The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Mode & Lifestyle (Seite 1 von 45)

Österreich

Sebastian Kurz: Ein Polit-Jungstar als Kanzlerkandidat

Mit erst 30 Jahren ist Sebastian Kurz zum Chef der Österreichischen Volkspartei gekürt worden. Der Politiker ist ein Ausnahmetalent – und steht dem christlichen Glauben nicht fern. Ein Porträt von Raffael Reithofer

Sebastian Kurz ist Hoffnungsträger der Österreichischen Konservativen. 2016 sprach er in Wien beim „Jesus-Marsch“. (Archivbild)
Foto: Raffael Reithofer

Am Anfang der politischen Karriere von Sebastian Kurz stand eine gefloppte Kampagne. Im Wiener Wahlkampf der Jungen rief der damals 24-Jährige 2010 als Kandidat der Jungen Volkspartei (JVP) den Slogan „Schwarz macht geil“ und fuhr mit einem als „Geil-o-Mobil“ bezeichneten Hummer durch die Stadt. Zwar bescherte diese Kampagne der JVP die erhoffte mediale Aufmerksamkeit, allerdings fuhr die christdemokratische Mutterpartei ÖVP (Österreichische Volkspartei) damals eine historische Niederlage im traditionell sozialdemokratischen Wien ein.

Seine Jugendsünden hat Sebastian Kurz schnell hinter sich gelassen. Noch vor seinem 25. Geburtstag hat der damalige Parteichef Michael Spindelegger Kurz überraschenderweise zum Staatssekretär für Integration – einem neu geschaffenen Amt – ernannt. Beobachter belächelten ihn damals, die auflagenstarke Kronen-Zeitung witterte in seiner Ernennung gar einen PR-Gag.

Doch in seinen beiden Jahren als Integrationsstaatsekretär leistete Kurz einen Beitrag zu einer sachlicheren Integrationsdebatte, stellte zusätzliche Staatsgelder für Deutschkurse bereit, erleichterte die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und forcierte die Einrichtung eines Studiums der Islamischen Theologie in Wien – um „einen Islam europäischer Prägung zu vermitteln“, wie es deren Vizerektor Heinz Faßmann formulierte.

Der Polit-Jungstar wird zum Chefdiplomaten

Internationales Aufsehen erregte Kurz, nachdem ihn die ÖVP nach den Parlamentswahlen 2013 zum Außenminister ernannt hat – im Alter von 27 Jahren. Auch auf dem rutschigen Parkett der internationalen Diplomatie erwarb sich der umtriebige Polit-Jungstar schnell den Respekt seiner Kollegen und erlangte durch sein junges Alter internationales Aufsehen. Ein politischer Coup von ihm war es 2016, gemeinsam mit den betroffenen südosteuropäischen Ländern die Flüchtlingsroute über den Balkan zu schließen – gegen den Willen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Grundsätzlich hat sich Kurz seit dem Ausbruch der Flüchtlingskrise immer stärker für eine harte Flüchtlingspolitik ausgesprochen. Im Interview mit der Zeitung Die Welt sagte er den vielzitierten Satz: „Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen.“ Kurz‘ Vorschlag, Flüchtlinge analog zur Politik Australiens auf Inseln zu internieren, hielt sogar der rechtspopulistische Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer für „überzogen“.

Kurz bekennt sich als Christ und hat in seinem Amt als Außenminister mehr als einmal die weltweite Christenverfolgung verurteilt. 2016 nahm er beim österreichischen „Marsch für Jesus“ in Wien teil und dankte den christlichen Kirchen in einer Rede für ihr gesellschaftliches Engagement. Über seinen privaten Glauben ist wenig bekannt – Kurz versucht bewusst, sein Privatleben vom Licht der Öffentlichkeit fernzuhalten.

Twitter-Screenshot: Sebastian Kurz

Mit lockeren Umgangsformen zum Erfolg

Der Nachwuchspolitiker Dominik Kutschera hat Kurz als Praktikant im Wiener Außenministerium bei mehreren Terminen begleitet und ihn dabei als begnadeten Zuhörer wahrgenommen. Gerade mit jüngeren Menschen pflege Kurz einen fast schon kumpelhaften Umgang und biete ihnen gleich das „Du“ an, wie Kutschera im Gespräch mit pro erzählt. Dennoch schaffe er es, den nötigen Abstand zu bewahren. Auffallend ist, dass Kurz meist auf das Tragen einer Krawatte verzichtet. Mit seiner jovialen Art kommt er bei den Österreichern jedenfalls gut an. Seit Monaten liegt er in einem österreichweit erhobenen Politiker-Vertrauensindex vor allen anderen Kollegen.

Die christdemokratische ÖVP gilt als gespaltene Partei mit einer komplizierten Struktur, die zu raschen Obmannwechseln führt. Bereits nach dem Rücktritt von Michael Spindelegger vor drei Jahren war Kurz für dessen Nachfolge im Gespräch. Nachdem auch Spindeleggers Nachfolger Reinhold Mitterlehner vergangene Woche spontan seinen Rücktritt erklärt hat, galt Kurz mit seinen mittlerweile 30 Jahren als dessen logischer Nachfolger.

Kurz‘ letzter Coup: Als Bedingung für seine Obmannschaft forderte er weitreichende Freiheiten für sich selbst und damit einen Machtverzicht für die bisherige Führungsstruktur. Mit diesen Forderungen ist er am vergangenen Freitag in die Öffentlichkeit gegangen. Mangels Alternative zu Kurz haben sich die führenden Köpfe der österreichischen Christdemokraten auf einen weitgehenden Umbau ihrer Partei eingelassen. Dieser geht sogar so weit, dass die traditionsreiche ÖVP bei der vorgezogenen Parlamentswahl im kommenden Herbst nicht mehr selbst antreten, sondern eine neu zu gründende Wahlliste unterstützen wird. Diese nennt sich: „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“. (pro)

Quelle: rr, Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de 

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

RE:PUBLICA

Kirche soll digitaler werden

Erstmals haben sich auf der Internetkonferenz Re:publica offiziell christliche Netzaktivisten getroffen, um über Chancen und Herausforderungen einer Kirche im Web zu sprechen. Die Protestanten beriefen sich auf Luther, die Katholiken auf ihre Soziallehre.

Liebe ist das Thema der diesjährigen Re:publica. Da wollen auch die Kirchen nicht fehlen.
Foto: republica/Jan Michalko | CC BY-SA 2.0

Ein rosa-orange-gelber Farbverlauf ziert die Plakate der diesjährigen Re:publica. Die Station Berlin, seit Jahren Veranstaltungsort der wichtigsten Netzkonferenz in Deutschland mit tausenden Teilnehmern, ist übersät mit Herzchen – aus Holz, in pink, als Aufkleber. Auf dem Ausstellungsgelände findet sich ein nachgebauter Donald Trump. Wer möchte, kann neben ihm auf einem Sofa Platz nehmen und ihn umarmen. „Hugs not Hate“ – Umarmungen statt Hass – steht als Hashtag daneben.

Das mag auf den ersten Blick nicht so recht zu einer Veranstaltung passen, die Jahr für Jahr durch harte Netzpolitikforderungen von sich reden macht. In diesem Jahr aber steht alles im Zeichen der Nächstenliebe. „Love out loud“ ist das Motto der Blogger, Twitterer und Facebooker: Liebt, was das Zeug hält. Bei der Auftaktveranstaltung warben die Organisatoren für Zivilcourage im Netz und machten sich gegen Hasskommentare stark.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 6 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Lebensschutz-Initiative

1000plus: Zahl der Beratungen hat sich mehr als verdoppelt

Heidelberg (idea) – Die überkonfessionelle Lebensschutz-Initiative „1000plus“ erlebt seit Jahresbeginn einen „noch nie dagewesenen, dramatischen Anstieg an Beratungsanfragen von Frauen im Schwangerschaftskonflikt“. Das teilte der Vorstandsvorsitzende, Kristijan Aufiero (Heidelberg), in einem elektronischen Brief an die Unterstützer der Bewegung mit. Derzeit wendeten sich über 500 ratsuchende Frauen pro Monat an die Berater. Vor einem Jahr seien es nur halb so viele gewesen. Während man im ersten Quartal 2016 705 Frauen beraten habe, seien es in diesem Jahr 1.480 gewesen, was einem Plus von 110 Prozent entspreche. Wie die Pressesprecherin der Initiative, Paula von Ketteler (München), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erläuterte, hat die verstärkte Nachfrage ihren Grund darin, dass die Beratungsangebote von „1000plus“ nun schneller und besser in Internetsuchmaschinen wie „Google“ gefunden würden. Im gleichen Zeitraum habe man die Zahl der Beraterinnen jedoch nur von 17 auf 22 erhöht. Die Initiative prüfe nun, ob es ihr gelinge, das Spendenaufkommen zur Anstellung weiterer Beraterinnen deutlich zu erhöhen, oder aber – wie bereits im Mai 2016 geschehen – ihre Internetberatungsanzeigen einzustellen. Nach von Kettelers Worten ist der Grund für eine Abtreibung in den seltensten Fällen fehlendes Geld:

„Die Frauen brauchen jemanden, der ihnen zuhört und ihnen Zeit schenkt.“ | Bild: shutterstock_349497440

Papst Franziskus: „Was für eine wundervolle Arbeit“

Die Aktion „1000plus“ hat von 2009 bis heute nach eigenen Angaben über 14.000 Frauen beraten. Allein 2016 waren es 3.628. 85 Prozent von ihnen standen vor der Frage „Abtreibung ja oder nein“. 65 Prozent aller Frauen, die sich zurückmeldeten, entschieden sich für ein Leben mit ihrem Baby, 35 Prozent für eine Abtreibung. Als häufigsten Grund für einen Schwangerschaftskonflikt gaben die Frauen Probleme in der Partnerschaft (38 Prozent) und biografische Motive (28 Prozent) an. Nur ein Prozent aller Frauen fragten nach einem Beratungsschein, der vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Bei einer Privataudienz lobte Papst Franziskus im Juni 2016 die Mitarbeiter von „1000plus“: „Was für eine wundervolle Arbeit!“ Träger ist die Beratungs- und Hilfsorganisation „Pro Femina“ in Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Birke“ und der Stiftung „Ja zum Leben“ (alle Heidelberg). „1000plus“ hat sich zum Ziel gesetzt, jährlich 1.000 und mehr Frauen im Schwangerschaftskonflikt beizustehen und so 1.000 und mehr Kindern das Leben zu retten.

Bei einer Privataudienz lobte Papst Franziskus im Juni 2016 die Mitarbeiter von „1000plus“: „Was für eine wundervolle Arbeit!“ | Bild: Dr. Markus Arnold (stellvertretender Vorsitzender des Vorstands von Pro Femina e.V.), Monika Aufiero (Vorstandsmitglied), Weihbischof Thomas Maria Renz (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Kristijan Aufiero (Vorsitzender des Vorstands, v.l.n.r.).

Mit freundlicher Genehmigung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, mehr unter www.idea.de

Sie wollen sich bei 1000plus engagieren? Hier geht's zur Stellenanzeige 

 

 

Dieser Artikel wurde bereits 60 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Päpstliche Schweizergarde

Papst ruft die Schweizergardisten dazu auf, mutige „Soldaten Christi“ zu sein

Audienz der Päpstlichen Schweizergarde anlässlich der Vereidigung neuer Rekruten

(Zenit.org) Wachsen als „mutige“ Soldaten Christi. Diesen Aufruf richtete Papst Franziskus am Samstag, dem 6. Mai, an die neuen Mitglieder der Schweizergarde, die er zum Anlaß ihrer Vereidigung in Audienz in der Sala Clementina empfangen hatte.

Schweizergarde, Lourdes (F) / Wikimedia Commons – Etxaburu, CC BY-SA 4.0

Im Laufe seiner Ansprache erinnerte der Papst die Anwesenden an das Opfer von 147 Schweizergardisten während des „schmerzlichen und zugleich berühmten ‚Sacco di Roma‪‪“ im Jahr 1527 und erklärte: „Heute seid ihr zwar nicht zu dieser heroischen Hingabe des körperlichen Lebens aufgerufen, aber doch zu einem nicht weniger schwierigen Opfer: nämlich der Stärke des Glaubens zu dienen.“

Der Glaube, so betonte er, „ist ein wirksamer Wall, um den verschiedenen Kräften und Mächten dieser Erde Widerstand zu leisten, vor allem dem ‚Herrscher dieser Welt’‪‪ und ‚Vater der Lüge’.‪‪“

„Ihr seid gerufen, tapfer und treu zu sein, getragen vom Glauben in Christus und von seinem Wort des Heiles“, so erklärte Franziskus, der fortfuhr: „Die Pilger und Touristen, welche die Möglichkeit haben, euch zu begegnen, sind erbaut, wenn sie an euch zusammen mit den Eigenschaften des Anstands, der Genauigkeit und der beruflichen Zuverlässigkeit auch die Großmut im christlichen Zeugnis und die Heiligkeit des Lebens entdecken. Darum sollt ihr euch als Erstes bemühen.‪‪“

„Liebe Gardisten, betrachtet euch als aktiven Teil des großen Volkes Gottes, als Jünger und Missionare, die sich als Zeugen für das Evangelium einsetzen, und zwar in dem Umfeld, in dem ihr euren Dienst tut, und an den Orten, wo ihr eure Freizeit verbringt“, so der Papst, der an dieser Stelle an die Strategie der kleinen Schritte erinnerte. „Und das soll durch kleine Gesten im Alltag geschehen, die zuweilen eintönig sind. Doch es ist wichtig, ihnen immer von neuem Bedeutung beizumessen“, so erläuterte Franziskus. (pdm)

Wir dokumentieren im Folgenden den Volltext der Papstansprache.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 8 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Europäische Union

Die EU verdankt ihr Bestehen dem Christentum

Für die Europäische Union zu werben ist „in“ und das ist auch gut so. Aber meist wird dies nur im Namen von abstrakten Schlagworten wie „Toleranz“, Vielfalt“, „Werte“ getan. Ein Blick in die Geschichte zeigt aber, dass es sehr konkret geht: Schuman, Adenauer, De Gasperi und auch Pius XII. haben sich aus christlichem Glauben für die Gründung einer europäischen Einigung eingesetzt. Es gibt keinen Zweifel: Von der Idee bis zur Verwirklichung ist die EU vom christlichen Glauben geprägt.

Kritiker von links und rechts

Als es nach dem Zweiten Weltkrieg um die Frage ging, wie es mit Europa weitergehen soll, gab es ganz verschiedene Antworten. Zwar hatte Hitler mit seiner nationalsozialistischen Ideologie Europa mit Vernichtungskriegen und Völkermord in den Abgrund gestürzt, aber dennoch gab es in allen politischen Lagern nationalistische Vorstellungen. Es schien für viele nicht denkbar, dass es über die Nation hinaus eine politische Einheit bzw. Union geben könne.

Durchgesetzt hat sich jedoch eine Idee, die es bisher nicht gab, die Idee eines langfristigen Projekts, das Einheit in Vielfalt ermöglicht, in dem souveräne Staaten nicht gegeneinander, sondern Miteinander und füreinander gemeinsam Europa sind.

Im Rahmen des offiziellen Frankreichbesuchs des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer nehmen der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und sein Gast am 8. Juli 1962 in der Kathedrale von Reims an einer feierlichen Friedensmesse teil, die vom Erzbischof von Reims, Monseigneur Marty, zelebriert wird. Die beiden Staatschefs setzen sich aktiv für die Aussöhnung und die Annäherung zwischen ihren beiden Ländern ein.- Bildbestand. Bundesarchiv Koblenz. Signature: B 145 Bild-F013405-0022. Copyright: (c) Bundesarchiv Koblenz

Deutschland und Frankreich sollen nie wieder gegeneinander Krieg führen

Im Zentrum dieses Projekts stand damals und noch heute die Hoffnung: nie wieder Krieg in Europa. Konrad Adenauer schrieb im Vorwort der deutschen Ausgabe von Schumans Werk „Für Europa“, worum es damals ging:

„Zwei Nationen, die sich jahrhundertelang befehdet hatten, sollten an einem gemeinsamen Friedenswerke arbeiten; sie würden dadurch die latente Ursache der Unruhe, des Mißtrauens und der Angst in Europa beseitigen und die Hoffnung schaffen, daß auf der friedlichen Zusammenarbeit Deutschlands und Frankreichs ein solides europäisches Gebäude errichtet werden kann. Angesichts der Verwüstungen des letzten Krieges und der unglückseligen europäischen Geschichte der letzten Jahrhunderte war der Schuman-Plan ein unerhört neuer und kühner Schritt – eine Tatsache, der manchmal nicht genügend gedacht wird. Inzwischen ist der Schuman-Plan zu einem Teil unseres europäischen Lebens geworden.“

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 249 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Seite 1 von 45

The Cathwalk ist eine Marke der Cathwalk-Mediengruppe