The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Reisen

Begegnung im Herzen Kubas

Einladung nach Kuba!

Die Kolping-Jugend veranstaltet eine Reise ins exotische Kuba – fernab der Touristenpfade. Durch die Möglichkeiten unserer Mutterkirche kann man das recht abgeschottete Land auf eine andere Weise erleben. Die Unterbringung erfolgt nicht im Hotel oder einer staatlichen Herberge, sondern in kirchlichen Einrichtungen.

Durch das spezielle Visa Religiosa, dürfen wir fernab vom Tourismus in Kirchengebäuden wohnen. So können wir Land und Leute von einer Seite kennenlernen, die sonst den Touristen verwehrt bleibt. Während der vierwöchigen Reise machen wir Stops in Gemeinden der Kolonialstadt Sancti Spiritus, in Cárdenas und Sán Nicolas unweit von Havanna. Vorort wollen wir uns in soziale Projekte einbringen (Häuser renovieren, kleine Farmen bei der Feldarbeit unterstützen, Strände säubern, uns in Kinder-, Jugend- und Seniorengruppen einbringen). Kubanischen Studenten der christlich-ökumenischen Studierendenorganisation bieten uns in der Freizeit Workshops zu kubanischen Tanz, Musik, afro-kubanische Religionen, Politik und Sprache an und begleiten uns.

Kosten: 
Inklusive: Hin- und Rückflug von Frankfurt (Main),

Kranken-, Unfall-, Haftpflichtversicherung, 
die Reiseleitung, 

Verpflegung, Unterkunft, Transport, 
vorbereitender Workshop in Köln: 19.-21.01.18

EUR 1.940 (ab 27 Jahre)
EUR 2.390 (ab 27 Jahre)

Die letzte Woche können wir als Gruppe individuell verplanen. Die Kosten für diese Zeit müssen selber getragen werden. Doch sicherlich werden uns die kubanischen Studenten bei der Organisation helfen, um die beste und günstigste Reiseroute zu finden. Durch das spezielle Visum dürfen wir auch weiterhin in Kirchen Unterkunft finden und müssen nicht in Hotels. Da die kubansiche Behörde zwei Monate für die Bearbeitung der Visa Religiosa benötigt, solltet Ihr euch bis zum 30. November 2017 anmelden.

Mehr unter
https://www.kolping-jgd.de/Workcamp/Sancti-Spiritus/KUB-7496/

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Ein Loblied auf Chartres

 Die Tradition auf dem Weg

Wallfahrtsimpressionen aufgezeichnet von Hannes Kirmse

Wenn man um fünf Uhr morgens von der erhebenden Melodie Henry Purcells „See see, we assemble“ und dem anschließenden durchdringenden Ruf „Bonjour! Il est cinq heures. Il est temps de se lever!“ geweckt wird, dann weiß man, daß man sich auf der Pfingstwallfahrt zum Schleier der Gottesmutter nach Chartres befindet. Man spricht sein Morgengebet und beginnt sich notdürftig zu waschen, um dann seine Sachen zusammenzupacken und sich wieder in sein Chapitre einzuordnen, um den Marsch fortzusetzen. Die Blasen und Schwellungen an den Füßen, von denen man sich im nächtlichen Zeltlager nicht wirklich erholen konnte, versucht man dann bestmöglich auszublenden, denn man weiß, was an Strecke noch ansteht, um dann endlich das Ziel zu erreichen. Ich mußte möglichst rasch das Österreicher Chapitre St. Leopold wiederfinden, dem ich mich angeschlossen hatte. Hier liefen Jugendliche, die für den Lebensschutz aktiv sind, aber auch Verbindungsstudenten und überraschenderweise verhältnismäßig viele zum Katholizismus übergetretene Konvertiten. Uns schloss sich das Schweizer Chapitre an, das nicht nur durch seine besondere Dialektfärbung auffiel, sondern auch durch ihre energischen Litaneien, die sie über mitgeführte Lautsprecher verstärkten und die sie jedes Mal mit einem jubelnden „Viva! Viva Cristo Rey!“ abschlossen.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt, eine Momentaufnahme von insgesamt gut an die 10.000 jungen Pilgern, begleitet von etwa 250 Priestern, die sich über drei Tage auf den Weg machten. Es ist daher nicht vermessen, von einem wahrhaftigen Pilgerstrom zu sprechen, der sich ausgehend von Paris durch die französische Landschaft der Beauce zog. Eben dieser Pilgerstrom, der im laizistischen Paris Chapitre für Chapitre seinen Anfang nahm, muß für viele Umstehende ein regelrechtes Skandalon gewesen sein. Eine Passantin, die gerade die Straße überqueren wollte, fragte mich leicht verstört: „Aber ich bitte Sie, warum defilieren Sie hier?“, woraufhin ich sie freundlich darauf hinwies, daß es sich hier um eine Pèlerinage, eine Wallfahrt handelt. Es ist aber auch dieses Land Frankreich, das von der Gottesmutter besonders geliebt wird. Catherine Labouré sah sie 1830 in der Pariser Rue du Bac, in der ihr die Herstellung der wundertätigen Medaille aufgetragen wurde und 1858 erschien sie dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Mädchen Bernadette Soubirous, das die Grotte von Lourdes mit ihrer reichen Wasserstelle weltweit berühmt werden ließ. Und bereits im Frühmittelalter übergab der römische Kaiser Karl der Kahle Chartres eine heilige Reliquie – die Sancta Camasia, ein Fragment jener Tunika, die Maria trug, als ihr der Verkündigungsengel erschienen ist. All diese erfahrenen Wundergaben verlangen uns auch heute eine tiefe Frömmigkeit ab, damit wir imstande sind, das Eindringen der Gnade Gottes in die Welt auf sensible Weise festzustellen. Die Kathedrale Notre-Dame von Chartres bezeugt jenen unerschütterlichen Glauben. Der Bildhauer Auguste Rodin bezeichnete sie als die „Akropolis Frankreichs“ und wollte damit wahrscheinlich auf die Langlebigkeit dieses Ortes hinweisen. Keine Macht der Welt könnte ihm den sich hier offenbarenden Sinn nehmen. Auch in den nächsten Jahrhunderten werden sich noch die Pilgerscharen in die Richtung südwestlich von Paris aufmachen, um das zu schauen, was von dem Zeugnis ablegt, was im Grunde nicht von dieser Welt ist: das Wunder der Jungfrauengeburt.

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Adventzeit in Wien zwischen Punsch und Kerzenschein

Eine Kolumne von John Galt

Weihnachtsmarkt

Christkindlmarktes auf dem Rathausplatz Bildquelle: weihnacht.at

Es scheint jedes Jahr immer schlimmer zu werden. Heuer durfte ich bereits Ende August die ersten Lebkuchen im Supermarkt um die Ecke bestaunen. Auf zwei Paletten zu Türmen gestapelt. Bei Temperaturen die noch um die 30 Grad lagen. Also im Hochsommer noch vor Beginn des Herbstes am 1. September. Und selbst dann ist noch nichts weihnachtliches im Alltag oder anderweitig festzustellen: Bis weit in den Oktober verzeichnete Wien in diesem Jahr wirklich herrlich sommerliche Temperaturen und außerordentlich schönes Sonnenwetter.

So wie jedes Jahr wurden pünktlich zu Allerheiligen die Weihnachstdekorationen in den Straßen der Stadt aufgehängt und in Betrieb genommen. Noch vor Beginn der Adventszeit also. Am 3. November öffnete dann der erste Christkindlmarkt. Gut, das war im Museumsquartier und nennt sich „Winter im MQ“. Es hat auch wenig mit Weihnachten zu tun, ist aber dennoch – von den möchtegern hippen und alternativ angehauchten Künstlern einmal abgesehen – eher eine Veranstaltung mit Eventcharakter: Künstlerisch gestaltete Pavillons, live aufgelegte Musik und exotische Punschs. Auch wenn der Winter erst am 21. Dezember beginnt, ist der Winter im MQ am 23. Dezember schon wieder vorbei; trotzdem sehr nett.

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Winter im MQ 2015 (c) saLeh roZati

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Sylt: Insel mit Charme, Flair und Kostbarkeiten

Echte Cathwalker essen beim Fischladen Matthiesen in Hörnum zur Vorspeise 6 Austern Sylter-Royal und als Hauptspeise Elsas-Fischteller mit Bratkartoffeln. 

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„Die Abendsonne am Strand wird auf Sylt zum wahren Genuss für die Seele“

Ein Reisebericht von Patrick Junge.

Wenn Menschen Sylt hören, dann denken sie an Geld, Glamour, schwerreiche Rentner und an eine Insel, die irgendwie von Jahr zu Jahr an geographischer Substanz verliert. Vielleicht wird bei Sylt auch an Christian Krachts Roman Faserland gedacht. Sylt kann allerdings mehr als Schicki-Micki und bietet interessante Reise-Erkenntnisse.

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