Donnerstag, 26. Januar 2023

 Resl von Konnersreuth und die Handschrift Gottes 

Wenn es ein bleibendes Thema beim Wirken Gottes gibt, dann, dass es gerade die unscheinbarsten Orte und Menschen sind, die er sich erwählt und bemächtigt. Angefangen beim schmächtigen Hirtenjungen David, welcher zum König aufsteigt, über das kleine Bethlehem, in dem die Sterndeuter niemals den Christus vermutet hätten, bis hin zu den drei portugiesischen Kindern, welche 1917 auf den Feldern bei Fatima Zeugen eines der größten Mysterien der Neuzeit wurden.

Ein Federstrich dieser Handschrift Gottes lässt sich auch im Mirakel rund um das Bauerndorf Konnersreuth in der tiefsten oberpfälzischen Provinz und dessen stigmatisierter Tochter, Therese („Resl“) Neumann, finden. Einer Frau, die ländlicher gar nicht hätte sein können, in einer Gegend, die damals noch im Rang eines Armenhauses stand, umgeben von einem Menschenschlag, der zwar sehr fromm, aber gleichzeitig das maximal geerdete, stiernackige Gegenteil von leichtgläubig war.

Und trotzdem (oder gerade deswegen) scheiden sich nach fast einem Jahrhundert immer noch die Geister daran, was sich in dem beschaulichen Konnersreuth damals zugetragen hat:

Wie konnte es sein, dass sich bei der Resl immer wieder auf´s Neue die Wundmale Jesu zeigten? Der zweifelnde Biologe würde sagen: „Autosuggestion.“. Was würde es aber bedeuten, wenn es eben keine körperlich manifestierte Einbildung war?

Und wie konnte es sein, dass die Resl in Ekstase plötzlich des Aramäischen mächtig war, obwohl sie nur eine einfache Schulbildung genossen hatte? Der misstrauische Linguist würde behaupten: „Das hat sie bestimmt irgendwo aufgeschnappt!“. Aber wo?

Und weshalb hat sich die schnell vorkämpfende US-Army größte Sorgen um das Wohl einer militärisch völlig unbedeutenden, bayerischen Bauernmagd gemacht? Der kritische Historiker würde antworten: „Das war eine Sympathieoffensive, um bei der katholischen Zivilbevölkerung des Besatzungsgebiets zu punkten.“ Wirklich? Im Kanonendonner des Frühjahrs 1945? Wirklich genau also dann, als eine ohnehin äußert anti-katholische US-amerikanische Durchschnittsgesellschaft auch noch extrem deutschenfeindlich war?

Und wie konnte es sein, dass ausgerechnet der ursprünglich größte Kritiker des Konnersreuther-Phänomens nach intensiver und zuerst äußerst feindseliger Recherche zum treusten Verteidiger der Resl wurde? Die Antwort dazu gibt er (der spätere Märtyrer Fritz Gerlich) selber in seinem Buch „Therese Neumann von Konnersreuth“

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