Bad Banks

Bad Banks

Eine Filmkritik von Dr. José Garcia

Die 25-jährige, hochbegabte Investmentbankerin Jana Liekam (Paula Beer) verdient sich ihre ersten Sporen als Assistentin von Luc Jacoby (Marc Limpach) bei einer Großbank in Luxemburg. Als ihr wegen eines Fehlers ihres Vorgesetzten gekündigt wird, vermittelt ihr ihre Ex-Chefin Cristelle Leblanc (Désirée Nosbusch) einen Job bei der Bank Deutsche Global Invest in Frankfurt. Von Leblanc erfährt Jana auch, dass das milliardenschwere Stadtentwicklungsprojekt Leipzig 2025 um ein Jahr vorgezogen werden soll. Nach einigem Zögern nutzt Jana ihr Insiderwissen und informiert ihren neuen Chef, den charismatischen Gabriel Fenger (Barry Atsma). Dieser zeigt sich so sehr beeindruckt, dass er ihr die Leitung des Projektes überträgt. Jana bekommt auch heraus, dass Leipzigs Oberbürgermeister Peter Schultheiß (Jörg Schüttauf) sterbenskrank ist, und es deshalb mit dem Projekt sehr eilig hat. Mit ihrem Team, zu dem auch Adam Pohl (Albrecht Schuch) und Thao Hoang (Mai Duong Kieu) gehören, arbeitet Jana daher unter Hochdruck und ohne Rücksicht auf Privatleben und Gesundheit an dem Angebot. Dann meldet sich Christelle Leblanc bei ihr, und verlangt eine Gegenleistung für ihre Protektion. Die Ereignisse überschlagen sich jedoch, und Global Invest muss Konkurs anmelden. Ausschreitungen breiten sich aus…

Fernsehserien stehen zurzeit hoch im Kurs. Für „Bad Banks“-Autor Oliver Kienle ist dies „auf die zunehmende Bereitschaft der Gesellschaft zurückzuführen, die Komplexität der Welt und der Menschen zu akzeptieren. Wir haben verstanden, dass einfache Antworten keine Lösungen für schwierige Fragen sind.“ Kienle und Regisseur Christian Schwochow entwerfen eine komplexe Welt mit einer Vielzahl an Figuren, die nicht einfach von Gier, sondern von einer Mischung an Motivationen – Geltungsdrang, Narzissmus, Sucht, aber auch Panikattacken und Todesangst – angetrieben werden. Und nicht zuletzt erzählt „Bad Banks“ von einer jungen Frau, die sich in einer männlich dominierten Berufswelt zu behaupten weiß. Den Filmemachern gelingt es, die unterschiedlichen Fäden fernab aller Klischees miteinander spannend zu verknüpfen.

Filmische Qualität:   4/5
Regie:Christian Schwochow
Darsteller:Paula Beer, Désirée Nosbusch, Barry Atsma, Albrecht Schuch, Mai Duong Kieu, Tobias Moretti, Marc Limpach, Jean-Marc Barr, Jörg Schüttauf, Jördis Triebel
Land, Jahr:Deutschland 2017
Laufzeit:270 Minuten
Genre:
Publikum:ab 16 Jahren
Einschränkungen:X+
im Kino:3/2018

Nach ihrer Uraufführung bei der Berlinale wird die Miniserie „Bad Banks“ am 3., 4. und 5. März, jeweils um 20.15 Uhr (je 90 Min) im ZDF ausgestrahlt.

Hier geht’s zu den Folgen 

Quelle: http://textezumfilm.de

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

NEUESTE ARTIKEL

Cathwalk-Kampagne: 1000 Rosenkränze für die Bekehrung des synodalen Wegs

Liebe Freunde vom Cathwalk, am 1. Advent hat nicht nur das Kirchenjahr begonnen, sondern...

Mit Thomas More gegen den synodalen Weg

Erzbischof Sheen sah schon in den 70er Jahren das Schweigen und Fehlen der Hirten und gab...

Welcher Kaffee-Katholik bist Du?

Mach den Test! Espresso, Filterkaffee, Latte macchiato, Cappuccino und mehr ... Alles dabei!  

Wer ist cooler: Tradi vs. weltlich

Mach den Test und schau, was Dein Ergebnis ist: (function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s);if(d.getElementById(id))return;js=d.createElement(s);js.id=id;js.src='https://embed.ex.co/sdk.js';fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}(document,'script','playbuzz-sdk'));

Synodale Experimente oder Kirche Jesu Christi?

Von Thorsten Paprotny Das Bistum Hildesheim stellte vor wenigen Jahren die 1.200-Jahr-Feier der...

Tradi vs. Neocon: Wer gewinnt das Battle?

Es ist das theologisch-philosophische Battle schlechthin: Tradi vs. Neocon. Warum? Weil man beides gerne durcheinanderwirft, aber im...

Meist gelesen

- Advertisement -

Auch interessantÄHNLICHE ARTIKEL
für dich