Ein Philosoph der Schönheit: Zum Tod von Roger Scruton

Ein Philosoph der Schönheit: Zum Tod von Roger Scruton

Roger Scruton ist tot. Am 12. Januar 2020 erlag der britische Philosoph seinem Krebsleiden. Er war einer der großen intellektuellen der Tradition. Douglas Murray schreibt über ihn: „Er war ein Mann, der anscheinend alles wusste und Bücher schrieb über Architektur, Philosophie, Schönheit, Musik, Religion – und vieles mehr. In vielerlei Hinsicht schien er – wie sein früherer Schüler Rabbi Sacks einmal zu mir sagte – einfach größer als sein Zeitalter gewesen zu sein“ (Tichys Einblick).

2017 unterschrieb er zusammen mit Robert Spaemann und anderen die „Pariser Erklärung: Ein Europa, wo(ran) wir glauben können“.

In Punkt 9 gibt es explizites Bekenntnis zum Christentum: „Das wahre Europa ist geprägt durch das Christentum. Die universale geistliche Herrschaft der Kirche ermöglichte erst die kulturelle Einheit für Europa, tat dies aber ohne politisches Reich. Dadurch konnten letztlich auch bürgerliche Werte und Treue in einem geteilten Europa blühen.“

Ebenso kritisch geht diese Erklärung mit den 68ern ins Gericht: „Die Generation der Achtundsechziger hat zerstört, aber nicht aufgebaut. Sie habt ein Vakuum geschaffen, das nunmehr mit sozialen Medien, Billigtourismus und Pornographie angefüllt wird. Individualismus, Isolation und Ziellosigkeit sind weitverbreitet.“

Gegen die Kultur der Zerstörung betone Scruton immer wieder den Wert und die Wirklichkeit der Schönheit: „Schönheit zählt. Sie ist nicht bloß eine subjektive Sache sondern ein universelles Bedürfnis der Menschen. Wenn wir dieses Bedürfnis ignorieren, finden wir uns in einer spirituellen Wüste wieder.

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