Ein Netzwerk der Nächstenliebe 

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1000plus startet neue Spendenkampagne für den Ausbau der Beratungsarbeit

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Rund 200 Gäste verfolgten gespannt und bewegt zugleich das Podiumsgespräch von Kristijan Aufiero und Caroline Stollmeier mit vier von Pro Femina beratenen Frauen, die aus der Zeit ihres Schwangerschaftskonfliktes berichteten. © Pro Femina e.V.

München, 18. Juli 2016. – „Wie können wir das, was wir tun, noch mehr Frauen zur Verfügung stellen?“ Mit dieser Frage erinnerte Kristijan Aufiero, Vorsitzender des Vorstands von Pro Femina, vergangenen Samstag beim 1000plus-TAG in Feldkirchen an den Anfangsimpuls des Projekts 1000plus. Es ist eine Frage, die auch nach über 10.000 Beratungsfällen in den vergangenen sieben Jahren für ihn nicht an Dringlichkeit verloren hat. Das diesjährige Treffen der Freunde und Unterstützer von 1000plus, einem Kooperationsprojekt zum Ausbau der Beratungsarbeit, war daher mehr als nur ein Rückblick auf das zurückliegende Jahr mit der erfolgreichen Gründung der Beratungsstelle Bayern: Mit dem Start einer neuen, 328.000 Euro schweren Spendenkampagne war der Tag auch ein Meilenstein im Aufbau eines großen Netzwerks der Nächstenliebe für Frauen im Schwangerschaftskonflikt.

69 Privatpersonen hatten 1000plus in den vergangenen Wochen bereits 164.000 Euro zur Verfügung gestellt, um alle bis zum 15. Oktober eingehenden Spenden für den Ausbau zu verdoppeln. 17.200 Euro davon wurden bereits am 1000plus-TAG selbst von den Anwesenden gespendet. Damit will das Projekt für dieses Jahr ein Wachstum von 20 % erreichen, um insgesamt 3.000 Schwangeren in Not helfen zu können.

Vier von Pro Femina beratene Frauen waren mit ihren Kindern gekommen, um Zeugnis zu geben und sich öffentlich für die Hilfe zu bedanken: „Ohne diese Unterstützung am Telefon wäre es einfach nicht möglich gewesen“, berichtete Frau B., die vor drei Jahren von Pro Femina beraten wurde. Vor 200 Gästen erzählte sie von der Zeit, als ihr Lebensgefährte sie aus der gemeinsamen Wohnung warf, weil sie ein Kind erwartete und seinem Druck zur Abtreibung nicht nachgeben wollte. „Mir ist bewusst geworden, dass mein Sohn dank Pro Femina und dank der Spender, die hier sind, auf der Welt ist und leben darf“, erklärte Frau M., die im Schwangerschaftskonflikt mit ihrem dritten Kind Beratung und Hilfe benötigte. Auch Frau V., für die es heute unvorstellbar ist, dass sie einmal an eine Abtreibung dachte, bedankte sich aus ganzem Herzen: „Es ist toll, dass es so eine Organisation wie Pro Femina gibt!“ Frau S. berichtete, wie es ihr dank ihrer Beraterin immer wieder neu gelang, sich im turbulenten Alltag auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Und das brauche ich auch jetzt noch!“ Alle vier Mütter haben sich auch an dem neuen Pro Femina-Film beteiligt, der am selben Tag Premiere feierte.

In einer eindrucksvollen Rede entfaltete Kristijan Aufiero anschließend, ausgehend vom zugrundeliegende Menschenbild, die „Geheimnisse“ der Pro Femina-Beratung. Denn die Perspektivveränderung in der Krise beginne mit den richtigen Fragen: Was erwartet das Leben jetzt von mir? Was sind meine Stärken? Was ist mein erster Schritt? Nur so könne aus der Krise eine Chance werden und etwas Bedeutsames, auf das man sein ganzes Leben mit Stolz und Dankbarkeit zurückblicken könne.

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Dieses kleine Mädchen verdankt sein Leben auch der Beratung und Hilfe von Pro Femina e.V. Ihr Mutter und drei weitere Frauen waren am vergangenen Samstag beim 1000plus-TAG in München dabei, um von ihrem Schwangerschaftskonflikt zu erzählen und sich auf diese Weise persönlich bei den Spendern von 1000plus zu bedanken. © Pro Femina e.V.

Auf sehr großes Interesse stieß der 1000plus-Unternehmerfonds, den Dr. Markus Arnold, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, zum ersten Mal öffentlich präsentierte. Mit diesem können Unternehmer die Beratungsarbeit von 1000plus unterstützen und in ihrem Betrieb eine Kultur des Lebens fördern. 554 Frauen seien im vergangenen Jahr bei 1000plus beraten worden, die berufliche Gründe als Motiv für eine Abtreibung angaben. Im laufenden Jahr würden es vermutlich bis zu 700 Beratungsfälle werden, in denen der Arbeitsplatz oder die Ausbildung eine wichtige Rolle spielen.

Statt des traditionellen Grußwortes der jüngst verstorbenen Johanna Gräfin von Westphalen verlas Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung Ja zum Leben, zu Beginn des 1000plus-TAGs einen bewegenden Nachruf auf das Wirken der 1000plus-Schirmherrin. Mit dem mutmachenden neuen 1000plus-Lied der anwesenden Kinder nach der Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht“ fand das Programm seinen krönenden Abschluss: „Weine nicht, wenn Du schwanger bist… Es gibt jemand’, der bei Dir ist.“ So war die ganze Veranstaltung über das diesjährige Motto „Stark fürs Leben“ unter allen Anwesenden deutlich zu spüren.

 

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