The Cathwalk

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Kategorie: Debatte (Seite 1 von 5)

Juden-Hass

BILD zeigt die „verbotene“ Israel-Doku – was Sie vielleicht verpassen

Ein Kommentar von Franziska Holzfurtner

Screenshot bei Bild.de

Heute ist ein Tag, an dem viele deutsche Intellektuelle über ihren Schatten springern werden. BILD publiziert – und zwar NUR heute – die in den letzten Tagen intensiv diskutierte Dokumentation zum Thema „neuer Antisemitismus“, die von den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern arte und WDR nicht gezeigt wurde: „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“.

Die reichlich dünne Begründung war zum einen die Einseitigkeit der Doku (im Gegensatz zu anderen ÖR-Produkten, z.B. über Kindesmissbrauch in der Kirche oder Verbrauchermagazinen zu Fastfood-Ketten), zum anderen aber auch, dass die Doku nicht liefere, was man zuerst bestellt habe – nämlich Antisemitismus in Norwegen, Großbritannien, Ungarn und Griechenland, also vermutlich Antisemitismus in der neuen Rechten, bei der Fremskrittpartei, UKIP, im Dunstkreis Viktor Orbans, im Zusammenhang mit der griechischen Sündenbock-Suche im Finanzjudentum. Guter alter Nazi-Antisemitismus, der das deutsche Seelchen beruhigt.

Stattdessen folgt der Film den Wurzeln ebendieses Antisemitismus aus dem rechtspopulistischen Milieu, sie folgt ihm bis nach Israel und von dort wieder zurück in die linke, die anti-imperialistische, die muslimische pro-palästinensische Szene Europas. Das gelieferte Ergebnis ist also tatsächlich anders, als das, was gefordert wurde. Es ist viel differenzierter, als es ursprünglich in Auftrag gegeben wurde und auch schockierender.

Für jeden Deutschen, der sich mit dem Problem des antisemitischen Antizionismus noch nie auseinandergesetzt hat, ist der Film zutiefst beunruhigend und daher sehenswert.

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Meinung

Schafft die zivile Ehe ab!

Die zivile Ehe wurde von Bismarck aus politischen Gründen eingeführt, heute ist es an der Zeit diese anachronistische Institution zu beseitigen.

Hören Sie den Beitrag vom Autor eingesprochen.


Die zivile Ehe, sie ist ein Artefakt aus dem Kulturkampf. Sie war ein Instrument um Menschen zu kontrollieren. Heute heiraten viele Menschen, weil sie Steuervorteile wittern. Die Ehe ist für den Staat in soweit förderungswürdig, dass er sie mit zahlreichen finanziellen und sozialen Anreizen fördert. Kalkül ist es neue Kinder für das Volk zu bekommen. Kinder für das Volk sichern die Steuereinnahmen und das Sozialsystem.

Standesamt Erfurt im Haus zum Sonneborn / Bundesarchiv, Bild 183-1989-0516-306 / Hirndorf, Heinz / CC-BY-SA 3.0

Soweit so gut. Nicht aus jeder Ehe kommen Kinder hervor – prominentestes Beispiel ist wohl das Ehepaar Merkel-Sauer. Die Kanzlerin, sie ist kinderlos. Wer eine Ehe schließt sagt vor dem Staat, dass er sich um seinen Ehepartner kümmern wird. Ein Aufgebot ist nicht nötig, möchte man heiraten, so ist dies zu einem reinen Verwaltungsakt verkommen. Unterschrift, neuer Ausweis, Finanzamt informieren, fertig.

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Podcast zu #SineDubiis: Über offene Zweifler, hartherzige Hardliner und liberal-konservative Weckrufe

The Cathwalk zu Gast beim theologisch-gesellschaftliche Podcast Gretchenfrage

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Im Teaser-Text heißt es dazu:

Eine ganz besondere Folge mit ganz besonderen Gästen: Am anderen Ende der Leitung sitzen Matthias Jean-Marie Schäppi, Blogger und Redakteur auf The Cathwalk und Wilhelm Arendt, Macher des Podcasts Gott bewahre!.

Anlass für diesen Crossover-Stammtisch war ein Dokument, dass in der katholischen Medienwelt große Wellen geschlagen hat: das von Matthias initiierte #SineDubiis. Ein Manifest der Papsttreue gegen all jene, die derzeit mit allen Mitteln Position gegen Franziskus beziehen.

Konservative und Liberale können aber im Gespräch anscheinend nicht anders, als sich irgendwann fundamentale Fragen zu stellen und so klären wir nebenbei was für uns eine Familie ist und was nicht und ob ein Krieg religiös begründet werden kann.

Einfache Themen kann ja jeder…

Viel Spaß beim Hören!

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#SineDubiis: Weckruf gegen die Erosion des Glaubens

„Wie hältst du es mit dem Papst?“, so lautet die Gretchenfrage. Von Matthias Jean-Marie Schäppi und Friedrich Reusch

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Es ist chic geworden in betont „konservativ-katholischen“ Kreisen, dass man sich über den Heiligen Vater echauffiert. Besonders auf Facebook und in Kommentarspalten katholischer Nachrichtenseiten mutiert manche fromme Seele zusehends zur anti-päpstlichen Stalin-Orgel. Manch ein „gottesfürchtiger“ Kirchgänger sehnt gar unverhohlen den Tod des Pontifex herbei: Sätze wie „zum Glück ist er schon 80 Jahre alt“ sind da zu lesen. Während einige katholische Publizisten Papst Franziskus offen angreifen, verstecken sich andere hinter den als anti-päpstliches Ventil missbrauchten Dubia. Wieder andere verbreiten süffisant und kommentarlos eine Papstschelte Dritter nach der anderen. Mit Verlaub: Wer nun mit rhetorischer Unschuldsmiene auf uns Initiatoren des Weckrufs zugeht und sagt, er wisse gar nichts von einer Kampagne und wer um alles in der Welt damit gemeint sein könnte, der kann uns damit nicht in die Irre führen.

Nachdem unsere Cathwalk-Redaktion die laufende Kampagne gegen den Heiligen Vater monatelang tatenlos mitverfolgt hat, gab es für uns nur zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schlagen Martin Luther posthum für den Friedensnobelpreis vor (weil er im Vergleich zu diesen Agitatoren ein Waisenknabe war), oder wir setzen ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Papst Franziskus. Selbstprofilierung und moralische Überhöhung sollten nicht länger als Synonyme für eine „besonders“ katholische Haltung wahrgenommen werden, die devot vorgibt, „Sorge für Papst und Lehre“ zu tragen, deren Methode der Kommunikation aber auf ganz andere Motive schließen lässt.

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WIR haben #SineDubiis unterschrieben, weil…

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Am vergangen Samstag hat The Cathwalk den Weckruf für 2017: „#SineDubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus“ veröffentlicht. Die Initiatoren möchten sich bei all denjenigen bedanken, die uns durch Ihrer Unterschrift unterstützt und so ein wichtiges Zeichen in einer Zeit gesetzt haben, in der viele denken, „katholisch“ gehe auch ohne das vorgeschaltete „römisch“.

Unser Manifest hat ans Licht gebracht, wie fortgeschritten die im Weckruf genannten Symptome sind. Die Diskussion um #SineDubiis hat sehr deutlich gezeigt, dass – und wir übertreiben nicht, wenn wir dies sagen –, gerade bei den betont frommen Katholiken momentan eine Erosion des Glaubens stattfindet – eine Erosion des Glaubens an die hierarchische Verfasstheit der Kirche!

Unser Weckruf sollte ein kleines, aber nicht zu überhörendes Zeichen sein gegen die papstfeindlichen Schürer im Hintergrund. Ob wir effektiv gegensteuern können? Wir wissen es nicht. Aber es geht um nicht weniger als um die Aufrechterhaltung des Glaubens unter denjenigen, die sich als gläubig bezeichnen. Pharisäismus und Argwohn sind eine Pest.

Die Initiatoren Matthias Jean-Marie Schäppi & Friedrich Reusch (Chefredaktion The Cathwalk)

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