The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Gesellschaft (Seite 1 von 27)

Netzkultur

Katholizismus erklärt im Podcast

Der Podcaster und freie Journalist Wilhelm Ahrendt hat im Podcast 1337 Kultur den katholischen Glauben, sowie Teile der katholischen Kultur erklärt. Der Podcast, in dem er auftrat ist eher in der linken Netzkultur zu verorten. Der Katholizismus findet dort überraschend viel Platz.

Wilhelm Ahrendt wurde vom Macher des Podcasts 1337 Kultur, welcher vom Linguisten Martin Hase (aka Maha) betrieben wird, eingeladen mit ihm einen Podcast zum Thema des Katholisch-Seiens zu machen. Wilhelm Ahrendt, als Katholik sagte sofort zu und spracht über vier Stunden lang mit Maha über seine; über unsere Konfession.

Das Gespräch ist von viel Offenheit und Sympathie, von Seiten Maha geprägt, aber auch von bestimmter, jedoch höflicher Betonung des einzig wahren katholischen Glaubens geprägt.

Wilhelm Ahrendt macht unter anderem den Podcast Gott bewahre! und ist seit Kurzem auch im festen Team von The Cathwalk dabei. Er bezeichnet sich als katholischen Fanboy und ist auch Ministrant in Berlin – St. Mauritius.

Die Episode des Podcasts ist unten hörbar und abrufbar, Kommentare sind auf der Seite von 1337@Kultur zu posten, denn dort findet die Diskussion statt.

Dieser Artikel wurde bereits 2 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Albert Camus‘ Roman „Die Pest“

Es gibt am Menschen mehr zu bewundern als zu verachten

„Was ist der Mensch?“- Diese Frage stellt schon die Bibel (Psalm 8,5). Es ist auch die zentrale Frage in Camus‘ meisterhaft geschriebenem Roman „Die Pest“. Als diese Seuche in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Nordafrika ausbricht, stellt sie die ganze soziale Ordnung auf den Kopf. Was lernt man in solchen Situationen über den Menschen?

Die algerische Stadt Oran in den 40er Jahren vor dem Ausbruch der Pest

„Eine praktische Art, eine Stadt kennenzulernen, besteht darin, sich anzusehen, wie in ihr gearbeitet, wie in ihr geliebt und wie in ihr gestorben wird. In unserer kleinen Stadt – womöglich liegt es am Klima – macht man alles gleichzeitig, auf ein und dieselbe hektische und abwesende Weise.“ So beschreibt Camus die algerische Stadt Oran vor dem Ausbruch der Pest. Es gibt Langeweile und Gewohnheiten, Betriebsamkeit und Handel. Alles geht seinen gewohnten Gang. Es käme wohl niemand darauf, dass sich dies auf einmal schlagartig ändert.

Oran ist auch der Ort des Geschehens des Romans „Die Pest“ des französischen Schriftstellers Albert Camus, inspirierte vier Jahre zuvor wohl auch den italienischen Dichter Raoul Maria de Àngelis zu seinem Werk Die Pest in Urana (La peste a Urana) und ist die Heimatstadt des Raï. Sie gilt als die liberalste der algerischen Städte. | CC BY-SA 1.0, Faycal.09

Die toten Ratten

Alles beginnt mit einer toten Ratte. Die Sonne glüht weiterhin über Oran, aber etwas ändert sich. Eine tote Ratte wird schnell vergessen, auch zwei oder drei. Aber selbst dabei bleibt es nicht. Der Untergang der Stadt ist eingeleitet und schreitet sicher voran. Eines Tages dann „spien die Fabriken und Lagerhäuser tatsächlich Hunderte von Rattenkadavern aus“. Die toten Ratten bestimmen das Stadtbild. Bald wird es den ersten toten Menschen geben. Es ist der Concierge. 40 Grad Fieber, angeschwollene Lymphknoten und ein gemartertes Gesicht. „‚Er ist tot‘, sagte Rieux“, der Arzt, schließlich.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 120 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Hunger

Die Welt verbessern mit ‘ner App

795 Millionen Menschen weltweit haben nicht genug zu essen. Täglich sterben 30 Tausend Menschen an Hunger. Man kann also sagen, dass der Hunger das größte Problem auf der Welt ist. Seit einiger Zeit gibt es eine innovative Idee, wie man das Leid ganz direkt und einfach lindern kann. Die Vereinten Nationen haben im Rahmen ihres Innovationsfonds eine App gestartet, die in Berlin entwickelt wird: ShareTheMeal.

ShareTheMeal App Haiti (Quelle: WFP)

ShareTheMeal App Haiti (Quelle: WFP)

Das Prinzip ist denkbar einfach. Möchte man spenden, so kann man den monetären Gegenwert einer Mahlzeit direkt aus der App heraus spenden. Eine Mahlzeit kostet im globalen Durchschnitt 40 Cent. Dieser spiegelt sämtliche Kosen für die Versorgung eines Menschen wieder. Darin enthalten sind die Nahrungsmittel selbst, der Transport, regelmäßige Kontrollen sowie die Zubereitung. Das Geld landet zu 100 Prozent beim World Food Programm (WFP) der Vereinten Nationen (UN). Die administrativen Kosten von ShareTheMeal werden durch einen Innovationsfonds des WFP und von privaten Unterstützern und Unternehmen getragen.

Nachdem die kostenfreie App aus dem jeweiligen App Store (siehe unten) heruntergeladen wurde, bittet ShareTheMeal beim ersten Benutzen der App Zahlungsdaten zu hinterlegen.  Zurzeit ist leider nur die Möglichkeit der Kreditkarte gegeben. Ist dies erledigt, kann man sogleich loslegen und Menschen in den Krisengebieten dieser Erde helfen. Mittlerweile kann man sich sogar in Teams zusammentun und gegeneinander Challenges bestreiten – bei der Motivation ist das sicher eine Hilfe.

Zurzeit gibt es im Jemen und in Syrien eine Hungersnot. Die UN definiert eine Hungersnot, wenn mindestens ein Fünftel der

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 1 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Jesus war kein Gutmensch!

Giottos Tempelreinigung

Von Marco F. Gallina

Es gibt einige Passagen innerhalb des Neuen Testaments, die in jüngerer Zeit gerne vernachlässigt werden. Da das Evangelium heute vornehmlich als Katalog sozialer Fragen und ethischen Zusammenlebens angesehen wird, in denen Jesus nur noch als besonders „guter Mann von Nazareth“ durch die Lande zieht, rücken einige Erzählungen in den Hintergrund. Womöglich sollte man besser sagen: sollen in den Hintergrund gerückt werden. Zeitgeistige Käßmann-Kirchen begreifen mittlerweile alles außerhalb der Bergpredigt nur noch als reinen Schmuck; Wunder haben keinen Platz oder werden als Metaphern erklärt. Dass Jesus die Ausgestoßenen der Gesellschaft aufnimmt – Kranke, Prostituierte, Zöllner – passt in diese durchsozialdemokratisierte Zeit wie das „Teilen“, ob nun Fische, Brot oder Wein. In nahezu gnostischer Verwandtschaft zu Katharern und anderen alten Sekten nimmt das Bibelbild manichäische Züge an: hier der liebe Jesus, dort der strafende Gott des Alten Testaments, der überwunden wird.

Ausschnitt aus Fresco in Padua von Giotto

Mit der Passionsgeschichte will man natürlich das Publikum weniger behelligen. Denk doch mal jemand an die Kinder! Und was sagen Tierschützer dazu, dass Jesus einen Dämon in eine Schweineherde fahren lässt, die dann jämmerlich ersäuft? Viele wissen zwar noch, dass der Gottessohn übers Wasser laufen konnte, aber die Erinnerung, dass Jesus auch ein „Strafwunder“ wirkte, ist heute augenscheinlich in Vergessenheit geraten. Ist es dabei Zufall, dass die Verfluchung des Feigenbaums und die Tempelreinigung – sowohl bei Matthäus, als auch bei Markus – im Zusammenhang stehen?

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 19 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Ehesakrament

Wie die Ehe von Mann und Frau eine geheimnisvolle, göttliche Wahrheit ausdrückt

Aber in meiner Predigt für die Hochzeitsmesse wies ich darauf hin, dass es hier um viel mehr ging, als uns über das Gute und das Glück dieser jungen Menschen zu freuen. Denn tatsächlich könnte sich jeder weltliche Romantiker so freuen. Wir waren in dieser Kirche versammelt, weil wir Bryna und Nelson als viel mehr schätzen als ein junges Liebespaar, so strahlend schön das ist. Wir sahen sie als ein heiliges Zeichen, einen Hinweis, ein Sakrament der Liebe Christi für seine Kirche. 

Ich wies darauf hin, dass es eine Besonderheit der Katholischen Theologie ist, dass ein Paar, dass bei seiner Hochzeitsmesse das Ehegelübde ablegt, nicht so sehr ein Sakrament empfängt, als dass sie ein Sakrament werden. Alle an diesem Tag in der Kirche Versammelten glaubten, dass Bryna und Nelsons Trauung nicht einfach blöder Zufall war; vielmehr war es eine Folge Gottes aktiver Vorsehung. Gott wollte, dass sie die Erlösung in einander Gesellschaft finden, was impliziert, dass Gott wollte, dass sie, als Paar, seinen erlösenden Willen tun mögen.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 19 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Helmut Kohl

Feierlicher Abschied vor den Augen der Welt

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann: „Das befruchtende Zueinander des Politikers und des gläubigen Christen hat Helmut Kohl zu einem herausragenden Staatsmann gemacht“

© Bistum Speyer / Fotograf: Klaus Landry

Mit einem feierlichen Requiem im Speyerer Dom haben Angehörige, Freunde, Politiker, Weggefährten und Öffentlichkeit Abschied von Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl genommen. „Die große Zahl hochrangiger Gäste aus aller Welt, die zum europäischen Trauerakt nach Straßburg und nun zum Requiem gekommen sind, zeigt die herausragende Bedeutung seiner Verdienste um Deutschland und Europa, ja um Versöhnung und Frieden in der Welt an. Wir nehmen Abschied von einem wahrhaft großen Staatsmann, der seine pfälzische Heimat und sein deutsches Vaterland liebte und aus einem weiten, universalen Horizont heraus lebte und handelte“, würdigte der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die politische Lebensleistung Helmut Kohls. Er feierte das Requiem gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in Deutschland Erzbischof Nikola Eteroviæ, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, Friedrich Kardinal Wetter (Bischof von Speyer von 1968 bis 1982), Bischof em. Dr. Anton Schlembach (Bischof von Speyer von 1983 bis 2007) und Weihbischof Otto Georgens.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 6 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Jugend für das Leben

„Woche für das Leben“ in Österreich: Ruf nach Modernisierung der Fristenregelung wird lauter

Österreichs Bischöfe: Mehr Unterstützung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt, Abschaffung eugenischer Indikation und Verbesserung der Fristenregelung

Im Juni fanden die „Wochen für das Leben“ in den Diözesen Österreichs statt. Bischof Krautwaschl (Graz), Bischof Scheuer (Linz) sowie Weihbischof Turnovszky (Wien) prangern die derzeitige Abtreibungssituation an und wollen mehr Hilfen für Frauen in Not. Turnovszky fordert von der Politik die Abschaffung der eugenischen Indikation und eine Bedenkzeit vor der Abtreibung.

Abschaffung der eugenischen Indikation: Sie ist „die Spitze der Grausamkeit“

„Ohne jegliche Art von Abtreibung zu relativieren, ist die eugenische Indikation die Spitze der Grausamkeit, denn sie ist eine zusätzliche massive Diskriminierung von behinderten Menschen.“, so Weihbischof Turnovszky in seiner Predigt bei der von Jugend für das Leben initiierten Pöstlingberg-Wallfahrt. Die eugenische Indikation müsse abgeschafft werden. Beim Festgottesdienst „Leben in Vielfalt“ im Linzer Dom betonte Bischof Scheuer: „In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskussion fällt eine große Diskrepanz zwischen der Inklusion von behinderten Kindern nach der Geburt und der Selektion der als behindert diagnostizierten Kindern vor der Geburt auf“. §97 StGB stellt die Abtreibung behinderter Kinder bis zur Geburt straffrei.

Verbindliche Bedenkzeit vor Schwangerschaftsabbruch und mehr Information über Hilfen für Schwangere

Zudem fordert Weihbischof Turnovszky in seiner Predigt eine verbindliche Bedenkzeit vor dem Abtreibungstermin. „Es ist ein Skandal, dass man Frauen im Schwangerschaftskonflikt einfach überfährt und ihnen nicht die Möglichste einräumt, durchzuatmen und sich dessen bewusst zu werden, was zur Entscheidung steht.“, so der Weihbischof. Bischof Krautwaschl aus Graz betont, dass die Tabuisierung der Abtreibung gebrochen werden müsse, damit Frauen in Not geholfen werden kann und Betroffene Heilung und Vergebung erfahren. Anstatt Abtreibung mit öffentlichen Geldern mitzufinanzieren, sollen alle Mittel für die Schaffung von Alternativen aufgebracht werden.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 11 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Seite 1 von 27

The Cathwalk ist eine Marke der Cathwalk-Mediengruppe