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Wie man Homosexuelle und Heterosexuelle segnet und wahre Liebe gewinnt

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Wie man Homosexuelle und Heterosexuelle segnet und wahre Liebe gewinnt

Der katholische Glaube beruht auf objektiven Wahrheiten, auf Schrift und Tradition. In Fragen der Moral geht es vor allem um das Naturrecht, das aus der Vernunft folgt. Daraus folgt, wie Segnungen stattfinden können. Wer etwas anderes tut, ist Christus nicht treu. Dabei ist es ganz egal, ob jemand Theologie studiert hat, Priester oder sogar Bischof ist.

Gott ist mit dem Licht der Vernunft erkennbar (Erstes Vatikanisches Konzil). Daraus folgt, dass es eine erkennbare naturrechtliche Ordnung gibt, die die moralische Grundlage für unser gelingendes Leben vorgibt. Darüber hinaus gibt es Anordnungen Gottes in der Heiligen Schrift, denen wir gehorsam schulden. Diese sind nicht in Konflikt mit der Vernunft, sondern legen etwas offen, das sonst verborgen bleiben würde.

Grundlage für den Glauben ist nicht „wie ich mich fühle“, „wie es mir geht“, „meine Meinung“ … Grundlage ist die Wahrheit, wie sie in der Schrift und der Tradition enthalten ist und mit der Vernunft erkannt wird. Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen mit dem Auftrag zur Fortpflanzung. Das ist schon mit der Vernunft erkennbar, weil es ohne Fortpflanzung keine Zukunft gibt. Alle Ehegebote haben hierin ihren Grund.

Weil in Adam und Eva die gesamte Schöpfung gefallen ist (der Sündenfall ist ein historisches Ereignis, vgl. Pius XII., Humani generis), kamen Leid, Tod und Verderben in die Welt – nicht bloß über die Menschen, sondern über die gesamte Schöpfung (vgl. Röm 8,22-25). Diese gefallene Schöpfung spiegelt nur noch einen Schatten der ursprünglichen Herrlichkeit wider und ohne die Menschwerdung Gottes gäbe es keinen Weg für uns, jemals wieder Gott zu schauen.

Gott will uns heilen und erlösen, dazu ist er in die Welt gekommen, gekreuzigt und auferstanden. Gott ist Mensch geworden, um den Himmel für uns zu öffnen. Alles was wir tun müssen, um in den Himmel zu kommen, ist, uns taufen zu lassen, an ihn zu glauben und seine Gebote zu halten (vgl. Mk 16,16).

Wir alle, egal welche sexuelle Orientierung wir haben, welche Stärken und Schwächen, sind gefallene Menschen, arme Sünder, verwundet durch die Erbsünde. Der Wille ist geschwächt und zum Bösen geneigt (Vgl. Erbsünde, in: LThK 3, 1931). Durch die Taufe wird die Erbsünde zwar vollständig getilgt, aber die Konkupiszenz („Begierlichkeit“) bleibt zurück. Auch das Böse ist in der Welt und hat Macht über uns. Gefallene Engel (Dämonen) können uns durch unsere Leidenschaften, Begierden und Schwächen verführen.

Christus will uns von allem befreien, was Sünde ist. Sünde ist im Kern Trennung von Gott und Abhängigkeit an ungesunde Leidenschaften und Triebe. Sünde ist Knechtschaft. Es gibt keine größere Freiheit als die Freiheit von der Sünde und nichts entsprecht uns mehr, als von der Sünde frei zu sein und den Willen Gottes zu tun. Wie unser Weg zu Gott konkret vorgesehen ist, das gilt es herauszufinden, das ist das größte Abenteuer unseres Lebens.

Die Kirche kann jeden Menschen segnen, wie sie jeden taufen kann: Voraussetzung ist aber, sich unter den Willen und die Gebote Gottes zu stellen. Die Kirche kann alle Menschen segnen, die sich heiligen wollen, sie kann aber nicht segnen, wenn damit Sünden gutgeheißen werden, dabei geht es nicht nur um heterosexuell oder homosexuell. Es geht darum, dass jede Segnung, die eine Ablehnung der Wahrheit gutheißt einfach absurd und gegen Gott ist. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschen, wenn bei einer Segnung Sünden gutgeheißen werden, weil man dann segnet, was schadet. Welchen Nutzen soll es bringen, wenn man mit einer Segnung Sünden gutheißt, die in ins ewige Verderben führen können? Das wäre, als wenn ein Arzt Gift statt Medizin verabreichen würde.

Wahre Liebe heißt, das Beste für den anderen zu wollen, auch wenn es weh tut und Opfer bedeutet. Wir haben ein ewiges Schicksal, eine unsterbliche Seele. Hirten, die aus Liebe handeln, müssen das immer im Blick haben. Auch dann, ja gerade dann, wenn sie sich dadurch bei Ungläubigen unbeliebt machen. Sind sie dazu nicht bereit, verliert die Liebe. Dann sind sie keine Hirten, sondern Wölfe. Der Pfarrer von Ars konnte das alles auf einen Satz runterbrechen: Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen.“

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