Die LIEBE als Impfstoff

Die LIEBE als Impfstoff

Von Christian Schallauer

Shutdown der Nationen und der Weltwirtschaft! Die Politik verordnet Quarantäne und Ausgangssperren für Millionen von Menschen. Ärzte und medizinisches Personal sind ratlos und auch am Ende ihrer Kräfte. Wissenschaftler und Experten stehen vor einem Rätsel. Was nun? Hat in dieser Krise denn wirklich niemand mehr eine Hilfe anzubieten?

Weltliche Sicherheit schwindet dahin

Die Analyse der vergangenen Wochen fällt eigentlich recht düster aus! Man könnte fast meinen, dass der ganze Wahnsinn der letzten Jahre aus Kino und Film nun Realität geworden ist. Die Wirtschaft in Europa und darüber hinaus fährt mit Volldampf in Richtung Rezession und immer mehr Menschen fragen sich, mehr oder weniger in ihren eigenen vier Wänden eingesperrt: Was oder wer kann uns noch retten?

Viele Leute – soweit ich das einschätzen kann – überlegen auch verstärkt, ob all diese Maßnahmen noch in rechter Verhältnismäßigkeit zu den ECHTEN Auswirkungen des Virus Covid-19 stehen. In Österreich stehen wir bis dato (Sonntag, 29. März) bei 86 Verstorbenen, die dem Virus zugeordnet werden. Bitte: Mir liegt wirklich jedes einzelne Menschenleben am Herzen (JA, auch das ungeborene und das alte Leben) und ich möchte diese Zahl nicht verharmlosen! Im Gegenteil, mir geht es sogar darum, dass jeder Einzelne gerettet wird – und zwar so, dass er sein wirkliches Zuhause erlangt! Das Zuhause und die ewige Freude im Himmel! Ist es bei so einer unvorstellbar großen, einer so kostbaren Chance, nicht absolut notwendig, alle Anstrengungen und auch Kreativität aufzubringen? Oh ja, das ist es!

Nicht nur ein Virus ist unterwegs

Mir ist es in diesem Kontext ganz wichtig, das ehrlich festzuhalten. Gerade auch deswegen, weil wir in dieser Krise eine objektive Wahrheit als Richtlinie brauchen! Unbedingt! Mir kommt nämlich vor, als würden die Nationen, die Politik und auch jeder von uns nur noch dieses Virus vor Augen haben und deswegen irgendwie zu ALLEM Ja und Amen sagen, alles dulden und hinnehmen, was da seitens der Regierungen an Maßnahmen beschlossen wird.

Was meine ich mit der objektiven Wahrheit? Nun, wie gesagt, es gibt viele Tote in Europa (warum das explizit so viele in Italien sind, sollte einmal genau analysiert werden …), was dramatisch ist. Doch ich will Sie jetzt nicht schockieren, aber es gibt noch andere Viren, die sehr aktiv sind! Das Virus heißt HUNGER und es tötet jeden Tag Tausende Kinder weltweit! Es heißt GIER und tötet jeden Tag die Existenzen von Menschen und Familien zu Hunderten. Und es gibt ein Virus, das heißt MACHT und tötet seit Jahrhunderten ganze Völker und Nationen!

Das soll nicht zu hart klingen und bei allem Respekt: Es grenzt schon an ausgeprägte Heuchelei, was gerade im verwöhnten Westen abgeht! Wir isolieren und sperren 8 Millionen Menschen (in Österreich) ein, fahren unsere stabile Wirtschaft gegen die Wand, verbieten das Mitfeiern der hl. Messe und das Spenden der heilbringenden Sakramente – und alles wegen weniger als 100 Toten innerhalb von zwei Wochen? Gleichzeitig haben wir überhaupt kein Problem damit, dass ein paar Tausend Kilometer entfernt Kinder an Hunger sterben! Verhungern – kein Virus, keine Pandemie, Kinder, die einfach nur nichts zum Essen und Trinken haben! Verstehen Sie

In welcher Relation steht das alles? Wo ist das rechte Verhältnis? Geht es wirklich um ein Virus?

Das vergessene Fachgebiet

Noch nie in der Geschichte waren ganze Nationen, Politiker, Wissenschaftler und Experten so ratlos wie in diesen Tagen. Zwar jagt eine Pressekonferenz die nächste, aber irgendwie hört man nur vage Überlegungen, neue Zahlen von dort und da, etwas Dramatisches zum Drüberstreuen und am Ende ein ganz großes „WIR SCHAFFEN DAS!“

Die Menschen aber sind eingesperrt. Die Menschen haben massive Angst um ihre Existenz. Die Menschen wollen endlich Lösungen und Wahrheiten und nicht nur eine Kurve sehen, die so flach wie möglich gehalten werden soll! Gut, ich verstehe vollkommen, dass die Politik und Wissenschaft hier in ihren Fachgebieten alles tun, was sie im Portfolio haben. Sie kennen nur diese Art der Reaktion. Sie möchten hier nach langen und eingehenden Gesprächen mit Experten die besten Maßnahmen setzen, die da nun auf „social distancing“ und einen Shutdown hinausgelaufen sind! Gut.

Mir persönlich ist aber völlig unverständlich, warum eine Institution zu ihrem Hauptfachgebiet überhaupt nichts mehr zu sagen hat, überhaupt keine Maßnahmen setzt und nicht genau hier endlich den Unterschied macht? Es geht um das Fachgebiet Seelenheil!

Die katholische Kirche war in ihrer ganzen Kraft und Tradition über Jahrtausende immer in allen Krisen und Katastrophen für die Menschen in ihrem Leid und ihrer Not da! Sie bot den Menschen Hilfe und Ermutigung an, weil eben nur sie – die Kirche – hier noch etwas tun konnte! Wenn die Aktienmärkte den Bach hinuntergehen, wenn das Öl und der Dollar nichts mehr wert sind, wenn Ärzte und Wissenschaftler auch nichts mehr tun können – ja, dann wäre es echt an der Zeit, als Hirten wieder die Schäfchen einzufangen! Oder wann sonst, frage ich mich?

Sollten wir Christen nicht genau jetzt den Unterschied machen? Unsere Sicherheit ist nicht die Welt, wir haben keine Angst vor dem Tod! Ist doch so, oder? Haben denn die Hirten ihr Fachgebiet vergessen? Wenn Regierungen eine Pressekonferenz halten und uns diese und jene Maßnahme mitteilen, dann mag das gut und wichtig sein! Die tun, was sie in ihren Fachgebieten (Sicherheit, Wirtschaft, Gesundheit, etc.) tun müssen. Aber gleichzeitig sollte jede Bischofskonferenz der Welt auch eine Pressekonferenz abhalten und ihre Maßnahmen präsentieren! Beispiele gefällig?

  1. Hl. Messe dreimal am Tag feiern, mit all jenen Vorgaben der Regierungen, die auch für Lebensmittelgeschäfte gelten. (Ist man denn im Supermarkt sicherer als in der Kirche?)
  2. Aufruf, den Rosenkranz verstärkt zu beten.
  3. In der Gnadenstunde (15 bis 16 Uhr) soll jeder Priester mit dem Allerheiligsten durch die Straßen der Orte und Städte gehen, um den Segen zu spenden.
  4. Mönche sollen mit dem Allerheiligsten durch die Krankenhäuser ziehen.
  5. Zur Umkehr aufrufen und über die Kraft der Beichte referieren, generell Katechese anbieten.
  6. Die Länder den heiligsten Herzen von Maria und Jesus weihen.
  7. Lobpreis und Anbetung in den Kirchen soweit wie möglich anbieten.

Die Kirche hat ein Fachgebiet, dieses soll und muss sie für die Menschen wahrnehmen! Niemand sonst kann oder darf sich um das Seelenheil der Menschen kümmern! Dort und da gibt es die Experten. Ich respektiere jeden Arzt und jeden Wissenschaftler in seinem Fachgebiet, aber dann bitte lassen wir auch den Priestern, Bischöfen und Kardinälen und vor allem unserem Papst ihre Fachgebiete: Menschen zu helfen und Seelen zu retten, wenn die Welt keine Sicherheiten mehr hat.

Impfstoff Liebe

Somit bin ich beim Impfstoff angelangt. Wenn wir als Kirche, wenn wir als Christen nun in dieser Krise einen Unterschied machen wollen, müssen wir immun sein gegen dieses Virus. Ich beziehe mich dabei in erster Linie auf die Angst, die von diesem Virus ausgeht! Wussten Sie, dass es Versuche in Konzentrationslagern gab, die genau das erforschen sollten? Die Nazis teilten die Insassen eines KZs in drei Gruppen ein: A, B und C. Der Gruppe A injizierte man ein Virus und sagte es ihr auch. Der Gruppe B injizierte man ebenfalls ein Virus und sagte es ihr nicht. Der Gruppe C verabreichte man eine harmlose Substanz und sagte NUR, sie hätte das Virus. Wissen Sie, in welcher Gruppe die meisten Toten zu beklagen war? In der Gruppe C! Davor waren nämlich die Männer und Frauen aufgrund eines psychologischen Tests in diese drei Gruppen eingeteilt worden, die Gruppe C war laut Protokoll die „instabile Gruppe“ gewesen. Verstehen Sie, was ich meine? Die Angst kann uns Menschen unglaublich beeinflussen. Darum möchte ich eben auf den Impfstoff dagegen verweisen! Wir wissen, dass Angst niemals vom Vater kommt, sondern nur von einem Typen – und der ist Profi darin, uns mit dieser Angst zu knechten!

Doch wenn wir uns mit der Liebe JESU impfen lassen, uns impfen lassen durch seine Kraft der Auferstehung und impfen lassen durch die Kraft des Heiligen Geistes, ja dann werden wir frei und können in diesen dunklen Tagen als leuchtende Christen den so wichtigen Unterschied machen!

Dann können wir mutig Menschen zu Hilfe eilen, dann können wir die heilige Messe feiern, dann können wir einem ganzen Land wieder Orientierung und Halt geben!

Mir kommt leider gerade vor, als wäre überall nur das Gegenteil der Fall! Mutlosigkeit und das Abfinden damit, dass Regierungen bestimmen, was man tun darf und was nicht.

Ja, man kann sich als Kirche daranhalten, aber wo sind Kreativität und die Freude geblieben? Wieso geht man sogar weiter als es die Maßnahmen von Regierungen vorschreiben? Das verstehen gerade sehr viele Menschen nicht, die mir per E-Mail und über soziale Medien ihre Sorgen schreiben.

So möchte ich – wie Jesus im Evangelium vom vergangenen 5. Fastensonntag – allen Priestern, Bischöfen und Kardinälen der Welt zurufen: „Lazarus – komm heraus!“ (Joh 11, 1-45)

Glauben wir wieder an die Kraft der Auferstehung! ER ist es, der die Menschen heilt und auferweckt – Jesus, der Sohn Gottes! Wovor fürchten wir uns? Vor der Welt? Vor der Politik? Vor einem Virus?
Es steht nun das größte aller Feste bevor – Ostern, die Auferstehung Jesu und somit der Sieg über Leid und Tod! Der Tod hat keinen Stachel mehr – oh ja, das wurde meine Realität und ich werde die immer in meinem Herzen bewahren!

Sollten heuer, in dieser hochheiligen Nacht – wie wir seit Jahrtausenden beten und ausrufen – die Kirchen verschlossen sein, dann ist das eine Schande! Ich kann es leider nicht anders sagen. Eine Schande besonders für alle Heiligen bzw. Märtyrer, die mit ihrem Blut den Glauben an Christus bezeugt haben!

DARUM – bitte – lassen wir uns impfen mit der Liebe und Kraft des dreifaltigen Gottes:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gelobt seien JESUS CHRISTUS und MARIA!

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