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Paul VI. heiliggesprochen: Wird er der Patron der Schwangeren in Not und des ungeborenen Lebens?

Erzbischof Romano Panciroli schrieb über Paul VI.: „seine Menschlichkeit war so entwaffnend, daß man sich von ihr ganz einfach erobern lassen mußte.

Für Paul VI. war die Frage nach dem, was wirklich menschlich ist, was dem Menschen wirklich dient und entspricht, ganz wichtig. Sie durchzieht viele seiner Enzykliken.

Das zeigt sich zum Beispiel in der Befürchtung, Männer könnten die „Ehrfurcht vor der Frau“ verlieren, wenn sie sich an Verhütungsmittel gewöhnt haben. Der Papst sah die Gefahr, dass Männer Frauen dann womöglich nur noch als „Werkzeug ihrer Triebbefriedigung“ betrachten „und nicht mehr als Partnerin ansehen, der man Achtung und Liebe schuldet“ (Humanae vitae Nr. 17).

An der Seite der Frau stehen

Paul VI. machte schon 1968 deutlich, dass die Frau am meisten unter der so genannten sexuellen Revolution leiden könnte. Die Worte des Papstes ernst zu nehmen, heißt, auf die Sorgen und Nöte der Frau zu achten, an der Seite der Frau zu stehen. Es ist daher auch kein Zufall, dass beide Wunder, das im Selig- und das im Heiligsprechungsverfahren, der schwangeren Frau und ihrem ungeborenen Kind geholfen haben.

Das Wunder für das Seligsprechungsverfahren ereignete sich in den 90er Jahren. Einer schwangeren Frau wurde wegen eines Gehirnfehlers beim ungeborenen Kind zur Abtreibung geraten. Sie verweigerte jedoch die Abtreibung und ihr Mann legte Fürsprache bei Paul VI. ein. Das Kind wurde völlig gesund geboren.

Das Wunder für die Heiligsprechung geschah wenige Tage nach der Seligsprechung 2014. Auch hier empfahlen Ärzte einer schwangeren Frau wegen der schweren Behinderung ihres Kindes abzutreiben, da auch ihre Gesundheit in Gefahr sei. Die schwangere Frau hat sich in einer Fürbitte an Paul VI. gewandt. Sie blieb gesund und auch ihr Kind wurde gesund geboren.

In beiden Fällen haben die Schwangeren durch Wunder Hilfe erhalten. Aber schon Pater Pio wusste: Wunder sind die Ausnahme und baute ein Krankenhaus. Hilfe und Unterstützung sind die Lösung, um Frauen zu helfen und eine Entscheidung für das Leben zu ermöglichen. Thomas Maria Renz, Weihbischof im Bistum Rottenburg-Stuttgart, unterstützt deshalb 1000plus – damit Frauen im Schwangerschaftskonflikt nicht alleine gelassen werden, sondern Beratung und Hilfe erhalten.

4 KOMMENTARE

  1. (Nicht nur) Ich finde es unpassend, daß jeder Papst seine Vorgänger heilig spricht.
    ………………………………………………………………………………………………………………
    Zu Paul IV: ich erinnere mich noch an das Beifalls-Getöse, als die Frau Landesbischöfin Margot Käßmann auf dem Ökumenischen Kirchentag sagte: „Die Pille ist ein Geschenk Gottes an die Frauen.“
    .
    Bei dem jetzt heiliggesprochenen Papst hörte sich das anders an.

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