Der pro-römische Affekt: Warum Espresso integrierend und erheiternd wirkt

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Der antirömische Affekt ist eine bekannte Grundstimmung in Deutschland. Aber Espresso ermöglicht eine Gegenbewegung: Wenn der Koffein in der Tasse stimmt, die Stimmung nach oben schwingt. Was will man kritisieren, wenn man in der ewigen Stadt für 80 oder 90 Cent einen Espresso in perfekter Qualität serviert bekommt? Ist die Laune schlecht oder hat man ein Tief, nimmt man einen einfachen oder doppelten Koffein-Shot und schon ist man wieder obenauf. Als wirksamer Hochgenuss erweist sich der römische Espresso, der ganz ohne Dünkel auskommt und von selbst strahlt. Rammsteins ironische Lyrik „Du riechst so gut“ hat im Espresso seine Tatsache gefunden.

Espresso schafft Gemeinschaft

Wenn man allein in Rom ist oder mit anderen, durch das Trinken eines Espresso kann aus einem Nebeneinander ein Miteinander entstehen. An der Marmortheke, vielleicht auch noch mit einem Cornetto oder Cappuccino, kann man ins Gespräch kommen, sich austauschen und unterhalten. Koffein kann Kommunikation schaffen, wenn stets bemühte Eisbrecher versagen. Genauso gelingt auch Integration: Man mag über Vieles unterschiedlicher Meinung sein und streiten, beim Kaffee kommt man doch immer wieder zusammen. Was abends beim Bier geht, geht morgens beim Espresso.

Koffein wirkt belebend

Wenn die Nacht zu kurz war oder der Schlaf zu schlecht, so sorgt ein Espresso dafür, dass man gleichsam von den Toten auferstehen kann. Das Koffein belebt nicht nur, sondern hebt auch die Stimmung, sodass man ein angenehmerer Zeitgenosse für sich selbst und andere wird. Der Espresso ist ein unfassbar vielseitiges Getränk. Es belebt, erweckt und ist kommunikativ. Wenn man das Getränk erlebt hat, kann man es nur lieben – in Rom besser als irgendwo sonst.

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