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Allegorie auf den Glauben: Die Chroniken von Narnia

Wer die siebenteilige Buchreihe „Die Chroniken von Narnia“ des nordirischen Schriftstellers C. S. Lewis oder die Kinofilme dazu kennt, der kommt nicht darum herum, auffällige Allegorien zum Christentum zu sehen. Wie wird die christliche Heilsgeschichte des Leidens, Sterbens und Auferstehens in „Narnia“ umgesetzt?

Bild: Robertgreene674 / pixabay.com

„Christus ist ins Kerygma [in die Verkündigung] auferstanden“, so schreibt der evangelische Theologe Rudolf Bultmann über die Auferstehung Christi. Bei C. S. Lewis gibt es die Auferstehung eines Löwen in einem Märchen. Jedoch nicht, um sich über das Christentum lächerlich zu machen oder dieses auf einen Wunsch zu reduzieren, wie Bultmann es tut, sondern um Kindern verständlich zu machen, was die christliche Heilsgeschichte bedeutet.

In Narnia, wohin vier Kinder durch einen Schrank gelangen, der sie von der realen Welt ins Reich der Märchen bringt, herrscht die Hexe „Jadis“. Dort können Tiere sprechen. Es gibt einen sprechenden Biber, der sagt, dass die Kinder die Hexe besiegen würden und der Löwe „Aslan“ der wahre König Narnias sei. Aslan, ein großer männlicher Löwe, ist weise und mutig.

Im Gegensatz dazu steht Edmund, eines der Kinder. Er fällt auf die Verführungskünste der Hexe „Jadis“ herein und verrät seine Geschwister. Für diesen Verrat soll er sterben so will es das Gesetz in Narnia.

Aslan als Christus: Opfertod und Auferstehung

Aslan will anstelle des Jungen den Tod auf sich nehmen. Er will sich für Edmund opfern. Obwohl Edmund wegen seiner Tat den Tod nach den Gesetzen Narnias verdient hätte, kann der Löwe an dessen Stelle treten. Ungeachtet der theologischen Schwierigkeiten, wird dabei die Lehre vom Sühnetod verarbeitet. Alan wird von den Schergen der Hexe gefoltert und auf einem Altar getötet. Die vier Geschwister kämpfen in der Zwischenzeit gegen die Hexe. Aslan erwacht wieder zum Leben und belebt auch alle von der Hexe versteinerten Wesen wieder. Seine eigene Auferstehung deutet Aslan wie folgt:

„Wenn die Hexe verstehen würde, was es bedeutet ein Opfer zu bringen, dann hätte sie den tiefen Zauber vielleicht richtig verstanden. Denn wenn ein freiwilliges Opfer, das keinen Verrat begangen hat, anstelle eines Verräters stirbt, dann wird der steinerne Tisch zerbrechen, und vielleicht wird dadurch sogar der Tod selbst besiegt.“

Das erinnert an die Aussage Jesu: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh. 15.13) und dann das Pauluszitat über Christi Auferstehung: „Verschlungen ist der Tod vom Sieg“ (1. Kor 15, 54). Zusammen mit den Kindern besiegt der auferstandene Aslan die Hexe und deren Armee. In einer späteren Zeremonie werden die vier Geschwister zu Königinnen und Königen von Narnia gekrönt. Aslan verlässt danach Narnia. An seiner Stelle herrschen die vier Kinder, die später zu Erwachsenen werden.

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