Das starke Zeugnis junger irakischer Christen auf dem Weltjugendtag

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„Ich möchte, dass alle ein Zeugnis des Glaubens sehen, des leidenden Glaubens, und des Glaubens unserer Gruppe“, sagte Pater Rayan Atto der CNA am 19. Juli.

Sie bräuchten nichts anderes, als was die anderen Pilger bräuchten, die sie in Krakau treffen. Sie wollten nur einfach den anderen versichern, „dass wir sie lieben, dass sie unsere besten Freunde sind, und dass wir in uns an dieser weltweiten Mission beteiligen wollen“.

„Das einzige, das wir von den anderen brauchen, ist, dass sie es in unserem Gesicht ablesen: Wir sind so glücklich und stolz, Christen in diesem Gebiet zu sein“, fügte er hinzu.

Der Geistliche koordiniert eine große Gruppe irakischer Jugendlicher, die vom 26. bis 31. Juli in der polnischen „Stadt der Heiligen“ am WJT teilnehmen. Hunderttausende Pilger aus aller Welt werden erwartet.

Die irakischen Jugendlichen sind in drei Gruppen unterwegs, je nach Herkunft. Insgesamt kommen 315 Personen, darunter zwei Bischöfe, zehn Priester und mehrere Nonnen. Es gibt auch eine weitere Pilgergruppe des Neokatechumenalen Weges, die ebenfalls aus dem Irak kommt.

Die Jugendlichen selber kommen aus dem ganzen Land, darunter Städte wie Erbil, Baghdad, Kirkuk und Dohuk.

Rund die Hälfte der jungen Pilger leben nicht mehr in ihrer Heimat, sondern wurden vertrieben. Eine Pilgerreise nach Polen können sie sich nicht leisten: Spenden des Hilfswerks „Kirche in Not“ und aus dem Vatikan haben dies ermöglicht.

Polen hat den irakischen Geschwistern die Visa-Kosten erlassen. Aber die Reise selber, Unterkunft und Verpflegung mussten natürlich gestemmt werden.

Pfarrer Atto sagte als Koordinator, er und seine Mit-Organisatoren bemühten sich, ein stakres Gemeinschaftsgefühl unter den Jugendlichen zu fördern. Die Vertriebenen sollen sich nicht alleine fühlen oder wegen ihrer misslichen Lage schämen, erklärte der Priester.

„Wir halten zusammen, damit unter den jungen Menschen nicht diskriminiert wird“, sagte er.

Den Glauben stark und lebendig zu halten angesichts der täglichen Herausforderungen sei „nicht einfach“, aber durch die Sakramente und geistliche Treffen wie Exerzitien und Gebets-Veranstaltungen sei es möglich.

„Unsere Großväter, die haben ihren Glauben für uns am Leben erhalten und davon zehren wir“, so der Geistliche. Die Sakramente und das Gebet „wird uns den Glauben zeigen helfen, unser Christentum. Das ist das einzige, was wir haben. Wir erhalten den Glauben für kommende Generationen.“

Nach Polen kamen die drei Gruppen am 20. Juli; zurück in den Irak geht es am 1. August, einen Tag nach Abschluss des WJT.

Alle Teilnehmer sind chaldäische Christen; Teil ihres Programms ist es auch, ihre Kultur und Tracht im Rhamen einer Kulturveranstaltung vorzuführen. Zu Katechesen steuern die Iraker eine arabisch-sprachige Runde bei.

Beim Kreuzweg singen einige irakische Jugendliche auf Aramäisch das Vater Unser und Psalm 115 vor dem Papst und der Welt-Öffentlichkeit. Aramäisch ist die Sprache Jesu und die Sprache des chaldäischen Ritus.

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