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#Mehr2018

„Abschied von Gott ist kein Naturgesetz.“

Weit über zehntausend Menschen waren zur Abendveranstaltung der viertägigen MEHR-Konferenz des Gebetshauses Augsburg (www.mehrkonferenz.org) in der Augsburger Messehalle versammelt, alses zu einem sensationellen Akt kam: Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses, P. Karl Wallner OCist, Nationaldirektor Missio Austria, und Bernhard Meuser, Initiator von YOUCAT, stellten das MISSION MANIFEST vor. Danach betraten mehr als 80 katholische Gemeinschaften und Initiativen mit Schildern die Bühne, um sich zu verpflichten, ein Feuer der Mission in der katholischen Kirche zu entfachen. Die vielen anwesenden freikirchlichen und evangelischer Christen staunten nicht schlecht, als eine Botschaft aus dem Vatikan verlesen wurde, die dem missionarischen Aufbruch volle Rückendeckung gab. Mehr noch: Junge katholische Bischöfe aus den drei deutschsprachigen Ländern solidarisierten sich mit den junge Leute auf offener Bühne. Unter dem Jubel der Menge rief Stefan Oster, Bischof von Passau, in die Halle „Gottes Gaben wachsen nur dadurch, dass man sie teilt!“ Genau das ist das Ziel der 10 Thesen von MISSION MANIFEST (www.missionmanifest.online). Kardinal Rainer Woelki, Erzbischof von Köln, schickte eine Videobotschaft und legte Wert darauf, als erster das Mission Manifest unterzeichnen zu dürfen. Emotionaler Höhepunkt war, als Freikirchlerin Christiane Hammer die evangelischen Christen in der Halle aufrief, für den missionarischen Aufbruch in der Katholischen Kirche zu beten – für viele Anwesende ein Ereignis ökumenischer Gemeinschaft und Fürbitte, das sie zu Tränen rührte.

Zuvor wurde am Nachmittag bereits das Buch „MISSION MANIFEST – Zehn Thesen zum Comeback der Kirche“ vorgestellt. HERDER Verleger Manuel Herder war persönlich nach Augsburg angereist: „Ein Buch mit solchem Anspruch, die zehn Thesen für die Erneuerung der Kirche zu haben, das ist ein verlegerisches Vergnügen.“ Neben Herder waren Initiatoren und Autoren von MISSION MANIFEST auf dem Podium, um über Beweggründe und Ziele der Aktion Auskunft zu geben. Maximilian Oettingen, Leiter der Lorettobewegung (Salzburg/Wien), sprach von einer neuen Generation von Christen, die aus einer persönlichen Gottesbeziehung heraus leben wollen: „Es braucht den Moment der Bekehrung, den Moment, wo man anerkennt, dass es einen Herrn gibt, der man nicht selber ist. Und dass man sich ihm unterwirft, der uns liebt.“ Bernhard Meuser verlor auch kritische Töne zum Status Quo der Kirche: „Wir wollen keine Zuschauerkirche. Die Generation der nachfolgebereiten jungen Menschen ist das Herz der Kirche der Zukunft. Wir hoffen und wünschen, dass die Bischöfe dieses Geschenk erkennen.“ Pater Karl Wallner spitzte die Dinge noch einmal zu: „The church must send – or the church will end. Das ist logisch. Die Kirche ist nur zur Mission da; sie hat keinen anderen Zweck.Wo sind unsere Leute, die den jungen Menschen in ihrer Sehnsucht entgegenkommen? Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Und es wird Zeit, dass wir das auch ganz konkret wollen.“

Unter dem Ansturm von Tausenden brach noch in der Nacht die Website www.missionmanifest.online zusammen. Ein Zeichen des Wollens und der Bereitschaft in der Kirche, den Sendungsauftrag des Evangeliums wieder in den Blick und in das eigene Leben zu nehmen. In den kommenden Wochen kann man auf der Webseite das Manifest unterzeichnen. Wer das tut, gibt eine Selbstverpflichtung ab, sich in der Weitergabe des Glaubens konkret zu engagieren. Dafür werden ständig Projekte, Initiativen und Ideen gesammelt und beworben, die zu hunderten in den Ländern bereits existieren und eingereicht werden können. Konkrete Projekte zum Mitmachen – praktische Methoden zum Anwenden. Die Vernetzung und Aktivierung von Interessierten – und die Bekanntmachung der vielfältigen Initiativen – ist zentrales Anliegen von MISSION MANIFEST im Jahr 2018.

Jan-Philipp Görtz, YOUCAT Foundation
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2 Comments

  1. Jens 7. Januar 2018

    @ Viktor

    Es gibt eben viele Wege zu Gott.
    Warum ist denn dieser hier „be=un=ruhigend“?
    Immer die alte Leier der Messfeier wirkt offensichtlich ja einschläfernd.

  2. Viktor 7. Januar 2018

    Ich finden die „Charismatiker“ echt gruselig. Sowas kenne ich nur von Freikirchen und das ist dort alles äußerst gefährlich!
    Ich beobachte diese Dinge mit Beunruhigung, ähnlich doll wie die Neokatechumenen und der gleichen furchtbare Strömungen. 🤕

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