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Menschsein Manifest

Sehnsucht nach mehr mit H

Am Anfang war das Vorwort.

Hey גבר .

(Anmerkung des Autors: Das heißt Mensch auf Hebräisch, wie man es ausspricht weiß ich nicht, aber es wirkt auf jeden Fall intelligenter als einen tief theologischen Aufsatz mit „Hey Mensch“, „Oida“, „Aldaa“, oder „Bruder“, zu beginnen.)

Als Deutsch-Französin werde ich oft gefragt, auf welcher Sprache ich denn denke. „Gar nicht“, antworte ich dann. Ist am einfachsten, zu faul, um Gedanken über mein Denken auszudenken. Das ist dann der Französische Teil: Humor, versteht sich. Kennen Deutsche ja nicht. Abgesehen vom Münchener Oktoberfest. Wenn die Neugierigen aber dann nachhaken, muss ich eine etwas intelligentere Antwort finden. Da ich womöglich zu faul bin, um für diese wesentliche Frage weitere kostbare Zeit zu verlieren, lautet meine Antwort darauf deshalb in der Regel: „in Bildern“.

Tatsächlich befinde ich mich aber zugegebenermaßen zum jetzigen Zeitpunkt vor diesem leeren Blatt und fürchte, unbewusst hatte ich total recht. Wieso ich das erzähle? Keine Ahnung. Vielleicht, weil Worte manchmal wirklich nicht ausreichen, um menschliche Existenz zu beschreiben. Sprache schafft Schablonen, Schubladen, Boden, aber es gäbe keine leinwandbespritzenden Maler und undichten Reimer, Künstler, Komponisten, wenn Sprache ausreichen würde, um die innere Fülle von Menschen zu umhüllen. Sonst wäre die 9. Symphonie Beethovens nicht bekannter als jeder Schlager und man würde nicht drei Stunden vor dem Louvre Schlange stehen, um Farbkleckse auf Leinwänden zu beäugen. Keine Worte vermögen zu erklären, was das Bild, die Musik mit uns macht, wir bestaunen in solchen Momenten etwas, das über Menschenworte hinausgeht, etwas wortwörtlich Unbeschreibliches: Kunst. Transzendenz.

Kennst du das Gefühl, wenn du etwas sagen willst, aber dir die Worte fehlen, so unbeschreiblich umherschweifend sind deine Gedanken, wie Bilder, ja, genau, sehr ungenau? So geht es mir gerade tatsächlich. Bilder gehen durch meinen Kopf, doch keine Worte fassen irgendetwas.

Tatsache: bei einem solchen Thema reichen Worte nicht aus. „Am Anfang war das Wort“ heißt es ja in dem Wälzer Bibel, und über das „Wort“ selbst, den „Logos“, „Sinn“, soll es auch hier gehen. Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass ich es nicht einmal schaffe, das „Wort“ selbst in Worte zu fassen…Doch ich fühle mich innerlich gedrängt, nach keimigen Gedichten und undichten Reimen auch in verständliche Worte zu fassen, was mich innerlich so zum Brennen bringt. Teilen mit der ganzen Welt möchte ich dieses Licht, aus Liebe zur Wahrheit und Hingabe an göttliche Klarheit.

Viktor Frankl, ein weiser Wiener Psychiater sagte mal, dass „da wo Worte zu wenig wären, jedes Wort zu viel [ist]“. Genau so geht es mir gerade.

Es wird in diesem Text um Sehnsucht gehen, um eine Suche nach MEHR, die manche Menschen umhertreibt, um verzweifelte Philosophen, innerliche Mystiker und Unruhen, Kunst, die im Menschen toben. Über das Lob auf Hoffnung und Vertrauen werde ich zu sprechen kommen, über Menschlichkeit wider Reduktionismus, stechende Sinnsuche statt fadem Hedonismus, Sich-Sehnen nach Gott statt zerstörendem Zynismus und warum so viele Denker der Welt einen roten Faden gebären, der zu Gott führt. Ich möchte euch über einen tiefen Sinn sprechen, den ich erahnen durfte, was Nietzsche, Kierkegaart und Theresa von Avila miteinander zu tun haben, warum es für jeden einzelnen Menschen von nutzen ist und warum Victor Frankls Werk, die Schriften dieses weithin unbekannten Wiener Juden, so schnell wie möglich wieder auszugraben gelten.

Wer mich dazu brachte, einen Text anzufangen? Ja, genau, dieser verschollene Wiener: Viktor Frankl, österreichischer Neurologe, Psychiater und tragischer Optimist.

Als Jude erlebte – und überlebte – er die Schrecken der Shoah. Er ist der Begründer einer tief menschlichen Schule der Psychotherapie, „Logotherapie und Existenzanalyse“. Sein Leben und Schaffen ist durchdrungen von einer radikal lebensbejahenden Haltung, gepaart mit dem tiefen Drängen, den „Willen zur Macht“ Jungs und den „Willen zur Lust“ Freuds in den Schatten zu drängen, damit das eigentlich Menschlichste, nämlich der „Wille zum SINN“ seinen rechtmäßigen Platz erhält und von dort aus alles erhellt.

Doch bevor ich beginne, vorab eine Entschuldigung für meine Wissenslücken, die ich nicht kaschieren werden kann. Ich bin der Überzeugung, dass Philosophie nicht ausschließlich für kognitiv Überdurchschnittliche, in ihrem Elfenbeinturm lebende Intellektuelle verständlich sein muss, sondern jeder weisheitssuchende Mensch in Demut und im Nebel dazu fähig ist, die Wahrheit abzutasten.

Und nur zum Eigentlichen: Struktur is life. Der pragmatische Philosoph Kant würde es durchaus willkommen heißen, neben pathetischer Rhetorik auch einen Plan zum Ganzen vorzufinden. Also nur denn, hier das Organisatorische, wir sind hier schließlich in Deutschland:

Die große Frage des Wälzers: Was ist der Mensch, und warum kann die Frage nach Gott trotz Nietzsches Schaffen immer noch nicht unter den Tisch gekehrt werden?

Anfangs wird hier das tierische Wesen des Menschen beschrieben werden. Warum aber der Mensch nicht darauf zu reduzieren ist, kommt im Anschluss: nicht nur Bedürfnisse müssen befriedigt werden, sondern Sehnsüchte erfüllt, um Glück zu erleben. Außerdem werden wir auf dem Geist des Wesens Mensch zu sprechen kommen, und was gleichsam die antike Philosophie Platons und unser verehrter Herr Viktor Frankl damit zu tun haben. Daraufhin kommen wir zum großen Kampf: Gott oder Nichts, Nietzsche oder Christ. Und weil ich mich einst für Gott entschied, kommen wir im daraus resultierenden Thema auf die sogenannte innere Unruhe, dunkle Glaubensnacht zu sprechen, die eine Art Depression des Menschen als logischste aller Konsequenzen unseres Daseins auf Erden, in Hinblick auf die Ewigkeit, verdeutlicht. Mit Jesus Christus selbst schließt sich dann der Kreis, konkret möglichste Antwort auf inneres Dürsten und warum das Kreuz die beste Gebrauchsanweisung für das Leben auf Erden ist.

Sie lesen immer noch? Gratuliere!

To be continued…

Zum Autor: Theresa Laetitia lebt und studiert in München. Im vergangenen Jahr hat sie besondere Erfahrungen zum Thema Liebe, Gott und Menschsein gemacht. Ihre Erkenntnisse daraus teilt sie der Welt exklusiv auf dem Cathwalk in ihrem „MenschseinManifest“ mit.


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Ein Kommentar

  1. Janine 25. März 2018

    Wunderschöner Beitrag. Danke. 🙂

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