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Briefe an Leonie: Der Blog für Frauen

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Maria Schober schreibt seit 2 Jahren die erfolgreiche Fortsetzungsgeschichte Briefe an Leonie. Der Cathwalk hat mit der Autorin darüber gesprochen:

Was ist der Blog „Briefe an Leonie“?

Der Blog thematisiert das Leben der jungen Frau Leonie. Leonie ist eine junge Frau, die ihr Leben einfach nur so leben will, wie es alle ihre Freunde auch tun. Freier Sex, Partnerschaften ohne feste Bindungen und nicht zuletzt eine steile Karriere sind für sie Voraussetzungen für ein erfülltes Leben. Um erfolgreich sein zu können, ist sie deswegen auch bereit, viel zu arbeiten. Leonie will das Leben genießen und glaubt, so zu leben, sei ihr gutes Recht. Sie ist hübsch, jung, gebildet und es stehen ihr alle Türen offen. Aber in ihrem Herzen spürt sie, dass sie sich vielleicht doch noch nach etwas anderem sehnt.

Und wie ist der Blog entstanden?

Ich möchte meine Erfahrungen, das von mir Gelernte und auch meine Gedanken nicht nur mit mir nahestehenden, sondern auch mit mir fremden Menschen teilen und deshalb hatte ich die Idee, eine Geschichte zu schreiben, die Fragen aufwirft, welche danach im Laufe des Blogs beantwortet werden.

Heute bin ich 54 Jahre alt, Mutter von 5 Söhnen, seit 33 Jahren verheiratet und ich glaube, dass es für jeden Menschen irgendwann in seinem Leben zu Situationen, Bedingungen und Fragen kommt, die geklärt werden müssen.

Eine der schockierendsten Erfahrungen, die ich erlebte, war jene, dass ich als „Hausfrau“ nicht anerkannt wurde. Ich entschied mich nämlich aus dem Berufsleben auszuscheiden, um mehr für meine Familie, für meinen Mann und vor allem für mich da zu sein. Die Gesellschaft und meine Umgebung, hieß dieses Vorhaben nicht gut. „Ah ja du bist ja nur mehr Zuhause“. Es war für mich eine schlimme Erkenntnis, dass wenn man sich für seine Familien einsetzt, seinen 5 Kindern versucht ein gemütliches Zuhause zu schenken, dass dieses Vorgehen in unserer Gesellschaft nur mit Argwohn und Unverständnis oder gar mit Ignoranz bewertet wird. 

Der plötzliche Tod meiner Mama vor 12 Jahren stellte meine Welt auf den Kopf. Durch diesen für mich sehr schweren Schicksalsschlag und auch durch die damalige Krankheit meines jüngsten Sohnes, die mich emotional sehr herausforderte, wurde mir bewusst, dass ich für mich etwas ändern muss. Meine Ehe? Meine Familie? Oder meinen Weg? So ging ich auf die Suche, blieb 4 Jahre Zuhause und nahm mir Zeit für meine Familie. Gerade Pauli unser Kleinster brauchte viel Zeit und Liebe. Ich dachte viel über mich nach und engagierte mich ehrenamtlich für die „Woche für das Leben“.

Mit meiner Familie habe ich viele schöne und auch schwierige Situationen erlebt und glaube daher, dass es im Leben um mehr geht, als uns allgemein klar ist. In den letzten zehn Jahren lernte ich viel über mich selbst und absolvierte die Studiengänge „Theologie des Leibes“ und „Leib-Bindung-Identität“ in Heiligenkreuz.

So entstand vor knapp 2 Jahren der Blog „Briefe an Leonie“.

Wie viele Geschichten hat der Blog bisher und wie oft erscheint eine neue?

Der Blog umfasst bisher 51 Geschichten, Briefe und Videos. Er teilt sich in drei Teile: Fortsetzungsgeschichten der Leonie, persönliche Briefe und Expertenmeinungen.

In der Fortsetzungsgeschichte erlebt Leonie herausfordernde Situationen, stellt sich Fragen oder diskutiert mit Freunden und ihrer Familie Themen, wie Abtreibung, die Würde des Menschen und verschiedene Sichtweisen auf das Leben. Das letzte Thema lautet Sex und Gender.

In den Briefen versuche ich Antworten auf die gestellten Fragen zu finden.

Es gibt Videos, in denen Frauen und Expertinnen ihre Meinung und Sichtweisen darstellen und die Argumentationen untermauern.

Der Blog erscheint immer am 1. 10. und 20. des Monats. Im Dezember, Juli und August mache ich eine Pause, die ich meistens für neue Geschichten, Ideen und Gedanken nütze. Bis jetzt haben 52.171 Besucher meinen Blog besucht und jeder Eintrag wird ca. 700 – 1.000 mal angeklickt. Die Videos auf meinem Youtube-Kanal wurden 26.616 mal angesehen.

Was ist das Ziel des Blogs?

Ich glaube und ich bin davon überzeugt, dass jetzt die Stunde da ist, in der die Berufung der Frau voll entfaltet wird.

Aus diesem Grund erzähle ich die Geschichte von Leonie und versuche ihre Fragen an das Leben, mit meinem Wissen, auf Grund meiner Erfahrungen, aus meinem Gelernten und vor allem aus meinem Herzen zu beantworten.

Meine gesamte Kraft und Energie, die ich in die Projekte „Woche für das Leben“ und „Briefe an Leonie“ investiere, gilt dem Schutz der Kinder, sowohl der geborenen, als auch der ungeborenen. Aber, um unserer Kinder fördern und behüten zu können, braucht es starke Frauen und Mütter. Wir sind Königinnen und brauchen Ermutigung von allen Seiten, damit wir unser Frausein in richtiger Freiheit leben können und auch leben dürfen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Stunde da ist, in der wir Frauen uns für das Leben, für unsere Kinder, für unsere Ehen, für uns selbst einsetzen müssen!

„Die Stunde kommt, die Stunde ist schon da, in der sich die Berufung der Frau voll entfaltet, die Stunde, in der die Frau in der Gesellschaft einen Einfluss, eine Ausstrahlung, eine bisher noch nie erreichte Stellung erlangt. In einer Zeit, in welcher die Menschheit einen so tiefgreifenden Wandel erfährt, können deshalb die vom Geist des Evangeliums erleuchteten Frauen der Menschheit tatkräftig dabei helfen, dass sie nicht in Verfall gerät“.

Papst Johannes Paul II.,  Mulieris Dignitatem

Auch habe ich einen Werbeaktion gestartet, in der ich viele Frauen gebeten habe, mir zu schreiben, warum sie eine Königin sind. Dabei habe ich 120 kleine Kronen verschenkt.

Die Würde der Frau und auch ihre Rechte müssen neu überdacht werden oder vielleicht besser gesagt, diese Themen müssen wieder in den richtigen Blickpunkt der Gesellschaft rücken. In unserer heutigen Zeit, im Jahr 2019, sind die Befürchtungen von Papst Johannes Paul II.[1] nicht nur eingetreten, sie sind – was Familie, Ehe, den Wert der Frauen und der Kinder betrifft – aufs Schlimmste übertroffen worden. Auch Mutter Teresa hat vor der Veränderung unserer Gesellschaft gewarnt.

Alle neuen Gesetze zur Förderung der Genderideologie, die Angriffe auf die Ehe und alle Benachteiligungen, die die Familien erfahren, zeigen uns einen Trend, der für unsere Gesellschaft, für unsere Kultur und für unsere christlichen Überzeugungen bedrohlich ist.  Die Praktiken, wie Verhütung, sexuelle Freizügigkeit, die Ausweitung und Verfügbarkeit der Pornographie in allen Medien und vor allem die Anzahl der Abtreibungen – man geht davon aus, dass in Österreich jedes dritte Kind abgetrieben  wird[2] –  sind für unsere Gesellschaft und für unsere gesamte Entwicklung sehr gefährlich.

„Das Kind ist das größte Geschenk Gottes für die Familie, für ein Volk und für die Welt. Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen mitteilen möchte: Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen!“[3], sagte Mutter Teresa.

Beide, Mutter Teresa und Papst Johannes Paul II. wurden in den letzten fünf Jahren heiliggesprochen und das ist ein wichtiges Zeichen. Wir sollten uns auf die Worte dieser beiden besinnen und darüber nachdenken.

Eine mögliche Lösung dieser Probleme kann in der richtigen Wertschätzung der Familien, der Ehen und vor allem der Frauen liegen, denn sie sind es, die die Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und unseren gesamten Lebensbereich zum Besseren wenden können.

„Denn ihr ist der Kampf gegen das Böse ganz besonders aufgetragen“[4], schrieb Edith Stein.

In der westlichen Welt werden die Frauen betrogen. Sie werden betrogen um ihr Frausein, betrogen um ihr Muttersein und betrogen um ihr Recht auf Partnerschaft und auf Ehe.

„Denn besonders in ihrer Hingabe an die anderen im alltäglichen Leben begreift die Frau die tiefe Berufung ihres Lebens, da sie vielleicht noch mehr als der Mann den Menschen sieht, weil sie ihn mit dem Herzen sieht. Sie sieht ihn unabhängig von den verschiedenen Ideologien oder politischen Systemen. Sie sieht ihn in seiner Größe und in seinen Grenzen und versucht, ihm entgegenzukommen und ihm eine Hilfe zu sein“.[5]

Wie kam es zu dem Logo mit Ölzweig?

Der Ölzweig ist ganz bewusst gewählt, da er optisch eine Leichtigkeit und auch eine Freude vermittelt. Aber auch die biblische Geschichte von Noah soll hier als Symbol hineinspielen. Als Noah nach der Sintflut eine Taube wegschickte, damit er erkennen konnte, ob es schon trockenes Land geben würde, kam die Taube mit einem frischen Ölzweig zurück.

„Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wusste Noah, dass nur noch wenig Wasser auf der Erde stand“[6]…, und Gott schloss mit seinem Volk einen neuen Bund: und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen: denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe.[7] So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören, Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“[8]

In dieser Geschichte ist der Ölzweig ein Zeichen der Hoffnung, des Aufbruchs und auch Zeichen für den neuen Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Deshalb haben wir uns für dieses Bild entschieden, denn auch dieser Blog soll Hoffnung geben, soll ein Zeichen für einen Aufbruch in ein selbstbewusstes Frausein sein. Endlich Land sehen, nach einer langen Reise im/am ungewissen Meer. In diesem neuen Frausein soll alles inkludiert werden, was der Persönlichkeit der Frau entspricht, sowie auch die Mutterschaft. Darüber hinaus soll der neue Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat, thematisiert werden. Denn diese immer bestehende Liebe, entspricht auch ganz der Frau.

Wer ist die Zielgruppe des Blogs?

Gläubige Frauen und Mädchen (oder Frauen und Mädchen, die gerne glauben möchten), die gerne positive Aspekte über das Leben, vor allem das Leben mit ihrem Glauben hören und lesen möchten. Und auch Frauen, die über Themen lesen wollen, die nicht in den Medien dargestellt werden.

Frauen, die sich für den Glauben einsetzen wollen und Frauen, die gerne positive Argumente, die ihr Leben betreffen, hören und lesen wollen, um sie in der Gesellschaft verwenden zu können.

Frauen, die ihr Lebensmodell mit der Familie, in der Mutterschaft, in der Ehe bestätigt bekommen oder Frauen, die einfach eine schöne Geschichte lesen und sich dabei vielleicht auch selbst ein bisschen finden können.

Frauen, die gerne über wichtige Themen und über ihren Glauben in einfacher Art und Weise informiert werden wollen. Die Geschichte, die Musik, die Bilder und auch die Videos sollen so eine einladende Stimmung erzeugen, so dass die Leser einige schöne Minuten verbringen können.

Warum ich genau diese Gruppe ansprechen will, die ja sowieso an Gott glaubt und die auch versucht ihr Leben im Licht Gottes zu leben, versuche ich mit einem Beispiel zu erklären.

Ich spiele mit meinen Kindern sehr gerne verschiedene Brettspiele.

Zurzeit spielen wir am liebsten Scrabble.

Wenn ich mit meinen 7 Buchstaben ein gutes Wort legen würde, alle Buchstaben auf einmal verwenden könnte und dadurch zusätzlich 50 Bonuspunkte erzielen würde, dieses Wort aber nicht an den anderen Worten anlegen könnte, dann mache ich keine Punkte. So muss ich mich mit einem kleinen einfachen Wort begnügen, um vielleicht später den großen Wurf zu landen. Ich könnte aber auch aussetzen und warten, bis ich dieses sehr gute Wort im Ganzen legen kann. Tobias und ich machten die Erfahrung, dass es besser ist, die kleinen Worte zu legen. Dafür bekommt man zwar weniger Punkte, die aber stetig und im Endergebnis ist diese Strategie besser, als auf den großen Wurf zu warten.

So sehe ich es im Moment auch mit dem Blog und den Infos, die ich an die Frauen richten möchte.

Ich bin davon überzeugt, dass es am Anfang besser ist, die Gruppe anzusprechen, die auch daran interessiert ist und auch meine Meinung im Großen und Ganzen teilt. Durch die Erfahrung meiner Arbeit für die „Woche für das Leben“ erkannte ich, dass es besser ist, sich im ersten Schritt an die eigene Gruppe zu richten. Wenn diese Gruppe stark genug ist, in der Wirtschaft nennt man diese Kunden Stammkunden, kann man den nächsten Schritt gehen und neue Zielgruppen ansprechen.

Darüber hinaus glaube ich, ist es im Moment sehr schwer, nicht gläubige Menschen für diese Themen zu begeistern. In persönlichen Gesprächen erfahre ich, dass es gerade Frauen sind, die gegenüber diesen Themen abneigend reagieren.

So lade ich Euch ein, geht mit mir und Leonie auf die Reise:

Leonis Geschichte Kapitel 1: „Geh mit mir den Weg“

Leonie sitzt in Salzburg in einem Café, genießt den Cappuccino und ist überglücklich über ihren Abschluss in Jura. In Gedanken ist sie schon längst bei ihrer lang ersehnten Arbeit in der Anwaltskanzlei, in der sie im Sommer schon öfters ein Praktikum absolvierte. Leonie thront in einem traditionellen Kaffeehaus, an dem kleinen runden Tisch und denkt über gar nichts nach, sondern genießt einfach diese wunderbare Stille. Aus ihrer Ruhe geweckt, fällt ihr Blick auf eine Schlagzeile, die sofort ihr Interesse weckt: „Mann gibt Schwangerer heimlich Abtreibungspille!“ Leonie nimmt sich die Zeitung vom Nebentisch und liest den Artikel: „Er wollte nicht Vater werden, darum mischte ein Mann seiner Freundin heimlich eine Abtreibungspille in das Essen. Die Frau verlor daraufhin das Kind. Er muss dafür ins Gefängnis“.

Na sowas! Es ist klar, dass der junge Mann das nicht machen darf. Gerade sie versteht es, dass es aus juristischen Gründen verboten ist, einem anderen etwas ins Essen zu mischen, aber so einen Aufstand und vor allem eine so hohe Strafe! Wie alle wissen, handelt es sich hier ja um kein Kind und außerdem sollte die junge Frau froh sein, denn so kann sie ungestört leben. Sie kann Karriere machen, das Leben genießen und frei sein.

_________________________

Quellen- und Literaturverweise:

[1]  Papst Johannes II,  Mulieris Dignitatem 1

[2] In Österreich gibt es keine Aufzeichnungen über Abtreibungen, so dass es nur Schätzungen über Zahlen gibt. Man schätzt, dass in Österreich 35.000 Kinder abgetrieben werden und bei ca. 80.000 Geburten im Jahr ist das jedes dritte Kind, das getötet wird.

[3] Mutter Teresa in ihrer Rede, in Oslo 1979 in ihrer Rede als sie den Friedensnobelpreis erhielt

[4] Edith Stein ESGA 13 Beruf des Mannes und der Frau nach Natur- und Gnadenordnung, 1931

[5] JPII, Brief an die Frauen, Vatikan, 28.06.1995, 12

[6]   Gen. 8.11

[7]  Gen. 8. 21

[8]  Gen. 8.22

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