The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Church & Celebrities (Seite 1 von 17)

Netzkultur

Katholizismus erklärt im Podcast

Der Podcaster und freie Journalist Wilhelm Ahrendt hat im Podcast 1337 Kultur den katholischen Glauben, sowie Teile der katholischen Kultur erklärt. Der Podcast, in dem er auftrat ist eher in der linken Netzkultur zu verorten. Der Katholizismus findet dort überraschend viel Platz.

Wilhelm Ahrendt wurde vom Macher des Podcasts 1337 Kultur, welcher vom Linguisten Martin Hase (aka Maha) betrieben wird, eingeladen mit ihm einen Podcast zum Thema des Katholisch-Seiens zu machen. Wilhelm Ahrendt, als Katholik sagte sofort zu und spracht über vier Stunden lang mit Maha über seine; über unsere Konfession.

Das Gespräch ist von viel Offenheit und Sympathie, von Seiten Maha geprägt, aber auch von bestimmter, jedoch höflicher Betonung des einzig wahren katholischen Glaubens geprägt.

Wilhelm Ahrendt macht unter anderem den Podcast Gott bewahre! und ist seit Kurzem auch im festen Team von The Cathwalk dabei. Er bezeichnet sich als katholischen Fanboy und ist auch Ministrant in Berlin – St. Mauritius.

Die Episode des Podcasts ist unten hörbar und abrufbar, Kommentare sind auf der Seite von 1337@Kultur zu posten, denn dort findet die Diskussion statt.

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Buchkritik

Geballter Glaube und bröckelnder Unglaube

Ein Glaube, den wir selbst festlegen können, ist überhaupt kein Glaube. Und keine Minderheit hat einen Grund, sich durch eine Mehrheit Glauben vorschreiben zu lassen. Der Glaube und seine Praxis kommen entweder vom Herrn her durch die Kirche und ihre sakramentalen Dienste zu uns, oder es gibt ihn gar nicht.“ (Papst Benedikt XVI.)

Über „300 Jahre gläubige & ungläubige Theologie“ von Georg May

Eine Buchrezension von Hannes Kirmse

Die Theologie – ein „vorpolitischer Raum“ der Kirche?

Theologie ist, wenn man diese Parallele ziehen will, sozusagen der „vorpolitische Raum“ der Kirche. Wie Ideen und Weltbilder ihre entsprechenden Vordenker haben, so ist auch das, was von der Kirche gesprochen und gepredigt wird, einmal bewußt ersonnen worden. Es treten zahlreiche Akteure auf, die um die rechte Lehre und die korrekte Wiedergabe der Frohen Botschaft bemüht sind, die aber in immer größer werdender Zahl auf jene treffen, die sich zu mehr oder minder offenen Feinden der Kirche, ihrer Tradition und ihres verbindlichen Lehramts erklärt haben. Es finden teils heftige Auseinandersetzungen statt, die man allein durch die Verwendung von Begriffen wie Keuschheit oder Sünde entfachen kann. Die angeleitete Herausbildung des Glaubens in jedem konkreten einzelnen Getauften wird zusehends schwieriger. Jeder will auf seine Weise mitreden. Laien wollen den Priestern vorschreiben, was und in welcher Weise sie etwas zu sagen haben. Nun finden sich hier eben keine Politiker mit Unternehmensvertretern in den Lobbys in informellen Runden zusammen. Hart auf hart geht es zu in den theologischen Seminaren und Fachkreisen. Nicht nur die Ausdifferenzierung des Wissenschaftsbetriebes hat dazu geführt, daß die Gräben ihre Vertiefung fanden und dies geht über die klassische Gegenüberstellung von Protestantismus und Katholizismus mittlerweile weit hinaus.

Karl Rahner und Uta Ranke-Heinemann

Da ist etwa eine Uta Ranke-Heinemann, die als bis in die 1970er Jahre hinein als katholische Theologin beständig gegen das Papstamt und die kirchliche Sexualmoral gewettert hat. Sie ließ es gipfeln in ihrer Publikation „Eunuchen für das Himmelreich – katholische Kirche und Sexualität“, die mehr Fragen aufwirft als tatsächlich beantwortet. Da ist aber auch ein Karl Rahner, der die theologische Angleichung an den Marxismus suchte. Über den Zerwürfnissen sieht man sich gerade als Laie der Problemstellung ausgesetzt, daß man das dezidiert Katholische nicht mehr auf den ersten Blick für sich und seinen Erkenntnishorizont ausmachen kann. Was ist überhaupt eine katholische Denkart, was eine genuin protestantische? Darf und kann man die Geister scheiden? Im inner- und außerkirchlichen Konsens haben sich Verwirrung und Gleichgültigkeit breitgemacht, die durch die Progressisten noch befeuert wird. Wenn man sich mit heutigen Theologiestudenten unterhält, erfährt man recht schnell, daß sehr viel von der Welt und ihren Anliegen geredet, aber verhältnismäßig wenig von dem Glauben und seinen Inhalten gesprochen wird. „Die Kirche mag ja gut und schön sein, aber Jesus Christus war schlußendlich für alle gleichermaßen da.“ – So mag die Grundeinstellung vielerorts sein. Doch ist die Lage deshalb hoffnungslos? Stehen die Verteidiger der Kirche und ihres Lehramts nicht schon längt auf gänzlich verlorenen Posten?

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Priesterbruderschaft St. Petrus

Über die Entfaltung

Die Priesterweihe ist ein Akt der Entfaltung aus der Mitte der Menschen heraus – eine Entfaltung des Menschen, der dem göttlichen Ruf nachgekommen ist. Die Riten der Priesterweihe sind überwältigend, sie lassen den Menschen in direkte Berührung mit dem Äußersten, Gott und dem Glauben, kommen.

Eine Betrachtung zur Priesterweihe von Hannes Kirmse

„Oh, wie groß ist der Priester! … Wenn er sich selbst verstünde, würde er sterben … Gott gehorcht ihm: Er spricht zwei Sätze aus, und auf sein Wort hin steigt der Herr vom Himmel herab und schließt sich in eine kleine Hostie ein…“

Weiter heißt es:

„Ohne das Sakrament der Weihe hätten wir den Herrn nicht. Wer hat ihn da in den Tabernakel gesetzt? Der Priester. Wer hat Eure Seele beim ersten Eintritt in das Leben aufgenommen? Der Priester. Wer nährt sie, um ihr die Kraft zu geben, ihre Pilgerschaft zu vollenden? Der Priester. Wer wird sie darauf vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, indem er sie zum letzten Mal im Blut Jesu Christi wäscht? Der Priester, immer der Priester. Und wenn diese Seele (durch die Sünde) stirbt, wer wird sie auferwecken, wer wird ihr die Ruhe und den Frieden geben? Wieder der Priester … Nach Gott ist der Priester alles! … Erst im Himmel wird er sich selbst recht verstehen.“

(Heiliger Pfarrer von Ars, 1786 – 1859)

Wir leben in einer Zeit, in der die von Heraklit geprägte Sentenz „panta rhei“ („Alles fließt“) häufig vollkommen mißverstanden und bewußt fehlgedeutet wird. Es wird in Kauf genommen, daß Begriffe in tiefe Strudel geraten, übermäßig ausgedehnt werden und im Fließen des Zeitgeistes sich in ihr Gegenteil verkehren – die Ehe, das Leben, das Glück und viele weitere Begriffe, die nicht mehr greifbar werden. Wenn ohnehin alles fließt, braucht man auch nichts mehr, das Verlässlichkeit und Verbindlichkeit bedeuten könnte. Form findet sich nur noch in der Reform und der Glaube kann nunmehr ausschließlich als Impetus, als bloßes Behelfsmittel für Bewegung verstanden werden. – Was hier skizziert wurde, ist ein Zerfließen, das seinen Ursprung nicht mehr kennt. Das regellose Fließen kann auf Dauer keinen Bestand haben. Wer versucht, sein Leben zu gestalten, ohne seine eigenen Grenzen zu kennen und ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben, mag zwar hoffen, daß sich der Sinn für ihn aus dem unmittelbaren Lebensfluß ergibt, aber er wird enttäuscht werden, wenn eines Tages in ihm die Sehnsucht nach Höherem, nach ewig gültigen Wertekonstanten aufkommt. Das Ablegen von Prinzipien bedeutet die Hingabe an die Sinnlosigkeit. Ein Fluß kann nicht fließen, wenn er keine ihn begrenzenden Ufer vorzuweisen hat. Er wäre damit wesensmäßig überhaupt kein Fluß. Menschliches Leben bedarf der Prinzipien, etwas Äußersten und des Ursprungs. In spiritueller Hinsicht sind diese beiden Ufer, diese beiden Prinzipien, Gott und der Glaube. Der Mensch wird von ihnen eingehegt, damit sein Streben nicht in eine Leere läuft. Er kann zielgerichtet leben und sein Leben als ein Gebet verstehen, das wie Weihrauch zum Himmel aufsteigt. Er kann Gott in sich wirken lassen wie die der Leib Christi, der durch die Kommunion in ihn vordringt. Der Mensch wird ganz zur Entfaltung gebracht innerhalb von Gott und dem Glauben. Heraklits panta rhei wird zu einem Fließen zu Gott hin.

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Fragebogens zur Bischofssynode 2018

Jetzt sind auch die Cathwalker & Cathwalk-Leser gefragt!

Ab sofort ist die offizielle deutschsprachige Fassung des Fragebogens zur Bischofssynode 2018 online. Er wendet sich an alle jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren. Bis zum 30. November 2017 können sich Jugendliche an der Umfrage des Vatikans unter youth.synod2018.va beteiligen.

Bild: http://youth.synod2018.va

Die Bischofssynode 2018 steht unter dem Leitthema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“. Zur Vorbereitung lädt der Vatikan mit einer weltweiten Umfrage unter jungen Menschen ein. Sie haben so die Möglichkeit von ihren Lebensrealitäten und Erfahrungen mit Kirche und Glauben zu berichten.

Die deutschsprachige Fassung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Aktion „Nightfever“ erstellt, um insbesondere eine jugendgerechte Sprache zu ermöglichen.

Der Fragebogen ist so konzipiert, dass man jede Frage beantworten muss, um zur nächsten Frage zu gelangen. Die Antworten werden vom Vatikan ausgewertet und finden Eingang in die Synodenvorbereitung.

Hier geht’s zum Fragebogen

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Bericht & Video

Das ist die Hymne des Weltjugendtags in Panama

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Helmut Kohl

Feierlicher Abschied vor den Augen der Welt

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann: „Das befruchtende Zueinander des Politikers und des gläubigen Christen hat Helmut Kohl zu einem herausragenden Staatsmann gemacht“

© Bistum Speyer / Fotograf: Klaus Landry

Mit einem feierlichen Requiem im Speyerer Dom haben Angehörige, Freunde, Politiker, Weggefährten und Öffentlichkeit Abschied von Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl genommen. „Die große Zahl hochrangiger Gäste aus aller Welt, die zum europäischen Trauerakt nach Straßburg und nun zum Requiem gekommen sind, zeigt die herausragende Bedeutung seiner Verdienste um Deutschland und Europa, ja um Versöhnung und Frieden in der Welt an. Wir nehmen Abschied von einem wahrhaft großen Staatsmann, der seine pfälzische Heimat und sein deutsches Vaterland liebte und aus einem weiten, universalen Horizont heraus lebte und handelte“, würdigte der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die politische Lebensleistung Helmut Kohls. Er feierte das Requiem gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in Deutschland Erzbischof Nikola Eteroviæ, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, Friedrich Kardinal Wetter (Bischof von Speyer von 1968 bis 1982), Bischof em. Dr. Anton Schlembach (Bischof von Speyer von 1983 bis 2007) und Weihbischof Otto Georgens.

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Jugend für das Leben

„Woche für das Leben“ in Österreich: Ruf nach Modernisierung der Fristenregelung wird lauter

Österreichs Bischöfe: Mehr Unterstützung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt, Abschaffung eugenischer Indikation und Verbesserung der Fristenregelung

Im Juni fanden die „Wochen für das Leben“ in den Diözesen Österreichs statt. Bischof Krautwaschl (Graz), Bischof Scheuer (Linz) sowie Weihbischof Turnovszky (Wien) prangern die derzeitige Abtreibungssituation an und wollen mehr Hilfen für Frauen in Not. Turnovszky fordert von der Politik die Abschaffung der eugenischen Indikation und eine Bedenkzeit vor der Abtreibung.

Abschaffung der eugenischen Indikation: Sie ist „die Spitze der Grausamkeit“

„Ohne jegliche Art von Abtreibung zu relativieren, ist die eugenische Indikation die Spitze der Grausamkeit, denn sie ist eine zusätzliche massive Diskriminierung von behinderten Menschen.“, so Weihbischof Turnovszky in seiner Predigt bei der von Jugend für das Leben initiierten Pöstlingberg-Wallfahrt. Die eugenische Indikation müsse abgeschafft werden. Beim Festgottesdienst „Leben in Vielfalt“ im Linzer Dom betonte Bischof Scheuer: „In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskussion fällt eine große Diskrepanz zwischen der Inklusion von behinderten Kindern nach der Geburt und der Selektion der als behindert diagnostizierten Kindern vor der Geburt auf“. §97 StGB stellt die Abtreibung behinderter Kinder bis zur Geburt straffrei.

Verbindliche Bedenkzeit vor Schwangerschaftsabbruch und mehr Information über Hilfen für Schwangere

Zudem fordert Weihbischof Turnovszky in seiner Predigt eine verbindliche Bedenkzeit vor dem Abtreibungstermin. „Es ist ein Skandal, dass man Frauen im Schwangerschaftskonflikt einfach überfährt und ihnen nicht die Möglichste einräumt, durchzuatmen und sich dessen bewusst zu werden, was zur Entscheidung steht.“, so der Weihbischof. Bischof Krautwaschl aus Graz betont, dass die Tabuisierung der Abtreibung gebrochen werden müsse, damit Frauen in Not geholfen werden kann und Betroffene Heilung und Vergebung erfahren. Anstatt Abtreibung mit öffentlichen Geldern mitzufinanzieren, sollen alle Mittel für die Schaffung von Alternativen aufgebracht werden.

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