Pray Hard – Kampf des Betens

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Bild: alexcsiki / pixabay.com
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Von Christian Schallauer

Das männliche Geschlecht steht in der gesamten Menschheitsgeschichte in einem besonderen Spannungsbogen – dem des Kampfes! Wir Männer – in besonderer Weise – haben immerzu gekämpft. Anfangs nur um das blanke Überleben unserer Liebsten, doch schnell immer mehr um Macht, Geld, Besitz, geopolitisches Interesse usw. Die Aufzählung würde sich noch lange weiter führen lassen …

Doch es gibt – abgesehen von der weltlichen Dimension des Kampfes – noch ein weiteres, noch viel zu wenig beleuchtetes Kampfgebiet: das geistige!

Meiner Erfahrung nach wollen sich viele Männer damit gar nicht erst beschäftigen oder halten es für „religiöses Fantasiegequatsche“. Ist Ok! Doch die echten und erlebten Ereignisse in meinem Leben als Christ bezeugen die Realpräsenz dieser Dimension. Es ist ungefähr so, wie wenn junge Rekruten bei der Armee den Kampf lernen. Irgendwann kritisieren sie den Ausbildner für seinen Drill. „Das macht doch keinen Sinn – hier ist doch kein Feind und es herrscht Frieden!“, sagen sie. Das mag so wirken aber sagen wir, der Ausbildner kennt die Realität des Krieges – er war schon dort. Er weiß um diesen Kampf und wie es dort zugeht. Was sollte er nun tun, wie sollte er vorgehen, bei seinen jungen Männern?

Geistliche Ausbilder

Natürlich wird er alles daran setzen sie nach diesen Erfahrungen auszubilden. Er wird ihnen trotz des Friedens die Härte des Krieges und die List des Feindes vermitteln. Er lehrt sie den Umgang mit der Waffe und welche Taktik zu wählen ist, wenn der Feind angreift bzw. wie und von woher er kommt!

Die Kirche kann nichts anderes tun, als dieser erfahrene Ausbilder! Ja die Kirche! Sie weiß um dieses „ geistige Kriegsgebiet“ und kennt wie niemand anderer in ihrer langen Tradition diesen Kampf um jeden Menschen, um jede einzelne Seele!

Der Katechismus lehrt uns auch darüber. Im Artikel 8 „Kampf des Betens“ steht wie folgt:

„Gebet ist ein Geschenk der Gnade und eine entschlossene Antwort unsererseits. Es verlangt immer ein Bemühen. Die großen Beter des Alten Bundes vor der Zeit Christi wie auch die Mutter Gottes und die Heiligen lehren uns zusammen mit Jesus, daß Beten Kampf bedeutet. Gegen wen? Gegen uns selbst und gegen die List des Versuchers, der alles unternimmt, um den Menschen vom Gebet, von der Vereinigung mit Gott abzuhalten. Wir beten, wie wir leben, weil wir leben, wie wir beten. Wer nicht stets im Geist Christi zu handeln gewillt ist, kann auch nicht gewohnt sein, in seinem Namen zu beten. Der „geistige Kampf“ des neuen Lebens des Christen läßt sich nicht vom Kampf des Betens trennen.“

Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 2725

Geschätzte Männer! Ziehen wir den Kopf aus dem Sand und stellen wir uns diesem geistigen Kampf! Lernen wir wieder zu beten wie Kämpfer und nicht wie kleine Buben. Es ist Zeit, denn der Feind hat noch nie aufgehört uns anzugreifen!

PS.: An alle Hirten der Kirche: Ihr seid unsere Ausbilder – bitte vergesst das nicht!

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