.
    Ist das die Botschaft, die beim Empfänger nach Lektüre der „Randbemerkungen“ dieser Rezension entstehen soll? Das wäre sehr clever. Ganz in ehrlich! Eine richtig geile und erfolgversprechende Strategie… Fast so clever wie die als Demokraten und manchmal sogar als Christen getarnten grün- und rotlackierten Linksfaschisten, die gelernt haben, dass man jeden rasch und nachhaltig aus dem öffentlichen wie privatimen Diskurs ausschließen kann, den man als „homophob“, „islamophob“, „migrantophob“ oder sonstwiephob identifiziert hat.
    Ein paar Worte noch zum Herrn Hofrat, unserm hochgeschätzten Wienerle: So wie ich Sie bisher hier wahrgenommen habe, sind ihnen doch gerade jene traditionstreuen Katholiken, welche die Fähigkeit, zu abstrahieren, nicht verloren haben, in besonderem Maße suspekt. Oder habe ich Sie, was dann selbstverständlich meiner Abstraktionsunfähigkeit geschuldet wäre, stets falsch gelesen? – Für Sie ist der obige Artikel eine Wohltat? Das überrascht mich wirklich. Denn wem, wie von Ihnen und dem Brückenheiligen an diesem Ort schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, ad hominem-Argumentationen zuwider sind, dem dürfte bei keinem argumentum ad populum wohltuend warm ums Herz werden. Sind Sie vielleicht doch nicht ganz so ideologiefrei, wie Sie uns bisher verkaufen wollten? 😉

    • „Cathwalk-Syndrom“ – das ist einfach nur lächerlich… ich warte auf die vorgezogene Heiligsprechung der Brückenfiguren!

    • Lieber Herr van Laack
      Sie vermischen Kraut und Rüben das Privatleben von Herrn Dr Krah und seiner Herzensdame ist für mich nicht von Interesse mir gehts um das was Hw Müller in dem Buch beschreibt die unerträgliche Art de seit Jahren in Tradikreisen üblich ist

  7. Es ist eine Wohltat das zu lesen, was man noch anmerken sollte ist der Verlust an Intellekt, was unter anderem im Verlust der Fähigkeit zu abstrahieren zu tage tritt in „Traditionstreuen Kreisen“ es ist erschreckend

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