Franziskus: „Piusbruderschaft ist katholisch“

Franziskus: „Piusbruderschaft ist katholisch“

Im Papst-Interview mit der französischen Zeitung „La Croix“ erklärt Franziskus, dass die FSSPX katholisch ist, die Einigung auf „gutem Weg“ sei und man mit dem Generaloberen Fellay keinen Radikalinski als Dialogpartner habe.

VATIKANSTADT, (CNA Deutsch).- Papst Franziskus hat die Piusbruderschaft (Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X, SSPX) als Katholiken bezeichnet, die auf dem Weg zur vollen Kommunion sind. In einem weitreichenden Interview mit der in Frankreich verlegten katholischen Zeitung La Croix sagte der Heilige Vater: „Sie lieben die Kirche“, und bestätigte mit Blick auf die Versöhnung, dass diese auf einem „guten Wege“ sei. 

Über sein Treffen mit dem Generaloberen der SSPX, Bischof Bernard Fellay Anfang April sagte Franziskus, dieser sei „ein Mann, mit dem man einen Dialog führen kann“. Er sei kein Radikaler, wie etwa der – aus der Piusbruderschaft ausgeschlossene – Bischof Richard Williamson.

Franziskus bestätigte weiter, er sei möglicherweise bereit, der Piusbruderschaft eine Personalprälatur anzubieten; doch bis dahin müsse es erst zu einer grundsätzlichen Einigung kommen. „Das Zweite Vatikanische Konzil hat seinen Wert. Wir werden langsam und geduldig fortschreiten“, so Franziskus.

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Papst Franziskus begrüßt Pilger auf dem Petersplatz am 16. Mai 2016. Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

Originalausschnitt des Interviews:

La Croix : Vous avez reçu, le 1er avril dernier, Mgr Bernard Fellay, supérieur général de la Fraternité sacerdotale Saint-Pie-X. La réintégration des lefebvristes dans l’Église est-elle de nouveau envisagée ?

Pape François : À Buenos Aires, j’ai toujours parlé avec eux. Ils me saluaient, me demandaient une bénédiction à genoux. Ils se disent catholiques. Ils aiment l’Église. Mgr Fellay est un homme avec qui on peut dialoguer. Ce n’est pas le cas d’autres éléments un peu étranges, comme Mgr Williamson, ou d’autres qui se sont radicalisés. Je pense, comme je l’avais formulé en Argentine, que ce sont des catholiques en chemin vers la pleine communion. Durant cette Année de la miséricorde, il m’a semblé que je devais autoriser leurs confesseurs à pardonner le péché d’avortement. Ils m’ont remercié de ce geste. Avant, Benoît XVI, qu’ils respectent beaucoup, avait libéralisé la messe selon le rite tridentin. On dialogue bien, on fait un bon travail.

La Croix : Seriez-vous prêt à leur accorder un statut de prélature personnelle ?

Pape François : Ce serait une solution possible mais auparavant, il faut établir un accord fondamental avec eux. Le concile Vatican II a sa valeur. On avance lentement, avec patience.

Quelle: https://www.medias-presse.info/le-pape-francois-tend-la-main-a-lislam-et-a-la-fsspx/54525

4 KOMMENTARE

    • „Sie nennen sich katholisch.“

      Natürlich sind sie es offensichtlich auch (in einem nicht problemfreien Zustand, aber alle Probleme strikt innerkirchlicher Art); aber wenn der französische Text der originale ist, hat der Papst das hier jedenfalls nicht gesagt (auch wenn er es mit seiner Erteilung der Beichtvollmacht impliziert hat).

      Aber „Ils se disent catholiques“, so wie es dasteht, heißt „sie nennen sich katholisch“ (oder „sie sagen, sie sind katholisch“) und bei aller Liebe zur Übersetzungskreativität: nichts anderes.

  1. Ich halte das für sehr positiv man kann ohne Zeitdruck reden wie der ehemalige österr Bundeskanler Faymann sagte der hl. Vater und Mgr Fellay sind „situationselastisch“

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