Der Heilige Geist ist keine Sparflamme

Der Heilige Geist ist keine Sparflamme

WŸürde man sich mit einem Reportermikrophon in drei beliebige deutsche InnenstäŠdte begeben und wahllos Passanten fragen, was man eigentlich an Pfingsten feiert, bekäme man vielleicht oder leider eher wahrscheinlich folgende Antworten zu hšören:

„Mei, mir is des wurscht! Hauptsach i hob do frei!“

„Des woiß i ned so gnau. Isch hald a Feierdag.“

„Ne, dat deit mi Leed! Ik heff keene Ohnung!“

Es klingt paradox, aber die Menschen außerhalb und viel zu oft auch innerhalb der Kirche wissen vom Pfingstereignis wenig bis gar nichts, eben weil oft in der Christenheit der feurige Pfingstgeist sozusagen auf „Sparflamme“ gestellt wurde.

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Gemälde von Jean Restout (1692 – 1768): Pfingsten wird die Herabsendung des Heiligen Geistes auf die Jünger gefeiert. Dieser ist der am wenigsten vorstellbare Teil der göttlichen Dreifaltigkeit. Mit dem Windhauch versuchten Künstler das Unsichtbare, nicht Fassbare in Gottes Wesen darzustellen. Feuerzungen symbolisieren das Wirken des Heiligen Geistes: Flammen und Feuer stehen für die Kraft, die er den Jüngern gab. Vom Heiligen Geist empfingen sie die Fähigkeit, das Wort Gottes in vielen Sprachen in die Welt hinauszutragen. Die Apostel berichteten vom Leben und Wirken Jesu und „entzündeten“ so den Glauben der Menschen. FOTO: Erich Lessing Quelle: http://www.rp-online.de

Was eigentlich in uns brennen sollte, um es in anderen zu entzüŸnden, das ist eher am verlšöschen. Im Gegensatz nŠämlich zu Weihnachten und Ostern, an denen Christus im Zentrum der Handlung steht, ist es knapp 50 Tage nach der Auferstehung Jesu dieses Mal das himmlische Bodenpersonal, das erfüŸllt vom Heiligen Geist das Heft in die Hand nehmen darf und das heilige Evangelium frohen Mutes verküŸndet.

Nun liegt es an armen Sterblichen die LiebeserklŠärung Gottes den Menschen nahezubringen. Dieser einzigartige Auftrag fordert, aber er Ÿüberfordert niemals. Die Nachfolger Jesu werden nicht im Stich gelassen, sondern im Zweifelsfall sogar dazu befŠähigt in fremden Sprachen zu sprechen, ganz nach dem Motto: „Gott beruft nicht die Qualifizierten, sondern er qualifiziert die Berufenen“.

Den Umstand mit der fremden Sprache oder „Zunge“, ist jedoch auch noch anders verstehen: Man kann nŠämlich theoretisch jemanden der die gleiche Sprache spricht, ein stundenlanges Referat üŸber die katholische Lehre im hšöchsten theologischen Terminus vortragen, nur um dann resigniert feststellen zu mŸüssen, dass der Zuhšörer eben doch nicht wirklich verstanden hat, was „typisch“ füŸr ein katholisches Leben ist.

Und genau hier setzt The Cathwalk an, denn vielleicht ist ja mancher Leser dabei, der bisher mit dem katholischen LebensgefŸühl keine oder nur sehr vage (und nicht selten eher negative) Assoziationen verbindet und plöštzlich spricht: „Aha, jetzt versteh ich’s! Mensch, warum habt ihr mir das nicht gleich gesagt?“

Und wenn das gelingt, dann springt der „zŸündende Funke“ vielleicht Ÿüber, auch oder gerade dann, wenn geifernden Kritiker, wie bei den Aposteln einst auch, sagen: „ihr seid doch alle betrunken!“ (Vgl.: Apg 2, 13 )

Allen Lesern und Freunden, welche diese katholische „Sprache“ sprechen oder sie noch lernen, wŸünscht das gesamte Team von „The Cathwalk“ ein gesegnetes Pfingstfest!

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