Wer weltoffen ist, ist nicht ganz dicht

Wer weltoffen ist, ist nicht ganz dicht

„Weltoffen“ ist das Modewort. Wer kann schon gegen weltoffen, tolerant und Vielfalt sein? Für alle und für nichts. Die perfekte namenlose Influence, eine Win-win-Si­tu­a­ti­on, die niemandem weh tut und für niemanden leidet. Weltoffen ist Instagram, TikTok und Facebook, der unsichtbare Hashtag, das Amalgam der Millennials.

Wer sich selbst so labelt, labelt sich ins Nichts. Der moderne Weltoffene flieht vor einer Position um Ruhe zu haben – für das nächste Upgrade oder den nötigen Einkauf. Es ist eine Lifestyle, ein Glaube, eine Religion. Der Tag beginnt beim Bio-Frühstück und endet mit Instagram-Stories.

Was sind die Werte des „Weltoffenen“? Kleingeistige deutsche Spießigkeit. So wie die Rolling Stones die Band für Oberstudienräte ist, so ist „weltoffen“ die Pseudo-Coolness für grüne Gentrifizierung. Die „Weltoffenen“ leben in homogenen Biotopen für Besserverdiener und träumen von einer besseren Welt für Flüchtlinge, Arme und Obdachlose, die überall leben sollen, solange sie keine Nachbaren sind.

Weltoffene reisen wie weiße Kolonialherren um die Welt und fotografieren sich mit den armen Indigenen, für die ihr Herz brennt. Darum machen sie mit ihnen ein Selfie. So leicht rettet man die Welt.

Wer für nichts steht, fällt für alles. Deshalb kann „weltoffen“ nur als Gewissensablass leben, für den niemand etwas zahlen will.

Offen für die Welt im guten Sinne kann nur sein, wer ein Standing hat, das mehr ist als Milieu. Dafür steht das Christentum. Es fällt mit Christus und steht deshalb fest in der Welt.

Der Katholik hat einen Glauben für den Inka in Peru, den Japaner in Nagasaki und den Aborigine in Australien. Seine Botschaft rettet die ganze Welt, weil sie mehr verspricht als die Welt: ewiges Leben.

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