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Kirche in den sozialen Netzwerken: USA als Vorbild

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Die Kirchen sind nun auch bei Facebook, Twitter, Youtube, Instagram.  Man will mitmachen und dabei sein, indem gepostet und getweetet wird, auch Videos werden immer beliebter. Es ist jedoch nicht einfach in social media und auf Videoplattformen überzeugend aufzutreten. In den USA kann man dabei gut sehen, wie dies professionell gelingen kann. Dabei ist es jedoch wichtig, nicht der Versuchung zu erliegen, eine Hollywood-Kirche darzustellen.

Gute Hardware und eine Botschaft – professionell vermittelt

Um im Internet ernst genommen zu werden, braucht man gute Hardware und ein professionelles Auftreten. Zur HD-Kamera muss auch die entsprechende Kamera-Affinität kommen. Wichtig ist weiterhin, dass man eine Botschaft hat, die professionell und überzeugend vermittelt werden kann. Man kann hier ruhig Firmen und Unternehmen zum Vergleich heranziehen. Wenn Audi, Coca-Cola oder Netflix sich oder ihre Botschaft im Internet darstellen, wird darauf geachtet, dass der Auftritt entsprechend der Identität des Unternehmens, den Ansprüchen des Marktes und des Kunden präsentiert wird. Niemand käme auf die Idee, einfach mal im Namen der Firma drauflos zu probieren. Dies könnte den Ruf des Unternehmens schädigen.

Ähnliche Kriterien an Professionalität gelten auch für die Kirchen und ähnliche Institutionen. Es gibt aus den USA Beispiele, wie man als Kirche erfolgreich im Internet auftreten kann.

Word on Fire:

Beim Video von Robert Barron, Weihbischof des Erzbistums Los Angeles, kommt vieles zusammen, was einen guten Auftritt ausmacht: Professionelle Vermittlung der christlichen Botschaft, gute Hardware (Videokamera, hochauflösende Bilder, Mikrofon usw.) Mitarbeiter (Kameraführung, Videoschnitt). Ein solcher Auftritt kostet natürlich entsprechend. Bei einer Abonnentenzahl des Kanals von Bischof Barron jenseits von 80.000 und einer Klickzahl, die auch schon Mal 100.000 überschreitet, ist dies die quantitativ lohnendste Investition, die im Bereich Öffentlichkeitsarbeit erfolgen kann.

Facebook, Twitter, Youtube und Instagram werden entsprechend zur Promotion der Videos und eigener Inhalte genutzt. Fast alle Bistümer haben eigene Facebook-Seiten, ebenso die Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe. Als Beispiel sei das Erzbistum Chicago genannt. Erzbischof Blase J. Cupich hat eine Facebook Seite, mit der er regelmäßig Glaubensverkündigung betreibt. Das Erzbistum Chicago hat ebenfalls eine Facebookseite. Der Markenkern wird betont und es ist ersichtlich worum es geht. Form und Inhalt stimmen überein. Man findet alles zur Glaubenspraxis im Erzbistum und zum Jahr der Barmherzigkeit, die Präsentation ist selbstbewusst, einladend und glaubenszentriert.

Keine Hollywood-Kirche werden

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dies gilt auch für die Internetpräsenz der Kirchen und religiösen Gemeinschaften in den USA. Wer Medien beherrscht, kann versucht sein, die Methoden und Möglichkeiten auszunutzen, um eine Show zu präsentieren, die nicht mehr an der Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit interessiert ist, sondern Selbstdarstellung in den Vordergrund rückt. Der Philosoph Charles Taylor definiert unsere Zeit als „Age of Authenticity“, als „Zeitalter der Authentizität“. Man kann auch sagen, es geht darum „echt“ zu sein, nicht eine Maske aufzuziehen, sondern das Eigentliche darzustellen.

Professionell, glaubwürdig und echt, das sind die Zutaten, die es braucht.

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