Die wundertätige Medaille – Ein Geschenk der himmlischen Mutter

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Foto: privat
Foto: privat

Von Anja Walz

Die meisten Katholiken werden aller Wahrscheinlickeit nach bereits von der Wundertätigen Medaille gehört haben. Jedoch machte ich schon ein paar Mal die Erfahrung, dass viele sie leider doch nicht kennen, oder mit ihr vertraut sind. Ich möchte Ihnen von meinen persönlichen Erlebnissen erzählen und dabei helfen, die Wundertätige Medaille bekannter zu machen.

Zu meiner Firmung im April 2019 schenkte mir eine Freundin die wundertätige Medaille. Seit diesem Tag trage ich sie neben meinem Jesus Kreuz und verspürte den großen Wunsch sie möglichst vielen Menschen zu schenken.

Ich bestellte ein Set bestehend aus Medaillen und Info Blättchen, damit der Empfänger alle nötigen Informationen zur Medaille erhält. Als ich sie einer guten Freundin schenkte, fragte sie mich ein paar Tage später, ob sie mich in die Messe der Petrus Bruderschaft begleiten dürfte. Sie habe seit Ihrer Firmung leider keinen direkten Draht mehr zum katholischen Glauben gehabt. Es war eine so große Freude zu sehen, wie die Wundertätige Medaille wirkt und dass ich meine Freundin in die heilige Messe mitnehmen konnte! 

Ein weiteres, absolut wunderschönes Erlebnis zeigte sich mir, nachdem ich die Medaille meinem Vater schenkte. Er ist (wie es auch ich, vor meiner Konversion, war) nicht praktizierender Protestant, hat aber einen tiefen und festen Glauben an Gott und an Jesus Christus. Allerdings konnte er damals meinen Wunsch zu konvertieren absolut nicht nachvollziehen, da er sehr lange ein eingefahrenes und negavies Bild zum katholischen Glauben und die Kirche hatte.

Ich schenkte ihm die wundertätige Medaille zusammen mit dem Büchlein „Gaben des Geistes“ von Pater Ramm. Er las es und schrieb Pater Ramm eine wunderschöne E-Mail in der er erklärte, wie er glaubt und dass es ihm sehr leid tut, was der katholischen Kirche durch schwarze Schafe und die Medien alles angetan wurde. Als ich das las konnte ich es zuerst nicht fassen, dass mein Papa, der zuvor kein gutes Wort über den katholischen Glauben verlor, wach geworden ist! Ich erzählte meinem Beichtvater von all den Erlebnissen und ließ ihn den Schrifverkehr ebenfalls lesen. In Kürze werden mein Vater und er sich treffen um miteinander „über Gott und die Welt“ zu sprechen.

In der Zwischenzeit habe ich die Medaille allen Menschen geschenkt, die mir wichtig sind. Ihre Reaktionen darauf waren so wundervoll! Freudestrahlende Gesichter, tiefe Dankbarkeit und herzerwärmende Worte wurden mir von allen geschenkt, denen ich die Medaille schenken konnte. Mein ganzer Freundeskreis trägt sie nun und es gibt keine Worte dafür, wie gerührt und dankbar ich bin mit ihnen in der Runde zu sitzen und zu sehen, dass jeder unsere Mutter Gottes in seinem Leben trägt.

Schenken wir diesen kostbaren Schatz nach dem Vorbild des heiligen Maximilian Kolbe also mit großer Freude weiter:

„Ihre Medaille verteilen, wo immer es geht: den Kindern, dass sie sie immer um den Hals tragen, den Alten und Jungen, auf dass sie unter ihrem Schutz genügend Kraft haben, den Versuchungen und Fallen zu widerstehen, die sie besonders in unseren Zeiten bedrängen. Und auch denen, die nicht zur Kirche gehen, die sich fürchten zu beichten, die sich über die religiösen Praktiken lustig machen, die lachen über die Wahrheiten des Glaubens, die im moralischen Sumpf versunken sind oder außerhalb der Kirche in der Häresie leben – all diesen unbedingt die Medaille der Immaculata anbieten und sie bitten, dass sie sie tragen, aber dann auch inständig die Immaculata um ihre Bekehrung anflehen. Viele finden auch dann noch eine Möglichkeit, wenn jemand sich weigert, die Wundertätige Medaille anzunehmen. Ganz einfach nähen sie sie heimlich in das Gewand ein und beten für diese Person, die Immaculata aber wird früher oder später zeigen, was sie vermag. Die Wundertätige Medaille – die Kugel der MI!“ (Quelle).

Die wundertätige Medaille fand Ihren Ursprung in den Visionen der hl. Katharina Labouré: Wir schreiben das Jahr 1830 in der Rue du Bac, Paris. Hier erschien die Mutter Gottes der hl. Ordensschwester Katharina Labouré und schenkte uns durch sie die Wundertätige Medaille. Die Mutter Gottes erschien ihr insgesamt drei Mal. Sie forderte Katharina in der Nacht zum 19. Juni 1830 auf in die Kapelle zu ihr zu kommen: „Mein Kind, ich will Dir einen Auftrag geben. Du wirst dabei viel Widerspruch erfahren, aber fürchte Dich nicht. Die Gnade wird Dir helfen…“

Bei der zweiten Erscheinung am 27. November gab sie ihr den Auftrag, eine Medaille prägen zu lassen. Maria erschien der heiligen Katharina abends, eine kleine Kugel in ihren Händen tragend. „Die Kugel stellt die Welt dar… und jede einzelne Seele.“
An den Fingern trägt sie kostbare Ringe mit Edelsteine, von denen Strahlen ausgehen. „Siehe, diese Strahlen sind Sinnbilder der Gnaden, die ich über jene ausgieße, die mich darum bitten.“ Daraufhin bildet sich um die Erscheinung ein ovaler Rahmen, auf dem in Gold geschrieben steht: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen.“

Lass nach diesem Bilde eine Medaille prägen. Die Menschen, die sie tragen, werden große Gnaden erhalten. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die Vertrauen haben.

Muttergottes zur hl. Katharina

Dann wurde Katharina gezeigt, wie die Rückseite der Medaille aussehen soll: Ein M (Maria), von einem Kreuz überragt, darunter die beiden Herzen Jesu und Mariens von Liebe brennend, wegen der Sünden der Menschen verwundet, Herz Jesu, von einer Dornenkrone umgeben und das Herz Marias, mit dem Schwert durchstochen. Das Bild war von 12 Sternen umkränzt. Maria sammelt uns wie die zwölf Apostel um sich. Sie will uns daran erinnern, was es heißt: Für Jesus Zeuge zu sein. Sich aus Liebe für andere einzusetzen und für sie da zu sein! Die junge Novizin berichtete das Erlebte ihrem Beichtvater  Aladel. Dieser reagierte jedoch sehr skeptisch und hielt alles für eine Träumerei. Nach der dritten Erscheinung, in der Maria ihr Mut machte drängte die hl. Katharina Labouré ihren Beichtvater jedoch zu handeln.

Zwei Jahre später wurde die Medaille mit Genehmigung des Erzbischofs von Paris geprägt und in einem Hirtenbrief ermahnte er die Gläubigen, die Medaille zu tragen und das Kurzgebet täglich zu sprechen. Seither haben Millionen Medaillen Gnadenströme in allen Gesellschaftsschichten fließen lassen. Die Verbreitung wird heute noch von auffallenden Bekehrungen und zahlreichen Heilungen begleitet.

Am 28. Mai 1933 wurde die hl. Katharina seliggesprochen und am 27. Juli 1947 nahm sie Papst Pius XII. in die Schar der Heiligen auf.

Weitere Informationen:

1 Kommentare

  1. Solch eine Medaille habe ich auch. Sie ist nicht nur aus Gold hergestellt, sondern auch „Gold wert“. Maria beschützt und behütet den, der sie trägt. Ich glaube daran und trage sie, so wie auch schon meine Mutter.

    Liebe Grüße
    Karine

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