Fronleichnam: „Why don’t you kneel, why don’t you crawl“

Fronleichnam: „Why don’t you kneel, why don’t you crawl“

„Warum kniest du nicht, warum kriechst du nicht?“ – Welche Frage könnte die Absurdität der Handkommunion besser ausdrücken, als jene von Kardinal Arinze? Wenn wir Christus, unseren Herrn und Erlöser empfangen, ist keine Demutsgeste zu groß. Fronleichnam sollte uns daran erinnern!

Die Geschichte von Fronleichnam geht zurück ins 13. Jahrhundert. In Lüttich erhielt die Ordensfrau Juliana von Lüttich Visionen, in denen der Wunsch des Himmels zum Ausdruck kam, eine liturgische Feier zur Einsetzung der Eucharistie einzuführen.

1247 ordnete ihr Bischof ein Eucharistiefest an. Papst Urban IV. war zuvor Erzdiakon in Lüttich und schrieb das Eucharistiefest 1264, bestärkt durch das Hostienwunder von Bolsena, in der Bulle Transiturus de hoc mundo für die Gesamtkirche vor.

„Wenngleich die Eucharistie jeden Tag gefeiert wird, so halten wir dafür, sie wenigstens einmal im Jahr ehrwürdiger und feierlicher zu begehen. Die anderen Dinge nämlich, derer wir gedenken, begreifen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, erhalten aber deshalb nicht ihre Realpräsenz. In dieser sakramentalen Gedächtnisfeier Christi dagegen ist Jesus Christus, wenngleich unter anderer Gestalt, in seiner eigenen Substanz bei uns gegenwärtig. Denn bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, sagte er: ‚Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt‘ (Mt 28,20).“

Im Messbuch von 1570 hat Fronleichnam den Titel In festo corporis Christi. Im deutschen Sprachraum  hat sich der Name Fronleichnam von frô (Herr) und lîcham (Leib), auf Deutsch: Herrenleib, durchgesetzt.

Papst Urban IV. hat  Dominikaner Thomas von Aquin mit der Abfassung der liturgischen Texte des Fronleichnamsoffiziums beauftragt. Thomas dichtete u.a. die Hymnen Adoro Te devotePange lingua und Verbum supernum prodiens.

Weitere Informationen über Fronleichnam: http://www.kathpedia.com/index.php/Fronleichnam

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