„Maria 2.0“: Moderner Religionsmissbrauch

„Maria 2.0“: Moderner Religionsmissbrauch

„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit. Gute Einsicht ist sie allen, die danach handeln. Sein Lob hat Bestand für immer“ (Psalm 111, 10). Ohne Gottesfurcht gibt es keine Weisheit. Der über jeden Zweifel erhabene Dennis Prager drückt es so aus: „There is no wisdom at Columbia [University] because there is no God at Columbia … That is why … I truly believe that a 12 year old at a traditional Christian or Jewish school is wiser and more likely to be happy than a secular professor of philosophy who is 50 years old.

Was hat das mit modernem Religionsmissbrauch zu tun? Wir sind mittendrin! Denn der moderne Missbrauch der Religion wird nicht durch Gewalt und Fundamentalismus (im klassischen Sinne) bestimmt. Er ist viel unterschwelliger, unscheinbarer, versteckter und deswegen umso gefährlicher. Aber in einem ist er wie jede Auflehnung: Er kennt keine Gottesfurcht. Er ist eine Synthese aus deistischer Aufklärung, Beamtenkatholizismus und Reframing. Er benutzt ein humanistisches Wording, gegen das eigentlich kein „guter Mensch“ sein kann, ist aber in seinem Kern nichts anderes als Egoismus, nichts anderes als „non serviam“, nichts anderes als die Aktualisierung der Ursünde Adams.

Wir müssen sehr wach sein und sehr aufpassen, um das zu merken. All die Bewegungen der Gegenwart, welche die Kirche angreifen (aber sie nicht zerstören können), treten als Anwälte des Fortschritts, der Menschen und der Gerechtigkeit auf. Am bedeutendsten sind hier „Maria 2.0“ und der „synodale Weg“.

Christus gibt uns ein Mittel an die Hand, um zu unterscheiden: „An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen“ (Mt 7, 20). Was sind die Früchte von Maria 2.0 und allen Bewegungen, die im Namen der „Gerechtigkeit“, „Gleichheit“ „Lebenswirklichkeit“ … die Religion, das heißt die Kirche Christi ändern wollen? Sind die Früchte „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit“ ? (Gal 5, 22 f.)

Nein! Wir sehen Auflehnung und Verbissenheit, Angriffe gegen die Kirche, Machtansprüche und Ungehorsam gegen Gott. Religion wird missbraucht, um egoistische Ziele zu erreichen. Es geht darum, sich selbst an die Stelle Gottes zu setzen, die eigenen Bedürfnisse, Begierden und Versuchungen zum Gott zu erheben. Wir dürfen da nicht mitmachen. Diese Bewegungen sind „Werke der Finsternis, die keine Frucht bringen“ (Eph. 5, 11). Es ist wichtig sie aufzudecken. Beten wir für die verirrten Christen! Beten wir den Rosenkranz. Fasten wir und bitten wir Gott, die Herzen zu wandeln. Nicht mit Gegen-Angriffen werden wir siegen, nicht mit Argumenten. Wir siegen, wenn wir treue Zeugen seiner Liebe sind. Denn „Liebe siegt immer“ (Don Bosco).

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