Radioakademie: Die ostdeutsche Diaspora

Radioakademie: Die ostdeutsche Diaspora

Dass die neuen Bundesländer Diaspora sind, ist wohl allen klar und geläufig. Es ist sogar der Teil auf der Erde mit den meisten nicht konfessionell gebundenen Menschen. Ob nun alle wirklich Atheisten sind ist eine andere Frage. In drei Teilen der Reportagereihe beleuchtet der Autor die die Besonderheit im Bistum Magdeburg, hier können nämlich Laien ohne einen Priester eine Pfarrei leiten. Diese Praxis ist seit knapp 50 Jahren päpstlich approbiert und wurde in der DDR erfunden. Sicherlich damals aus einem Mangel heraus, jedoch heute will Bischof Feige zu verstehen geben, dass dies nicht aus einem Mangel heraus gemacht wird. Man nutze diese Möglichkeit um neue Wege in die Zukunft des Christentums zu gehen. Die Laien können hier sogar Sonntagsgottesdienste halten, mit welchen die Gottesdienstbesucher sogar ihre Sonntagspflicht erfüllen. Wie das alles funktionier und wie sich die Betroffenen fühlen, ist in der heutigen Ausgabe der Radio Akademie von Vatican News hörbar. Vatican News ist vielen sicher unter dem alten Namen Radio Vatikaneher ein Begriff.

Im Zweiten Teil widmet sich die Reportage dem klösterlichen Leben in der ostdeutschen Diaspora. Hier mussten zwei für das kirchliche Leben dunkle Zeiten hintereinander verkraftet werden. Doch seit den 90er Jahren blüht die Klosterlandschaft auf. Zwei neu gegründete Klöster werden hier dargestellt – Helfta und Neuzelle.

Die Strukturschwachheit wird im dritten Teil dargestellt. Menschen die aufgrund des staatlichen Versagens Mobilität in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen sind hier auf die gelben Boni-Busse des Bonifatiuswerks angewiesen. Dazu kommt noch der Trend sogenannte pastorale Räume zu schaffen, in denen riesige Pfarreien entstehen mit unfassbar weiten Wegen.

Zunächst sind die drei Reportagen bei Vatican News zu finden, etwas später wohl auch bei Partnersendern von Vatican News und zeitverzögert auf der Website der Produzenten.

Anreißer sind hier zu finden:

3 Kommentare

  1. Hinweis auf Schreibfehler:
    Statt „Besoffenen“ soll es doch wohl „Betroffenen“ im 2. Absatz heißen…

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