Eintreten statt austreten: Warum wir alle die katholische Kirche brauchen

Eintreten statt austreten: Warum wir alle die katholische Kirche brauchen

„Ich kann auch so an Gott glauben“, „Ich brauche keine Kirche“, „Die Kirche hat soviel Dreck am stecken: Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Missbrauch“, „Die Kirche ist doch von gestern“ … Das sind nur einige der vielen Ausreden, die man heute hört, wenn es um die katholische Kirche geht. Was man dabei auch raushört ist ein Unwissen darüber, was die katholische Kirche ist. Wenn man die Kirche nicht versteht, kann man aus ihr austreten und sie beschimpfen. Wenn man aber weiß, was die Kirche ist, kann man nur knien, Gott danken und sie niemals verlassen, um keinen Preis der Welt.

Um die Kirche zu verstehen muss man die gesamte Heilsgeschichte von Adam und Eva bis zur Wiederkunft Christi kennen. Als der Mensch geschaffen wurde, gab es keine Sünde und kein Leid. Er strahle die Gnade Gottes aus und lebte im Paradies. Erst durch die Sünde kamen Leid, die Mühe der Arbeit, Krankheit und Tod in die Welt. Der Mensch ist gefallen und mit ihm die gesamte Schöpfung. Im Römerbrief heißt es: „Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt“ (Röm 8, 22).

Wir sind, wie es im Salve Regina heißt, „verbannte Kinder Evas“ und warten auf unsere Erlösung, auf die Wiederherstellung der Gnade, ohne die wir verloren sind. In den Visionen der seligen Anna Katharina Emmerick findet sich die Lehre der Kirche bildlich und anschaulich. Dort heißt es: „Ich sah die neun Chöre der Engel und wie Gott ihnen verkündete, auf welche Art Er das gefallene Menschengeschlecht wieder herstellen wolle; und ich sah eine große, unbeschreibliche Freude und großen Jubel bei den Engeln darüber.“

Am Holz des Kreuzes hat Christus unsere Erlösung bewirkt und uns wieder mit Gott versöhnt. Durch die Taufe haben wir Anteil an dieser Gnade. Wir werden aus der Gottferne geholt und als Kinder Gottes neu geboren. Anna Katharina Emmerick sagt dazu: „Seit Jesu Kreuzestod sah ich im Priestertume seiner Kirche im vollen Maße und überhaupt in glaubenden Christen diese Gabe der Herstellung und Heilung; denn insofern wir in ihm leben und mit ihm gekreuzigt sind, sind die Gnadenpforten seiner heiligen Wunden in uns geöffnet.“ Weiter heißt es dort: „Zuletzt sah ich über dem leuchtenden Felsen eine große herrliche Kirche, die eine, heilige katholische und apostolische Kirche, welche das Heil aller Welt lebendig in sich trägt.“ Ein Heil, das kein Arzt geben kann und uns für immer heilen kann.

Wie also können wir diese Kirche jemals verlassen?

1 KOMMENTAR

  1. Nett, aber die Kirchgeldeinzugsgemeinschaft ist eben nicht die Kirche, sondern heute ein Zerrbild derselben und im Kampf gegen sie. Wer mit Feinden Christi kirchliche Gemeinschaft pflegt, sündigt schwer. Katholisch sein, kann man anscheinend nur noch außerhalb der Kirchensteuer. [Rant Ende]

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