WJT in Krakau – „Macht Chaos“ und verbreitet den Glauben: Papst Franziskus zu Jugendlichen

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„Ihr müsst Eure Pflicht tun und die ganze Nacht Chaos machen. Zeigt Eure christliche Freude, die Freude, die der Herr Euch gegeben hat um in der Gemeinschaft derer zu sein, die Jesus folgen“, sagte der Papst wörtlich.

Im Rahmen seines Besuchs des Weltjugendtages kehr Franziskus jeden Abend zurück nach Krakau und spricht vom Balkon des Palais mit der Jugend, wie dies bereits seine Vorgänger Benedikt XVI. und der heilige Johannes Paul II. taten.

In seiner kurzen Ansprache erzählte der Papst die Geschichte eines jungen Mannes, der Grafikdesign studierte, aber seine Ausbildung unterbrach um als Freiwilliger beim Weltjugendtag zu helfen.

Er habe sofort sein Talent eingebracht und die Fahnen entworfen, die nun die Straßen Krakaus während des WJT zieren, so der Papst und verwies darauf, dass seine „Bilder der heilige Schutzpatronen“ – Schwester Faustyna Kowalska und Johannes Paul II. – an praktisch allen Ecken zu sehen seien.

Im Verlauf seiner Arbeit für den WJT habe der junge Mann seinen Glauben wiederentdeckt, aber wurde im November mit Krebs diagnostiziert, erzählte der Pontifex weiter; die Ärzte hätte ein Bein amputiert, um sein Leben zu retten, aber der Krebs habe sich weiter ausgebreitet. 

Der junge Mann „wollte den Besuch des Papstes erleben“ und hatte sogar einen Platz auf der Trambahn reserviert, mit der Franziskus diese Woche noch mit Kranken und Behinderten reisen wird. Doch es sollte nicht sein: Der Jugendliche starb am 2. Juli.

„Er hat allen etwas Gutes getan“, sagte Franziskus, und betete gemeinsam still mit den Jugendlichen zu Ehren des jungen Verstorbenen.

„Wir müssen uns an die guten und die schlechten Dinge gewöhnen. So ist das Leben, liebe junge Menschen“, sagte er, aber betonte, dass „es etwas gibt, dass nicht zu bezweifeln ist: der Glaube dieses jungen Mannes, unseres Freundes, der so viel für diesen WJT gearbeitet hat und bei uns ist.“

Mit einer Runde Applaus gedachte der Papst gemeinsam mit den Jugendlichen des jungen Mannes und ermutigte seine Zuhörer, dem Herrn zu danken, „denn er gibt uns Vorbilder des Mutes, mutiger Jugend die uns hilft, im Leben voranzugehen.“

„Habt keine Angst, Gott ist groß, Gott ist gut, und jeder von uns hat etwas Gutes“, sagte der Papst und verabschiedete sich von den Jugendlichen, bevor er sie aufrief, vor lauter christlicher Freude die ganze Nacht „Chaos zu machen“.

1 KOMMENTAR

  1. „Ihr müsst Eure Pflicht tun und die ganze Nacht Chaos machen.“

    Das hatten wir schon in Rio, und ich hab’s damals schon nicht verstanden und gedacht, ich hör nicht recht. Wie kann man seine „Pflicht tun“ und „die ganze Nacht Chaos“ machen?!

    Ist das nur saloppes Geschwätz eines unreifen Greises, oder identifiziert Franziskus hier wieder mal die Ordnung mit dem Chaos? Oder ist es à la Prälat Mäder, der in jedem wahren Katholiken einen wahren „Brandstifter“ sehen wollte? So schließen sich die Kreise, und der Vulgär-Integralismus dockt problemlos … wo auch immer an… fragt sich, ob Jesus so etwas je gesagt hätte…

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