The Cathwalk

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Kategorie: Panorama

1000plus-Kongress in Fürstenfeldbruck

Netzwerk der Nächstenliebe

Das Projekt 1000plus berät Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Beim diesjährigen Kongress steht die „Kultur des Lebens“ im Vordergrund.

Von Simon Püschel

Wie viele Köpfe braucht es, um die Welt zu verändern? Wenn man sich beim Kongress von 1000plus umhört, bekommt man den Eindruck: Vielleicht reicht es ja, wenn sich einige Hundert zusammentun. Denn so viele Menschen haben sich am vergangenen Wochenende in Fürstenfeldbruck bei München versammelt, um eines zu feiern: das Leben.

Das Podiumsgespräch
Foto: 1000plus

Seit acht Jahren geht es bei dem Projekt 1000plus um nichts anderes. Das Projekt hilft Schwangeren in Not, hat für jede Frau ein offenes Ohr – und sucht Lösungen, damit sich keine für eine Abtreibung entscheiden muss. Aber warum ist das überhaupt nötig? Warum wirkt die Abtreibung im gesellschaftlichen Diskurs manchmal wie eine plausible Antwort auf eine Schwangerschaft – obwohl sie es nie ist. Vielleicht weil es da zu viel Halb- und Unwissen gibt, weil zu viele falsche Floskeln und Begriffe herumschwirren, vom „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ bis zur “

Das zweitägige Treffen stand unter dem Motto „Kultur des Lebens“ – eine Formulierung, die Papst Johannes Paul II. mit seiner Enzyklika „Evangelium vitae“ zu einer Kernidee seines Pontifikats gemacht hat. Dass diese Gedanken vom Wert des Lebens auch heute noch aktuell sind – vielleicht aktueller denn je – zeigte sich im gesamten Lauf des Kongresses, der die Freude am Leben in ganz unterschiedlichen Formen zum Ausdruck brachte.

ideaHeute vom 30. Oktober 2017

Was die Deutschen mit dem 31. Oktober verbinden – Kardinal Koch zur #Reformation: Dank und Buße gehören zusammen – 1000plus: „Ja zum Kind“ stärken

Posted by idea on Montag, 30. Oktober 2017

Ab Min. 1:40

Am Anfang steht eine Podiumsdiskussion. Aus allen Teilen Deutschlands, auch aus Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Slowenien sind die Interessierten gekommen. Im heimeligen Säulensaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld kommen sechs Diskutanten zusammen, die aus ihrer täglichen Praxis wissen, was es heißt, für das Leben einzustehen – und die dabei ganz unterschiedliche Blickpunkte haben. Kristijan Aufiero ist der Initiator von 1000plus. Er hat das Wachstum der Organisation hautnah miterlebt, die mittlerweile Tausende Frauen im Jahr berät. Doch wie würde das gehen ohne die Unterstützer des Projekts, die den Großteil des Publikums ausmachen – oder sogar auf dem Podium sitzen. Denn mit Thomas Maria Renz, Weihbischof im Bistum Rottenburg-Stuttgart, ist ein Kirchenvertreter nach Fürstenfeldbruck gekommen, der die Arbeit von 1000plus seit Jahren mit Herzblut unterstützt. Er stellt die Aktualität der Thesen von „Evangelium Vitae“ heraus – und zeigt sich gleichzeitig nachdenklich darüber, warum sie dennoch nicht in der nötigen Breite rezipiert werden. Auch aus eigener Erfahrung weiß Renz: Das Thema „Wert des Lebens“ ist kein einfaches, keines mit dem sich sofort Zustimmung generieren lässt: ein Thema, bei dem oft Vorurteil über Wissen siegt – und das gerade deswegen immer wieder aufs Tapet gebracht werden muss. Aber ein Problem gebe es, sagt Renz, wenn Bischöfe über das Thema Abtreibung sprechen: Als Männer würde man ihnen oft nicht zutrauen, die Sache ganz aus eigener Perspektive verstehen zu können. Was es deswegen bräuchte, seien Frauen, die mit ihrer Meinung für den Wert des Lebens bürgen würden.

Weihbischof Thomas Maria Renz | Foto: 1000plus

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Rede vor Ex-Gang-Mitgliedern

Jim Carrey: „Leiden führt zur Erlösung“

"Glaube und Vergebung" – Was das wirklich bedeutet, jenseits billigen Geschwafels: Ausgerechnet Jim Carrey hat das auf den Punkt gebracht wie wenige.

Von Anian Christoph Wimmer, CNA Deutsch

Wer hört, wie der Komiker („Ace Ventura“) und Schauspieler („Truman Show“) vor tätowierten Ex-Gangstern und Knackis spricht, weiß, worum es geht. Wie wir mit Leid umgehen, und vor welche Entscheidung uns das Leiden stellt.

Jim Carrey spricht vor ehemaligen Gang-Mitgliedern über christliche Gnade
Foto: Foto: Homeboy Industries / YouTube (Screenshot)

Das Leiden ist nicht nur die erste „edle Wahrheit“ unseres Daseins, wie es Gautama Buddha lehrte. Sie ist auch eine Herausforderung für Christen – und ein Schlüssel zum Verständnis der Erlösung, und welche Rolle wir spielen müssen, erklärt Carrey:

Wir müssen irgendwie akzeptieren, nicht leugnen, sondern unser Leid und unsere Verluste spüren. Und dann müssen wir eine von zwei Entscheidungen treffen: Entweder entscheiden wir uns, durch das Tor der Verbitterung zu gehen, das zur Vergeltung führt, das zur Selbst-Verletzung führt, das dazu führt, dass wir anderen Leid antun. Oder wir gehen durch das Tor der Vergebung, das zur Gnade führt.

Der 55 Jahre alte Schauspieler spricht aus eigener Erfahrung, kämpft mit Depression und bipolarer Störung.

Gesprochen hat Carrey bei einem Treffen für ehemalige Kriminelle , veranstaltet von den „Homeboy Industries“ in Los Angeles.  Seine Ansprache wurde auch in „The Blaze“ und bei „Aleteia“ thematisiert.

Nach eigenen Angaben betreut die Gruppe jedes Jahr über 10.000 ehemalige Gang-Mitglieder und Gefängnisinsassen. Gegründet hat „Homeboy Industries“ der Jesuitenpater Gregory Boyle – der als „Father Greg“ die Ausbildung und Arbeitsvermittlung leitet, mit der ehemalige Gangster die Chance auf eine neues Leben bekommen.

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Panorama

Die rasende Nonne vom Jakobsweg

Dieses Video einer Nonne wird gerade quer durch die sozialen Netze geteilt. Es zeigt eine Ordensfrau, die mit hoher Geschwindigkeit im Ordensgewand eine Landstraße entlang prescht.

Ist sie zu spät zur Messe? Verfolgt sie der Leibhaftige? Es handelt sich um eine polnische Nonne, die auf dem Jakobsweg unterwegs ist und den Fahrern der Tour de France Konkurrenz machen kann. Noch dazu sieht so ein wehender Ordensschleier enorm lässig aus. Bei dem Tempo ist die sportliche Dame wohl sehr schnell in Santiago de Compostela angelangt.



Die „Sor Bicicleta“, also zu deutsch die Fahrradschwester, war auf nahezu allen spanischen Medien zu finden und ist ein viraler Erfolg geworden: Mittlerweile haben es hunderttausende Zuschauer verschiedener Youtube-Kanäle angeschaut und bei Facebook und Twitter geteilt. Kommentatoren verglichen den Fahrstil der Ordensfrau in Habit und Sandalen mit dem von Chris Froome, dem Sieger der diesjährigen Tour de France. Viele spekulierten außerdem über den Grund der rasanten Fahrt. Laut der spanischen Nachrichtenseite „Correo Gallego“ war sie aber gemeinsam mit einer Begleiterin einfach nur als Pilgerin auf dem Jakobsweg unterwegs.

Eines ist sicher: Die Nonne hat gute PR für ein Leben als Ordensfrau gemacht. Ob die Zahl der Postulanten nun auch zugenommen hat ist jedoch noch nicht abzuschätzen.

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