Montag, 3. Oktober 2022

Von Toten lernen: Theologie in Deutschland

Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“

So äußerte sich Rudolf Bultmann 1941. Bultmann ist nicht der erste, aber der größte deutschsprachige Totengräber der Theologie. Mit ihm ist der Naturalismus endgültig in Lehre und Verkündigung eingedrungen. Er war der Nietzsche der Theologie, der Mörder der Metaphysik. Das Heiligste und Mächtigste was die Theologie bisher besaß, es ist unter seiner Exegese verblutet.

Wohin bewegen wir uns? Fort von aller Hoffnung zu einer Theologie der Befindlichkeit. Es gibt keine Wahrheit und keine Erlösung mehr, keinen Gott, der wirkt, heilt und hilft. Es bleibt nur die Naturwissenschaft mir ihren naturalistischen Methoden, den Mittelwerten, die keinen Gott, keine Gerechtigkeit und keine Auferstehung kennen.

Wer als Naturalist Theologie treibt, ist entweder wahnsinnig oder verbeamtet. Denn wenn es keine Wunder und keine Metaphysik gibt, braucht man keine Theologie. Die Tüchtigen wissen das auch und suchen das Weite. Wer bleibt dann noch? Weinerliche, Nutznießer des Systems und jene, die müssen. Es bleiben die Aktivisten der antigerechten „sozialen Gerechtigkeit“, Lehramtsanwärter, die ein zweites Fach brauchen und Priesterkandidaten, die müssen.

Naturalistische Theologie glaubt nicht an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat. Sie glaubt nicht an den Gott von Golgota, für den Petrus und Paulus gestorben sind und für den unzählige Zeugen jeden Tag ihr Leben geben. Ihre Idole sind Greta, Nirvana und Marihuana. Sie kämpfen nicht für das Reich Gottes, sondern für Gender, Gefühle, Gutmenschen und soziale Gerechtigkeit. Ihr Gott heißt CO2-Emissionen, Friday for Future und Toleranz für alle Grünen, Linken und Nichtchristen. Sie verachten alle Frommen und tanzen den Totentanz, voller Ignoranz.

Dieses Schauspiel der Erbärmlichkeit existiert nur, weil die Bischöfe schweigen und der Staat alimentiert.

Die Zukunft heißt Tradition

Wer also meint mit Bultmann und seinen Nachkommen würde man was reißen, auch nur irgendwie was für Gott, Kirche und die Menschen tun, der kennt weder eine*n moderne*n Theologie-Professor*in noch die Tradition. Wir brauchen keinen Modernismus, wir brauchen das Mittelalter: Thomas von Aquin, Franz von Assisi, Dominikus, Ignatius von Loyola und Bernhard von Clairvaux … um nur einige zu nennen. Die Bultmanns, Rahners und Befreiungstheologen dieser Tage bringen Abrissbagger und Atheismus. Kein geschredderter Hochaltar ist die Liturgiereform wert.

Man kann elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person nicht tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, keine Ahnung von Metaphysik, Naturwissenschaften, Wundern, den Heiligen und Jesus Christus hat.

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