Jérôme Boateng: Vor jedem Spiel ein Gebet

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Der Profifußballer Jérôme Boateng ist evangelischer Christ und betet vor jeder Partie um Bewahrung im Spiel. Im Interview mit der Sport Bild verrät er, dass sein Glaube ein Teil von ihm ist und wofür er betet.

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Jérôme Boateng gibt nach einem Tor Gott die Ehre, indem er mit seinen Händen in den Himmel zeigt Foto: Football.ua | CC BY-SA 3.0

Jérôme Boateng ist einer der Stars der deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern München. Der Sport Bild hat der Fußballer erzählt, dass ihm als evangelischer Christ seine Religion sehr wichtig und ein Teil von ihm ist.

Heute findet es der Abwehrspieler am schönsten, wenn er „ganz allein in einer Kirche sitze. Diese Stille und Ruhe, um in mich zu gehen und nachzudenken“. Zu Gottesdiensten nimmt der 28-Jährige des öfteren seine Töchter Lamya und Soley mit, gerne auch zu Gospel-Konzerten.

Eigenes Gebet vor Spiel

Boateng ist auch mit Gott auf dem Fußballfeld. „Ich spreche für mich ein kurzes Gebet vor der Abfahrt zum Spiel und bevor ich den Rasen betrete.“ Er bete keinen bestimmten Psalm, sondern stets „in meinen eigenen Worten“. Der Sportler bittet dann um Dinge wie, „dass meine Mitspieler und ich nicht verletzt werden“. Nach Toren und Einwechslungen zeigt er mit seinen Händen nach oben in den Himmel, um seinen Dank auszudrücken. Boateng sagt im Sport-Bild-Interview: „Der Glaube gibt mir Kraft.“

Der Nationalspieler ist bekannt für seine Tätowierungen. Seine rechte Schulter schmückt ein Kreuz mit gefalteten Händen und an seinem rechten Oberarm ist zu lesen „Only god can judge me“ – nur Gott kann mich richten. Dieser Spruch begleitet ihn seit seiner Kindheit und passe zu ihm, sagt er. „Ich glaube an Gott und weiß, dass jeder Mensch Fehler macht. Darum bin ich der Meinung, dass nur er über uns urteilen kann. Andere dürfen gerne Tipps und Ratschläge fürs Leben geben, aber richten darf nur Gott.“

Merkel ist Boateng-Fan

Im Mai fand sich der Spieler mit deutscher Mutter und ghanaischem Vater nicht nur wegen seines fußballerischen Könnens in den Medien. Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hatte Boateng indirekt beleidigt. Der Politiker sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Danach brach eine Welle der Solidarität gegenüber dem Fußballer aus.

Boateng erfreut sich an prominenten Fans. Allen voran ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vom Fußballspiel des gebürtigen Berliners begeistert ist. Auch der US-Rapper Snoop Dogg zeigt seine Unterstützung gegenüber Boateng. Kurz vor dem EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich postete er bei Twitter das Trikot des Nationalspielers mit den Worten #Boss und #Nachbar in Anspielung an die Nachbar-Debatte.

Quelle: Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de 

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