The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Mode & Lifestyle (Seite 1 von 12)

Heiliges Tattoo!

Eine 700 Jahre alte christliche Tradition blüht in Jerusalem

Razzouk Tattoo in der Altstadt Jerusalems
Foto: CNA / Addie Mena

Christliche Pilger kommen seit den Kreuzfahrerzeiten zur Familie Razzouk, um sich die alten Zeichen christlicher Identität und des Pilgerns einprägen zu lassen.

Heute sind die Geräte modern, und manche Entwürfe auch behutsam aktualisiert worden. Doch die Familie Razzouk sticht Tätowierungen aus Jahrhunderte alter Tradition und Geschichte.

Ein in Tinte gestochenes Familienerbe

Wassim Razzouk, 43, ist ein Tätowierungskünstler mit einer Jahrhunderte alten Ahnenreihe: einer 700 Jahre alten, um genau zu sein.

„Wir sind Kopten, wir kommen aus Ägypten, und in Ägypten gibt es eine christliche Tradition des Tätowierens, und schon meine Vorfahren aus uralter Zeit gehörten zu den Tätowierern koptischer Christen“.

Die ersten belegten christlichen Tätowierungen lassen sich in Ägypten und im Heiligen Land zurückverfolgen bis ins 6. oder 7. Jahrhundert. Von dort hat sich die Tradition unter den Ostchristen ausgebreitet, darunter den Äthiopischen, Armenischen, Assyrischen und Maronitischen Kirchen. Bis heute verlangen viele Koptische Kirchen als Beweis für die Zugehörigkeit zum Glauben ein Kreuz-Tattoo oder etwas vergleichbares.

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Tinder & Co.

Dating im Digitalen Zeitalter: Wie junge Menschen mit Apps die wahre Liebe suchen

Junge Singles sind zu sehr damit beschäftigt, nach links und rechts über ihr Handy zu wischen und oberflächliche, vorübergehende Verbindungen aufzubauen, um echte Liebe mit echten Menschen zu finden. Die Romantik sei tot, behauptete die Autorin Nancy Jo Sales.

Was Tinder von den meisten anderen Dating-Apps oder Online-Dating-Erfahrungen unterscheidet, sind die Geschwindigkeit und der knappe Aufbau der App. Aufgrund eines Fotos, eines Vornamens und eines Alters allein entscheiden Benutzer, ob sie ein Profil nach links oder nach rechts wischen – es also ablehnen oder Interesse daran bekunden – wollen.

Mittels GPS-Tracking gibt die App den Benutzern sehr genau an, wie weit entfernt sich eine mögliche Übereinstimmung, ein mögliches Match, befindet und macht damit denen das Leben leichter, die nur auf der Suche nach einem One Night Stand sind.

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Wien, Wien nur du allein

Transdanubien – Wiens dunkle Seite der Macht

von John Galt

Wien liegt ja eigentlich gar nicht an der Donau, sondern bei der Donau; das hängt mit der Tatsache zusammen, dass die Donau mit ihren zahlreichen nebenarmen häufig Hochwasser führte und die Stadt Wien deshalb auf einer sicheren Terrasse am Südwestufer der Donau angelegt wurde. Um 1600 verlagerte sich der Hauptarm der Donau mehr in den Osten und man begann den näher an der Stadt gelegenen Arm erstmals zu regulieren, woraus schließlich der heutige Donaukanal entstand. Wer also heute durch die Wiener Innenstadt flaniert und sich beispielsweise bei der Urania in der Strandbar Herrmann, der Summerstage oder den Blick vom Le Loft auf die Wiener Innenstadt genießt, sieht mitnichten die Donau zu seinen Füßen liegen.


Diese befindet sich wie gesagt weiter östlich und ist auch eher grau als blau. Jenseits des Donauufers befinden sich die Wiener Stadtbezirke Floridsdorf und Donaustadt. Diese werden im Allgemeinen auch (in Anlehnung an  die ungarische Bezeichnung Dunántúl für alle Gebiete rechtsseitig der ungarischen Donau) Transdanubien oder sei den letzten Jahren auch schlicht „Mordor“ genannt.

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Ein Loblied auf Chartres

 Die Tradition auf dem Weg

Wallfahrtsimpressionen aufgezeichnet von Hannes Kirmse

Wenn man um fünf Uhr morgens von der erhebenden Melodie Henry Purcells „See see, we assemble“ und dem anschließenden durchdringenden Ruf „Bonjour! Il est cinq heures. Il est temps de se lever!“ geweckt wird, dann weiß man, daß man sich auf der Pfingstwallfahrt zum Schleier der Gottesmutter nach Chartres befindet. Man spricht sein Morgengebet und beginnt sich notdürftig zu waschen, um dann seine Sachen zusammenzupacken und sich wieder in sein Chapitre einzuordnen, um den Marsch fortzusetzen. Die Blasen und Schwellungen an den Füßen, von denen man sich im nächtlichen Zeltlager nicht wirklich erholen konnte, versucht man dann bestmöglich auszublenden, denn man weiß, was an Strecke noch ansteht, um dann endlich das Ziel zu erreichen. Ich mußte möglichst rasch das Österreicher Chapitre St. Leopold wiederfinden, dem ich mich angeschlossen hatte. Hier liefen Jugendliche, die für den Lebensschutz aktiv sind, aber auch Verbindungsstudenten und überraschenderweise verhältnismäßig viele zum Katholizismus übergetretene Konvertiten. Uns schloss sich das Schweizer Chapitre an, das nicht nur durch seine besondere Dialektfärbung auffiel, sondern auch durch ihre energischen Litaneien, die sie über mitgeführte Lautsprecher verstärkten und die sie jedes Mal mit einem jubelnden „Viva! Viva Cristo Rey!“ abschlossen.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt, eine Momentaufnahme von insgesamt gut an die 10.000 jungen Pilgern, begleitet von etwa 250 Priestern, die sich über drei Tage auf den Weg machten. Es ist daher nicht vermessen, von einem wahrhaftigen Pilgerstrom zu sprechen, der sich ausgehend von Paris durch die französische Landschaft der Beauce zog. Eben dieser Pilgerstrom, der im laizistischen Paris Chapitre für Chapitre seinen Anfang nahm, muß für viele Umstehende ein regelrechtes Skandalon gewesen sein. Eine Passantin, die gerade die Straße überqueren wollte, fragte mich leicht verstört: „Aber ich bitte Sie, warum defilieren Sie hier?“, woraufhin ich sie freundlich darauf hinwies, daß es sich hier um eine Pèlerinage, eine Wallfahrt handelt. Es ist aber auch dieses Land Frankreich, das von der Gottesmutter besonders geliebt wird. Catherine Labouré sah sie 1830 in der Pariser Rue du Bac, in der ihr die Herstellung der wundertätigen Medaille aufgetragen wurde und 1858 erschien sie dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Mädchen Bernadette Soubirous, das die Grotte von Lourdes mit ihrer reichen Wasserstelle weltweit berühmt werden ließ. Und bereits im Frühmittelalter übergab der römische Kaiser Karl der Kahle Chartres eine heilige Reliquie – die Sancta Camasia, ein Fragment jener Tunika, die Maria trug, als ihr der Verkündigungsengel erschienen ist. All diese erfahrenen Wundergaben verlangen uns auch heute eine tiefe Frömmigkeit ab, damit wir imstande sind, das Eindringen der Gnade Gottes in die Welt auf sensible Weise festzustellen. Die Kathedrale Notre-Dame von Chartres bezeugt jenen unerschütterlichen Glauben. Der Bildhauer Auguste Rodin bezeichnete sie als die „Akropolis Frankreichs“ und wollte damit wahrscheinlich auf die Langlebigkeit dieses Ortes hinweisen. Keine Macht der Welt könnte ihm den sich hier offenbarenden Sinn nehmen. Auch in den nächsten Jahrhunderten werden sich noch die Pilgerscharen in die Richtung südwestlich von Paris aufmachen, um das zu schauen, was von dem Zeugnis ablegt, was im Grunde nicht von dieser Welt ist: das Wunder der Jungfrauengeburt.

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Hollywood

Brad Pitt und die Charismatiker

Nach der Trennung von seiner Frau Angelina Jolie mied der Hollywood-Star Brad Pitt lange die Öffentlichkeit. Nun hat der 53-Jährige einem Reporter des Magazins GQ ein Interview gegeben, in dem er auch über seine christliche Vergangenheit sprach. Pitt gehörte einmal der charismatischen Bewegung an, sagte er.

Der Hollywood-Schauspieler Brad Pitt sprach in einem Interview auch über seine christliche Erziehung
Foto: DoD News Features | CC BY 2.0

Die letzten Monate, nach der Trennung von seiner Frau Angelina Jolie, seien chaotisch gewesen, sagt Pitt dem Reporter. Im September vergangenen Jahres hatten der Schauspieler und seine Frau Angelina Jolie gemeinsam mit den Kindern einen Flug in einem Privatjet unternommen. Dabei kam es zu einem Streit, und es folgte fünf Tage später die Scheidung.

Er sei in Springfield im US-Bundesstaat Missouri aufgewachsen, sagte Pitt. „Wir gingen in die Gemeinde der First Baptist, das ist das reine, strengere, buchstabengetreue Christentum. Als ich in die High School ging, gingen meine Leute zur charismatischen Bewegung, wo in Zungen geredet wird, und wo man die Hände hebt und anderen krassen Scheiß macht.“

Auf die Frage, ob er selbst auch in Zungen geredet habe, sagte Pitt: „Yeah, na komm schon. Ich war noch kein Schauspieler, aber weißt du … Die Leute glaubten einfach daran. Sie befreiten sich von etwas. Gott, sind wir kompliziert. Wir sind komplizierte Wesen.“

Pitt erzählt: „Als Kind wurde ich von Geschichten magisch angezogen – auch über die Geschichten hinaus, die wir erlebten und kannten, Geschichten, die einen anderen Standpunkt zeigten. In Filmen fand ich diese Geschichten ebenfalls. Kulturen und Leben, die so anders waren als meine. Ich denke, dadurch bin ich auch zum Film gekommen.“

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"Embrace: Du bist schön"

Schön ist anders

Das Schönheitsideal der Medien kann krank und unglücklich machen. Das hat die Australierin Taryn Brumfitt am eigenen Leib erfahren. In ihrem Dokumentarfilm „Embrace: Du bist schön“ will sie herausfinden, warum so viele Menschen ihren Körper hassen. Dafür spricht sie mit Schönheitschirurgen, Magersüchtigen und Models. Ein berührender Film, dem nur eine Sache fehlt. Eine Filmkritik von Lisa-Marie Seifert

Die Australierin Taryn Brumfitt trimmte nach drei Schwangerschaften ihren Körper auf vermeintliche Idealmaße. Glücklich war sie damit nicht. Dann lernte sie ihren Körper, wie er war, zu lieben.
Foto: Majestic

Wer kennt sie nicht, die berühmten Vorher-Nachher-Fotos, auf denen eine ehemals dicke Frau zuerst unglücklich ihren übergewichtigen Körper präsentiert und auf dem zweiten Bild schlank und vermeintlich perfekt in die Kameras strahlt und alles so viel besser scheint als vorher? Ein solches Bild war auch der Auslöser für den berührenden Dokumentarfilm „Embrace: Du bist schön“, der derzeit nur wenige Male in Deutschland im Kino läuft. Allerdings zeigt auf diesem Bild die Vorher-Seite einen durchtrainierten Frauenkörper im Bikini und die Nachher-Seite eine lachende Frau mit dem einen oder anderen Speckröllchen, das nicht dem landläufigen Schönheitsideal entspricht.

Abgebildet auf dem auf Facebook millionenfach geklickten Foto ist die australische Fotografin Taryn Brumfitt, die nach drei Schwangerschaften ihren Körper hasste. Sie entschied sich dafür, alles zu tun, um wieder einen perfekten Körper zu haben. Dafür stürzte sie sich für fast vier Monate in ein Sport- und Ernährungsprogramm, dessen Ergebnis sie auf einem Bodybuildingwettbewerb präsentierte. „Da stand ich nun also, immer noch nicht glücklich“, erinnert sich die 39-Jährige in den ersten Szenen der Dokumentation. „Um dorthin zu kommen, habe ich zu viel geopfert. Zu viel Zeit, zu viel Energie und zu viel Besessenheit.“

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RE:PUBLICA

Kirche soll digitaler werden

Erstmals haben sich auf der Internetkonferenz Re:publica offiziell christliche Netzaktivisten getroffen, um über Chancen und Herausforderungen einer Kirche im Web zu sprechen. Die Protestanten beriefen sich auf Luther, die Katholiken auf ihre Soziallehre.

Liebe ist das Thema der diesjährigen Re:publica. Da wollen auch die Kirchen nicht fehlen.
Foto: republica/Jan Michalko | CC BY-SA 2.0

Ein rosa-orange-gelber Farbverlauf ziert die Plakate der diesjährigen Re:publica. Die Station Berlin, seit Jahren Veranstaltungsort der wichtigsten Netzkonferenz in Deutschland mit tausenden Teilnehmern, ist übersät mit Herzchen – aus Holz, in pink, als Aufkleber. Auf dem Ausstellungsgelände findet sich ein nachgebauter Donald Trump. Wer möchte, kann neben ihm auf einem Sofa Platz nehmen und ihn umarmen. „Hugs not Hate“ – Umarmungen statt Hass – steht als Hashtag daneben.

Das mag auf den ersten Blick nicht so recht zu einer Veranstaltung passen, die Jahr für Jahr durch harte Netzpolitikforderungen von sich reden macht. In diesem Jahr aber steht alles im Zeichen der Nächstenliebe. „Love out loud“ ist das Motto der Blogger, Twitterer und Facebooker: Liebt, was das Zeug hält. Bei der Auftaktveranstaltung warben die Organisatoren für Zivilcourage im Netz und machten sich gegen Hasskommentare stark.

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