The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Gesellschaft (Seite 1 von 30)

Sternstunde Philosophie

100 Jahre Albert Camus

Iris Radisch und Martin Meyer im Gespräch

Empfehlenswerte Beiträge von Josef Jung zu Camus auf The Cathwalk:

 

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Trinitatiskirche

„Gott bewahre uns vor dem Ärgsten!“

In Erdmannsdorf bei Chemnitz ist der Turm der Trinitatiskirche saniert worden. Eine Hohlkugel auf dessen Spitze gab dabei eine sprechende Erinnerung an die einstige Unterdrückung von Gläubigen in der DDR preis.

Die Trinitatiskirche der ev.- luth. Kirchgemeinde
Erdmannsdorf | Bild: http://www.kirche-erdmannsdorf.de

Von Michael Kunze

Erdmannsdorf. Mitte Mai war es, als Dachdecker, Angehörige der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und Pfarrer Uwe Winkler einen kleinen Schatz aus der Kapsel unter dem Kirchturmkreuz im sächsischen Erdmannsdorf bei Chemnitz zogen. „Eigentlich war ich zunächst ein bisschen enttäuscht über den Inhalt“, sagte Winkler im Nachgang. Denn die Kapsel barg auf den ersten Blick keine Kostbarkeiten. Es fanden sich lediglich eine bislang undatierte gedrechselte Holzkartusche, eine weitere glatte, schmalere aus Kupfer, dazu eine Glasflasche und ein größeres Papierstück, dessen Beschriftung durch Witterungseinflüsse weitgehend unkenntlich geworden ist. Als Winkler vor Jahren an einer Kirchensanierung im erzgebirgischen Städtchen Thum mitwirkte, habe ein ähnlicher Behälter etwa alte Münzen beinhaltet.

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Kinderfeindliche Umweltpropaganda

Ich, Egoist, will Kinder

Ein Plädoyer für Kinderfreundlichkeit

Von Gabriel Franz Maria Ruprecht

Wer Kinder hat, ist scheiße. Mindestens so sehr, wie jemand, der eine gepanzerte, amerikanische Spritschleuder fährt – das ist das Ergebnis, zu dem man nach dem Lesen eines Artikels von Lena Seiferlin auf bento.de kommen kann.

Screenshot: http://www.bento.de

Der Artikel von Lena Seiferlin ist Unsinn und wohl nicht ohne Grund unter der Kategorie „Gefühle“ eingeordnet. Hier werden ein paar „Hard Facts“ präsentiert, die einseitig und fragwürdig sind und noch dazu andere Aspekte unterschlagen. Die Welt besteht nicht nur aus CO2 und das ist nicht die einzige Substanz, die in die Umwelt freigesetzt wird.

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Artikel zu Allerheiligen

Heilige oder Hollywood: Wer hat mehr zu bieten?

Heilige gelten oft als altmodisch. Jemanden zu verehren, weil er aus dem Glauben gelebt hat, gilt als nutzlos und weltfremd. Dennoch werden auch heute noch Menschen verehrt. Oft liegt die Verheißung dabei jedoch nicht im Jenseits, sondern im Diesseits. Stars sind die modernen Vorbilder: reich, schön, berühmt. In Hollywood wird dieser Kult am besten produziert. Aber welche Verehrung lohnt sich mehr?

Religion wird nicht aufgelöst, sondern ersetzt

Es gibt die Vorstellung, Religion könne man auflösen und begraben. Auch wird behauptet heute brauche der Mensch weder Gott, noch eine Kirche. Wie Heilige damals  als Vorbilder gedient haben, so sollen nun Stars dafür herhalten. Hollywood wird dann zum Himmel des Diesseits. Die Verehrung der Hollywoodstars steht dem Heiligenkult des Mittelalters – der auch missbraucht wurde – in Nichts nach. Stars haben die Heiligen ersetzt und ins Diesseits zurückgeholt. Magazine, Fernsehserien, Reportagen, Mode, Kosmetik, Poster: sie zeigen den Star gleichsam als religiöses Vorbild. Dem Star will man nacheifern in Reichtum, Schönheit und Berühmtheit. Die Oberfläche soll den Tiefgang bieten.

Allerheiligen als Alternative

Anders will das Allerheiligenfest sein. Heilige verkörpern Umkehr im Namen des Evangeliums. Ihr Leben war nicht immer „surfing in the sun“ und oft von Armut gekennzeichnet. Hier stellt sich natürlich direkt die verständliche Frage: Wieso soll man  so einen als Vorbild ansehen? Was nützt das? Was ist daran schön und ansprechend? – Auf diese Fragen kann man nicht mit oberflächlichen „Selbstverwirklichungsvorstellungen“ antworten, aber mit dem Versprechen Christi: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten“ (Mk 8,35). Doch das wirkt unmodern, weltfremd und nicht erstrebenswert. Ein modernes Leben scheint ja dann „gerettet“ zu sein, wenn es eben nicht um Gottes willen verloren gegeben wird, sondern das Ego mit allen scheinbaren Annehmlichkeiten „ausgelebt“ wird. Sich zu nehmen, was man kann gilt oft als der wichtigste Imperativ – um ja nichts verpassen. Was paradox klingt: Das Leben zu gewinnen, indem man es gibt, erweist sich aber immer wieder als wahr. Dies zeigen die Heiligen, wie alle anderen, die verstanden haben worum es geht.

Teresa von Avila, portraitiert von François Gérard im Jahr 1827.

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1000plus-Kongress in Fürstenfeldbruck

Netzwerk der Nächstenliebe

Das Projekt 1000plus berät Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Beim diesjährigen Kongress steht die „Kultur des Lebens“ im Vordergrund.

Von Simon Püschel

Wie viele Köpfe braucht es, um die Welt zu verändern? Wenn man sich beim Kongress von 1000plus umhört, bekommt man den Eindruck: Vielleicht reicht es ja, wenn sich einige Hundert zusammentun. Denn so viele Menschen haben sich am vergangenen Wochenende in Fürstenfeldbruck bei München versammelt, um eines zu feiern: das Leben.

Das Podiumsgespräch
Foto: 1000plus

Seit acht Jahren geht es bei dem Projekt 1000plus um nichts anderes. Das Projekt hilft Schwangeren in Not, hat für jede Frau ein offenes Ohr – und sucht Lösungen, damit sich keine für eine Abtreibung entscheiden muss. Aber warum ist das überhaupt nötig? Warum wirkt die Abtreibung im gesellschaftlichen Diskurs manchmal wie eine plausible Antwort auf eine Schwangerschaft – obwohl sie es nie ist. Vielleicht weil es da zu viel Halb- und Unwissen gibt, weil zu viele falsche Floskeln und Begriffe herumschwirren, vom „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ bis zur “

Das zweitägige Treffen stand unter dem Motto „Kultur des Lebens“ – eine Formulierung, die Papst Johannes Paul II. mit seiner Enzyklika „Evangelium vitae“ zu einer Kernidee seines Pontifikats gemacht hat. Dass diese Gedanken vom Wert des Lebens auch heute noch aktuell sind – vielleicht aktueller denn je – zeigte sich im gesamten Lauf des Kongresses, der die Freude am Leben in ganz unterschiedlichen Formen zum Ausdruck brachte.

ideaHeute vom 30. Oktober 2017

Was die Deutschen mit dem 31. Oktober verbinden – Kardinal Koch zur #Reformation: Dank und Buße gehören zusammen – 1000plus: „Ja zum Kind“ stärken

Posted by idea on Montag, 30. Oktober 2017

Ab Min. 1:40

Am Anfang steht eine Podiumsdiskussion. Aus allen Teilen Deutschlands, auch aus Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Slowenien sind die Interessierten gekommen. Im heimeligen Säulensaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld kommen sechs Diskutanten zusammen, die aus ihrer täglichen Praxis wissen, was es heißt, für das Leben einzustehen – und die dabei ganz unterschiedliche Blickpunkte haben. Kristijan Aufiero ist der Initiator von 1000plus. Er hat das Wachstum der Organisation hautnah miterlebt, die mittlerweile Tausende Frauen im Jahr berät. Doch wie würde das gehen ohne die Unterstützer des Projekts, die den Großteil des Publikums ausmachen – oder sogar auf dem Podium sitzen. Denn mit Thomas Maria Renz, Weihbischof im Bistum Rottenburg-Stuttgart, ist ein Kirchenvertreter nach Fürstenfeldbruck gekommen, der die Arbeit von 1000plus seit Jahren mit Herzblut unterstützt. Er stellt die Aktualität der Thesen von „Evangelium Vitae“ heraus – und zeigt sich gleichzeitig nachdenklich darüber, warum sie dennoch nicht in der nötigen Breite rezipiert werden. Auch aus eigener Erfahrung weiß Renz: Das Thema „Wert des Lebens“ ist kein einfaches, keines mit dem sich sofort Zustimmung generieren lässt: ein Thema, bei dem oft Vorurteil über Wissen siegt – und das gerade deswegen immer wieder aufs Tapet gebracht werden muss. Aber ein Problem gebe es, sagt Renz, wenn Bischöfe über das Thema Abtreibung sprechen: Als Männer würde man ihnen oft nicht zutrauen, die Sache ganz aus eigener Perspektive verstehen zu können. Was es deswegen bräuchte, seien Frauen, die mit ihrer Meinung für den Wert des Lebens bürgen würden.

Weihbischof Thomas Maria Renz | Foto: 1000plus

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Seligsprechungsprozesse

Mit der Feder gegen Hitler

Biografie des Historikers, Publizisten und Märtyrers Fritz Michael Gerlich (1883-1934)

Fritz Michael Gerlich (1883-1934) war seit Anfang des 20. Jahrhunderts in München publizistisch tätig, in den 1920er Jahren als Chefredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten, Vorgängerin der „Süddeutschen Zeitung“, ab 1930 mit seinem eigenen Blatt „Illustrierter Sonntag“, später „Der gerade Weg“. Calvinistisch erzogen, konvertierte er 1931 zum Katholizismus. Gerlich wandte sich aus christlicher Überzeugung scharf gegen Adolf Hitler und dessen Partei – auch wenn ihm bewusst war, dass ihn dies das Leben kosten könnte, sollten die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Ab März 1933 war Gerlich ohne Prozess in sogenannter Schutzhaft, in der Nacht auf den 1. Juli 1934 wurde er im Konzentrationslager Dachau erschossen.

Fritz Michael Gerlich | EOM/Maler unbekannt, Fotograf: Christian Schranner

Carl Albert Fritz Gerlich wurde am 15. Februar 1883 in der damals deutschen Stadt Stettin (Szczecin) geboren und calvinistisch erzogen. 1901 legte er am Königlichen Marienstifts-Gymnasium in Stettin das Abitur ab. Anschließend studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zunächst Naturwissenschaften, dann Geisteswissenschaften und Geschichte. Er war Vorsitzender des Zusammenschlusses der nichtkorporierten Studenten und Sekretär des liberalen Arbeitervereins München (bis 1909). Neben dem Studium arbeitete er als Werbetexter. 1907 wurde Gerlich zum Dr. phil. promoviert mit einer Arbeit über das Testament Heinrichs VI. Es schloss sich eine Ausbildung als Archivar an, zudem wurde Gerlich bayerischer Staatsbürger (zuvor war er preußischer Staatsbürger gewesen). Ab 1911 war er am Königlichen Geheimarchiv in der Alten Akademie in München tätig. Er arbeitete zudem wissenschaftlich unter anderem zu Geschichte und Theorie des Kapitalismus.

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Kardinal Marx eröffnet Verfahren

Seligsprechungsprozesse für Gerlich und Guardini

Fritz Gerlich, © Archiv des Erzbistums
München und Freising

München. Der Publizist Fritz Michael Gerlich und der Religionsphilosoph Romano Guardini sollen seliggesprochen werden. Die dafür notwendigen Verfahren werden durch den Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, mit einem feierlichen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom am Samstag, 16. Dezember, eröffnet.

Der Historiker Fritz Michael Gerlich (1883-1934) war in den 1920er Jahren Schriftleiter der „Münchner Neuesten Nachrichten“, der Vorgängerin der „Süddeutschen Zeitung“. Ab 1930 wandte er sich als Herausgeber der Zeitschrift „Illustrierter Sonntag“, später „Der gerade Weg“, scharf gegen Adolf Hitler und die Nationalsozialisten. Im März 1933 wurde Gerlich verhaftet und blieb ohne Prozess und ohne Anwalt eingesperrt, bis er in der Nacht auf den 1. Juli 1934 nach Dachau überführt und dort erschossen wurde. Romano Guardini (1885-1968) war Priester und Professor für Religionsphilosophie und katholische Weltanschauung, zunächst in Berlin, später in Tübingen, von 1948 bis 1962 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er auch als Universitätsprediger an St. Ludwig wirkte. Der Theologe erreichte in Kirche und Hörsaal eine breite Zuhörerschaft. Er gilt als ein Wegbereiter der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Romano Guardini, © Kath. Akademie in Bayern

In der diözesanen Phase der Seligsprechungsverfahren werden Zeugen befragt, die über die Persönlichkeit, die Biografie und das Wirken von Gerlich und Guardini Auskunft geben können. Bei Gerlich, der für seine religiös begründeten Überzeugungen von den Nationalsozialisten getötet und so zum Märtyrer wurde, liegt der Schwerpunkt auf seiner Verfolgung, Haft und Ermordung. Auch Berichte über Wunder, die auf die Fürsprache der Seligsprechungskandidaten zurückzuführen sein sollen, können in dieser Phase untersucht werden. Bereits im Gang ist eine Erfassung und Auswertung der veröffentlichten wie auch unveröffentlichten Schriften Gerlichs und Guardinis.

Alle Gläubigen sind aufgerufen, dem Erzbistum ab dem offiziellen Beginn des Verfahrens am Samstag, 16. Dezember, Informationen zukommen zu lassen, die für die Seligsprechungsverfahren nützlich sein könnten, beispielsweise zum Leben und Wirken von Gerlich und Guardini oder zu Gebetserhörungen (per E-Mail an seligsprechungen@eomuc.de oder per Post an Erzbischöfliches Ordinariat München, Postulator für die Seligsprechungen, Postfach 33 03 60, 80063 München). Im Rahmen des Gottesdienstes zur Verfahrenseröffnung vereidigt Kardinal Reinhard Marx für beide Verfahren jeweils einen Bischöflichen Beauftragten sowie einen Kirchenanwalt, die die Zeugen befragen. Die gesammelten Informationen sollen umfassend und objektiv sein, also auch mögliche persönliche Verfehlungen oder problematische Äußerungen enthalten. Die diözesane Phase des Verfahrens dauert voraussichtlich mehrere Jahre, im Anschluss beginnt die römische Phase bei der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse.

Fast drei Jahrzehnte liegt die jüngste Seligsprechung eines Bistumsangehörigen zurück: Der Redemptoristenpater Kaspar Stanggassinger, der in Gars am Inn als Erzieher tätig war, wurde 1988 seliggesprochen. 1987 folgte der Jesuit Pater Rupert Mayer, der als „Apostel Münchens“ vor allem für sein caritatives Wirken und seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus verehrt wird. Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, die Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern mit Sitz in München, wurde 1985 seliggesprochen.

Quelle: E R Z B I S C H Ö F L I C H E S  O R D I N A R I A T  M Ü N C H E N

 

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