Säkulare Christen: Ablasshandel mit der Welt

Säkulare Christen: Ablasshandel mit der Welt

„Jesus ist ins Kerygma (in die Verkündigung) auferstanden“, so Bultmann. „Er konnte übers Wasser laufen, weil er wusste wo die Steine sind“, so die selbstsicheren Aufklärer. „Theologie ist Anthropologie, das heißt in dem Gegenstande der Religion, den wir griechisch Theos, deutsch Gott nennen, spricht sich nichts andres aus als das Wesen des Menschen“, so Feuerbach.

Das sind einige der Thesen von Christen, die im Herzen Naturalisten sind und deren Gott das Gefühl, der Wunsch oder herbeifabulierte „christliche Werte“ sind, aber nicht der Weg, die Wahrheit und das Leben. Neuerdings gibt es für solche Christen einen Begriff, eine logische Beleidigung des Glaubens, die dennoch gefeiert wird: „säkularer Christ“ (Habeck).

Säkulare Christen sind Atheisten. Aber wie bereits Feuerbach seine Kinder aus kulturellen, also säkularen Gründen taufen ließ, kommt auch Habeck als säkularer Christ durch.

Gott ist für säkulare Christen nichts anderes als eine Leerstelle, eine kulturelle Reliquie, die nicht echt ist, keinen Halt gibt und keine Hoffnung schenkt.

Wer nicht glaubt, dass Gott allmächtig ist, wer nicht glaubt, dass Christus leiblich auferstanden ist, dessen Glaube ist leer. Wer innerlich leer ist, braucht Erfüllung.

Was macht der innerlich leere, säkulare Christ? Er schaut zur Welt. Die Welt wird Gott. Ein säkularer Christ ist harmlos, wenn er Hedonist ist, aber gefährlich, wenn er Moralist wird.

Er will um die Welt fliegen und das Klima schützen. Er will alle Not der Welt besiegen aber seinen Nächsten ignorieren. Er will die Welt retten, aber kreist nur um sein Ego.

Weder das Klima, noch die Not der Menschen sind dazu da, die eigene innere Leere zu füllen. Kein CO2 und kein Mensch ist ein Ablass gegen die innere Leere oder die gefühlte Schuld. Nicht die Evolution fragt nach Moral, sondern Gott. Also: Werden wir entweder Hedonisten oder Christen. Alles andere macht alles nur schlimmer.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

NEUESTE ARTIKEL

Unser eucharistischer Hunger

Von Thorsten Paprotny Aus dem Pontifikat Benedikts XVI. bleibt mir eine heilige Messe auf...

Wer weltoffen ist, ist nicht ganz dicht

"Weltoffen" ist das Modewort. Wer kann schon gegen weltoffen, tolerant und Vielfalt sein? Für alle und für...

Geistige Kommunion (k)eine Vertröstung?!

Von Nico Leiter Seit vielen Wochen ist es uns Katholiken kaum oder nicht mehr...

Die Würde der heiligen Messe ist unantastbar

Von Thorsten Paprotny Das gläubige Volk reagiert gemischt auf die öffentliche Bekanntmachung der...

Surrexit Christus, spes mea – Auferstanden ist Christus, meine Hoffnung

Von Thorsten Paprotny Die Ostersequenz verkündet die Frohe Botschaft, die Herzmitte des Evangeliums:...

Jerusalem: Das Herz des Abendlandes

"Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll meine rechte Hand mich vergessen. Die Zunge soll mir...

Meist gelesen

- Advertisement -

Für DichLesenswert
Weitere Artikel