Theologische Fakultäten: Kaderschmiede für Atheisten

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Die beiden Theologen der katholischen und protestantischen Theologie: Thomas von Aquin und Martin Luther
Die beiden Theologen der katholischen und protestantischen Theologie: Thomas von Aquin und Martin Luther

Wer glaubt, er sei im Glauben gefestigt und jeder Herausforderung gewachsen, der hat noch keine theologische Fakultät von innen gesehen. Ein Theologiestudium kann zur härtesten Probe für den Glaube an Jesus Christus werden. In Goethes Faust wird das Theologiestudium nur bereut. Theologische Fakultäten hingegen sind eher wie in Dantes Inferno: „Ihr, die ihr eingeht, laßt die Hoffnung schwinden!“ Wer Theologie studiert, läuft Gefahr den Glauben zu verlieren und damit alle Hoffnung.

Und während der Cathwalk sonst vor allem sein katholisches Profil schärft, kann er hier getrost ökumenisch sein, denn von diesem Verfall sind katholische und protestantische Fakultäten gleichermaßen betroffen.

Es ist ein bekannter, aber beschwiegener Skandal seit Jahrzehnten: theologische Fakultäten lehren nicht mehr den entsprechenden konfessionellen Glauben, sondern immer mehr linke und subversive Ideologien. So kann man getrost die Auferstehung leugnen, die Göttlichkeit Christi, selbst seine Existenz – aber man darf nicht die Bibel zitieren, christliche Werte vertreten und sagen, dass Christus der einzige Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Man kann an theologischen Fakultäten alles glauben und alles behaupten – solange es links ist.

Thomas von Aquin würde sich im Grabe umdrehen und Luther die Reformation bereuen, würden sie die Zustände an den theologischen Fakultäten sehen. Wie konnte es soweit kommen? Ein Grund für die Korruption der Theologie scheint darin zu liegen, dass der Glaube verflogen, aber Gelder geflossen sind: für Gender-Mainstreaming, für Feminismus, für heidnische Religionen, für Naturalismus. Für alles gibt es Forschungsprojekte, nur nicht für die Nachfolge Christi.

Eins schmerzt besonders: Warum schweigen die Bischöfe? Wie kann man verantworten, dass junge Seminaristen und Christen, die ernsthaft theologisch gebildet werden wollen, verdorben werden?

5 Kommentare

  1. In diesem Zusammenhang eine Empfehlung: Theologie im Fernkurs, Domschule Würzburg. So lehrt man die „kniende Theologie“!

  2. In diesem Fall einfach nur Zustimmung. Wenn ich mir anschaue, was heute als „Religionslehrer“ durchgeht… Sex vor der Ehe? Kein Problem! Zölibat? Gehört abgeschafft! Verhütung? Natürlich, wie soll man sonst Sex vor der Ehe haben. Regelmäßiger Besuch der Hl. Messe? Soll jeder für sich selbst entscheiden.

    Wenn alle Religionslehrer, Pastoralreferenten und jedes Mitglied jedes Ausschusses der Kirchengemeinde mit ihren Familien in die Messe kommen würden, die Kirche wäre wieder voll. Zumindest quantitativ.

  3. Es gibt ein Grundproblem, das häufig übergangen wird: Die Theologie, wie alle akademischen Disziplinen, fördert den Ehrgeiz und den Stolz auf die eigene Leistung, je origineller, je eigenwilliger der Entwurf ausfällt, den der Forscher präsentiert, umso größer die Aufmerksamkeit und die Anerkennung von außen. Das ruiniert die Kirche. Da der Rückbezug und die Bindung an das Vorgegebene immer schwächer wird, überrundet der Theologe mit seinen abgehobenen Thesen und Entwürfen das große und in der Kirchenlehre gesammelte Glaubensgut. Er stellt sich hin und erklärt sich zum Wissenschaftler, der mit seinen Erkenntnissen Verbindliches zu sagen hat. Vergessen und verdeckt wird dabei, daß er die Kontinuität von Glaube und Kirche reduziert hat auf das Maß seiner persönlichen Position. Dieser mißbräuchliche Umgang mit der Kirche als Zeit und Raum umfassende Größe, die das Irdische zugleich transzendiert, wird nicht erkannt, weil uns der Maßstab sonstiger Wissenschaft prägt, der Fortschritt heißt.

  4. Das ist jetzt ein schöner kurzer Meinungsartikel, aber gerade bei solchen Dingen würde ich gerne mehr erfahren:

    Woran kann man das nachprüfen:

    „So kann man getrost die Auferstehung leugnen, die Göttlichkeit Christi, selbst seine Existenz – aber man darf nicht die Bibel zitieren, christliche Werte vertreten und sagen, dass Christus der einzige Weg, die Wahrheit und das Leben ist“

    Hat es der Autor selbst erlebt? Stützt er sich auf Dritte?

    Ich würde gerne mehr wissen.

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