Der synodale Weg: Wenn die Schlange spricht

Der synodale Weg: Wenn die Schlange spricht

Der „synodale Weg“, das heißt: Die Schlange spricht, das heißt Schlangenbiss. Die Schlange dringt direkt zum Kern aller Sünde vor: zur Auflehnung gegen Gott. Sie verführt, indem sie sagt: „Wenn ihr den Glauben ändert, werdet ihr sein wie Gott.“

Wir dürfen nicht Gut nennen, was Gott Böse nennt, wir dürfen nicht ändern, was Gott festgelegt hat. Wir müssen dem Wort Gottes gehorchen und dürfen uns nicht stolz darüber erheben. Es gab in der Geschichte immer die Versuchung, den Glauben an zeitliche Umstände anzupassen, ihn zu verweltlichen, den Weg der Versuchung zu gehen. Das aber ist der Weg der Schlange. Es ist der Weg der Weltlichkeit, der bequeme Weg, der das Kreuz Christi verleugnet. Selbst Petrus wurde streng ermahnt, als er diesen Weg gehen wollte: „Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“ (Mt. 16, 23). Wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen!

Wieso sollten wir der Schlange folgen? Wieso sollten wir als Katholiken den Weg des Verderbens gehen – wollen wir enden wie Arianer, Albigenser und Wiedertäufer? Wieso sollten wir uns von Gottes Gnade abwenden und Finsternis dem Licht vorziehen? Welche Verdrehungen, Sünden und Leidenschaften knechten uns, dass wir wie Blinde ins Verderben rennen anstatt für unseren Siegerkranz in der Ewigkeit zu kämpfen? Die Geschichte zeigt auf den Friedhöfen der Häresien, welches Ende Irrwege nehmen. Sie schauen nicht das Heil, sondern vermodern in der Gruft, sie bleiben in der Verwesung und erleben keine Auferstehung.

Wie korrupt und faul müssen wir sein, wenn wir Deutsche Katholiken einen Sonderweg gehen wollen? Einen deutschen Sonderweg, an dessen Wesen die Kirche verwesen würde?

Papst Franziskus warnt vor einer falschen Richtung des synodalen Wegs

In einem Brief an die deutschen Katholiken vom 29. Juni 2019 warnte Franziskus davor, dass die Synode in eine falsche   Richtung führen könnte. Es sei „die größte Sünde der Verweltlichung“, wenn man beim „Synodalen Weg“ nur den Einklang „mit  einer bestimmten Gruppe“ beabsichtige.

Wen könnte er mit „einer bestimmten Gruppe“ gemeint haben? Bürokratische Berufskatholiken wie jene vom ZdK? Bei der Vollversammlung am 10. und 11. Mai 2019 in Mainz hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken seine „Kernforderungen“ genannt:

•  Frauen Zugang zu allen kirchlichen Ämtern gewähren (das heißt Zerstörung des Priestertums)

• Zölibat abschaffen (das heißt Verweltlichung)

• Kirchliche Sexualmoral ändern (das heißt Sünde legitimieren)

•  Entscheidungskompetenz für alle Getauften auf allen Ebenen der Kirche (das heißt Leugnung der Hierarchie)

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. sieht sehr klar, was im Namen des synodalen Wegs geplant wird: „eine neue Phase verhängnisvoller Reformen“ und weiter: „Was droht, ist ein Missbrauch der Missbrauchskrise für die Durchsetzung von Reformen, die das Wesen der Kirche komplett verändern.“ (Ebd.) Bischof Overbeck sagt sogar: „Die alte Zeit ist zu Ende! Wir sind in einer Krise und stehen an einer Zäsur, die vielleicht noch tiefer geht als die Reformation“ – „Der Synodale Weg muss ergebnisoffen sein.“ – „Der Prozess muss in verbindliche Ergebnisse münden.“ – „Die Kritik an der Kirche muss Gehör finden, damit es zu einem echten Kulturwandel kommt“ (Ebd.).

„Kulturwandel“ hat aber nichts mehr mit der Kirche Jesu Christi zu tun. Es gibt auch keine „alte Zeit“ oder neue Zeit in der Kirche, sondern nur die Zeit des angebrochenen Reiches Gottes und wir sollen seine Zeugen sein. Es gibt kein anderes Evangelium als das vom gekreuzigten und auferstandenen Christus und keinen anderen wahren Glauben als den in Schrift und Tradition.

Eine „alte Zeit“ ist tatsächlich vorbei: Die Zeit, in der wir unseren Hirten vertrauen konnten. Wir sind Katholiken und werden es bleiben. Wir halten am überlieferten Glauben fest und beten für die, die ihn zerstören wollen.

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