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„Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma“ – Das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August)

Bild: Marienstatue in Lourdes / The Cathwalk

Am 1. November 1950 verkündete Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution „Munificentissimus Deus“ das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Glaubenstradition ist seit Jahrhunderten vorhanden und spätestens seit dem 6. Jahrhundert bezeugt. Papst Pius XII. hat zuvor am  1. Mai 1946 alle Bischöfe um eine Abstimmung geboten. Über 98% der Bischöfe stimmten für die Dogmatisierung.

1. Verkündigung des Dogmas:

„In der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und auch kraft Unserer eigenen verkündigen, erklären und definieren Wir: Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die immerwährende Jungfrau Maria, die makellose Gottesgebärerin, als sie den Lauf des irdischen Lebens vollendete, mit Leib und Seele zur himmlischen Glorie aufgenommen wurde.“ – Papst Pius XII.

2. Präfation des Hochfestes:

„In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und das Werk deiner Gnade zu rühmen. Denn heute hast du die jungfräuliche Gottesmutter in den Himmel erhoben, als Erste empfing sie von Christus die Herrlichkeit, die uns allen verheißen ist, und wurde zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung. Dem pilgernden Volk ist sie ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Denn ihr Leib, der den Urheber des Lebens geboren hat, sollte die Verwesung nicht schauen. Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig …“

3. Brauchtum:

An Mariä Himmelfahrt finden auch Kräuterweihen mit Kräuterprozession statt. Dieser Brauch geht auf die Erzählung zurück,  dass die Apostel in Marias Grab Blumen fanden. Zur Kräuterweihe werden sieben verschiedene Kräuter zu einem Strauß zusammengebunden. Die Zahl sieben verdeutlicht  die sieben Sakramente und  die sieben Schmerzen Mariens. Neben Kräutern werden auch Getreidehalme verwendet. Dies symbolisiert die Vergänglichkeit des Irdischen und die Bitte um das tägliche Brot.

 

Weitere Informationen: Kathpedia – Mariä Aufnahme in den Himmel

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