Home Kunst & Kultur Sylt: Insel mit Charme, Flair und Kostbarkeiten

Sylt: Insel mit Charme, Flair und Kostbarkeiten

Ein Reisebericht von Patrick Junge

Wenn Menschen Sylt hören, dann denken sie an Geld, Glamour, schwerreiche Rentner und an eine Insel, die irgendwie von Jahr zu Jahr an geographischer Substanz verliert. Vielleicht wird bei Sylt auch an Christian Krachts Roman Faserland gedacht. Sylt kann allerdings mehr als Schicki-Micki und bietet interessante Reise-Erkenntnisse.

Land & Leute sind friesisch sympathisch

Die Einheimischen von Sylt sind alles andere als Schicki-Micki. Stolz auf ihre Heimat, selbstbewusst und jederzeit gastfreundlich. Bereits bei der Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel hat der gutgelaunte Taxifahrer Walter zwei, drei Witze parat und gibt einem das Gefühl, willkommen zu sein. Von einer Arroganz nach dem Motto „Touristen haben wir ja nicht nötig“ oder einer falschen Freundlichkeit ist nichts zu spüren.

Nicht nur freitags – Auf Sylt muss man Fisch essen

Gute Katholiken essen freitags Fisch. Der Fisch ist eines der ältesten christlichen Symbole (gr. Ichthys = Iesos Christos Theou Yios Soter) und auf Sylt sollte man ihn täglich essen. Am besten schmeckt Fisch beim Fischladen Matthiesen in Hörnum. Dort gibt es neben den klassischen Fischbrötchen leckere Fischgerichte zu guten Preisen. Cathwalker essen dort zur Vorspeise 6 Austern Sylter-Royal und als Hauptspeise Elsas-Fischteller mit Bratkartoffeln.

Strandläufe zeigen die Herrlichkeit unserer Schöpfung

Meer, herrliche Sandstrände und einzigartige Dünen: Sylts Landschaft macht deutlich, wie herrlich und kostbar unsere Natur ist und welch großartiges Werk Gott damit geschaffen hat. Am Strand kann man auch zur Ruhe kommen und seine Gedanken in die Ferne schweifen lassen. Nicht selten trifft man Menschen, die in den Sand Kunstwerke zaubern und kreativ sind.

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Die Landschaft in Sylt ist Beispiel für Gottes großartige Schöpfung

Ein Muss – Die Sansibar in Rantum 

Natürlich gibt es auf Sylt auch den Laufsteg, nach dem viele suchen. Oder wie sagte schon Heinz Erhardt: „Nicht jeder, der die Bretter, die die Welt bedeuten betritt, merkt, dass er auf dem Holzweg ist.“ Die Sansibar in Rantum ist sicherlich ein interessanter Mode- und Lifestylehotspot. Dort gibt es quasi eine Intensivstation für Louis Vuitton – Täschchen und Designermode. Nicht selten verirren sich auch Prominente in die Kult-Bar des schwäbischen Gastronomen Herbert Seckler. Interessant ist, dass neben der mega Weinkarte und dem freundlichen Personal auch Taxifahrer Walter die Sansibar empfohlen hatte. „Keiner weiß so genau was es ist, aber irgendwie musst du in die Sansibar!“, sagte Walter und sollte Recht behalten. Cathwalker essen in der Sansibar eine Currywurst mit Pommes und schlürfen dazu ein leckeres Pils. Salätchen (so nennen sie einen kleinen, aber köstlich gemischten Salatteller) gibt’s vorab gratis.

Kirchen in Sylt – Geprägt vom norddeutschen Stil

Sylt ist natürlich protestantisch geprägt und so sind viele Kirchengebäude auch evangelisch. Dennoch ist es interessant, dass in nahezu allen Kirchen ein Seefahrerschiff zu finden ist. Es ist das Symbol, dass sich die Seeleute vor Gefahren unter Gottes Schutz gestellt hatten. Idyllisch ist v.a. die Kirche St. Peter in Rantum, die mit einem Reetdach gedeckt ist. Tragisch ist, dass die vorherigen Kirchengebäude in Rantum weggespült worden sind.

Ein Herz für die Namenlosen

friedhof der heimatlosen

Beeindruckt ist man von einem Ort, der in Westerland schnell übersehen werden kann und dennoch wichtig ist. Bei der katholischen Kirche St. Christophorus wurde 1854 ein Friedhof errichtet für unbekannte, an den Strand gespülte Leichen. Der sog. Friedhof für Heimatlose ist deshalb so packend, da man zuvor die angespülten Toten einfach in den Dünen vergraben hatte. Eigentlich ist dieser Ort sehr traurig, weil es für die Angehörigen sehr schlimm war nicht zu wissen, wo der geliebte Mensch begraben liegt. Umso interessanter ist vor diesem Hintergrund, dass heute viele Menschen sich für eine anonyme Bestattung entscheiden. In Sylt hat man den Heimatlosen eine Heimstätte aus Liebe gegeben. Daran erinnert auch der Gedenkstein auf dem Friedhof:

Wir sind ein Volk vom Strom der Zeit.
Gespült zum Erdeneiland,
voll Unfall und voll Herzeleid
bis heim uns holt der Heiland.
Das Vaterhaus ist immer nah,
Es ist das Kreuz von Golgatha,
Heimat für Heimatlose“

Sylt kann mehr als viele denken. Natürlich ist die Insel nicht vergleichbar mit Partydomizilen. Aber um zur Ruhe zu kommen und spannende Eindrücke zu sammeln ist Sylt eine gute Adresse. Irgendwie gibt es in der Dünenlandschaft immer was zur erkunden, egal ob es ein Leuchtturm ist oder eine Kugelqualle am Strand. In einer Zeit, in der in Dauerschleife nur noch gesendet und gelabert wird ist es vielleicht besser, auch mal wieder nach der wahren Schönheit dieser Welt zu suchen. Sylt kann dabei eine gute Hilfe sein!

Wo verbringt Ihr Euren Sommerurlaub? Schreibt es uns und berichtet auf dem Cathwalk über die kleinen Details, die man vielleicht nicht in jedem Reiseführer findet… Wir würden uns sehr darüber freuen!  

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