The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Glaube & Genuss (Seite 1 von 28)

#Ehefueralle

Acht heilige Helden, die bereit waren, für die Ehe zu sterben

Einige der größten und meistverehrten Heiligen der Kirche haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um das christliche Ehe-Verständnis zu verteidigen. Auch heute stellt sich Katholiken die Frage: Wären wir bereit, das gleiche zu tun? Hier ihre inspirierenden Geschichten:

Heiliger Johannes der Täufer

Gemäß den Evangelien hatte König Herodes sich von seiner Frau scheiden lassen und die Frau seines Bruders geheiratet. Der heilige Johannes der Täufer wusste, dass dies nicht recht war und dass Herodes das öffentlich tat, machte die Sache noch schlimmer. So trat er ihm anklagend gegenüber. Er hob nicht die positiven Seiten dieser ehebrecherischen Beziehung hervor oder versuchte, sich Freunde zu machen, sondern sagte im Gegenteil ganz klar: „Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen“ (Mt 14,4).

Doch statt sich zu bekehren, ließ Herodes Johannes verhaften und einkerkern. Die Schrift sagt von Herodes er „wollte ihn deswegen töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten“ (Mt 14,5). Als aber seine Stieftochter bei einem Fest den Kopf des Johannes auf einer Schale forderte, stimmte Herodes zu und ließ Johannes enthaupten.

Über die Heiligkeit Johannes des Täufers sagte Jesus selbst: „Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer“ (Mt 11,11).

Heiliger John Fisher und heiliger Thomas Morus

Heinrich VIII., König von England im XVI. Jahrhundert, wollte unbedingt einen Sohn. Nachdem er viele Jahre versucht hatte, mit Katharina von Aragon einen Sohn zu zeugen, wollte er sich von ihr scheiden lassen. Die Scheidung aber wurde ihm nicht erlaubt und so versuchte er, die Ehe vom Papst annullieren zu lassen. Der Papst untersuchte den Fall und entschied, dass die Annullierung ihn diesem Fall nicht legitim sein.

Der heilige John Fisher, ein englischer Bischof (der kurz vor seiner Hinrichtung zum Kardinal ernannt wurde), verteidigte Katharina energisch. Er trat bei Gericht in ihrem Namen auf und erklärte, dass er, wie der heilige Johannes der Täufer, bereit sei zu sterben, um die Unauflöslichkeit der Ehe zu verteidigen.

Als König Heinrich immer mehr Macht bekam, legte der heilige Thomas Morus, einer der vertrautesten Staatsmänner Heinrichs, sein Amt als Kanzler nieder. Als der König Anne Boleyn heiratete, war er nicht zugegen.

Der König verpflichtete das Volk zu einem Eid, mit dem es König Heinrich, und nicht den Papst, als Oberhaupt der Kirche in England anerkannte. Diejenigen, die Freundschaft des Königs und ihr Amt in der Regierung oder der Kirche behalten wollten, unterstützten ihn. Der König ließ auch Thomas Morus rufen und forderte ihn auf, den Eid zu leisten und öffentlich die Annullierung der Ehe mit Katharina anzuerkennen. Er verweigerte sich beidem. Der heilige John Fisher weigerte sich ebenfalls, den Eid zu leisten, und wurde im Tower von London eingesperrt.

Beide wurden verurteilt, des Verrates für schuldig befunden und öffentlich enthauptet. Eines ihrer letzten Worte war: „Ich bin ein guter Diener des Königs, aber zuerst ein Diener Gottes.“

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Zur ARD Themenwoche 2017

„Woran glaubst Du?“ – Warum die Antworten nicht egal sind

Die ARD hat 2017 eine so genannte „Themenwoche“ ins Leben gerufen, in der die Frage gestellt wird: „Woran glaubst Du?“ – Warum man die Frage und die Antworten sehr ernst nehmen muss.

Bildquelle: http://www.ard.de

Warum die Antwort so relevant ist

Es scheint en vogue zu sein, zu meinen man müsse sich nicht für einen Glauben entscheiden, sondern könne sich von allem „das Beste“ rausnehmen, würde so nichts verpassen und immer eine Flatrate im Wellness-Wohlfühlbereich nutzen. Das ist ein Irrtum. In Wirklichkeit geht das nicht. Alles hat seinen Preis, alles seine Konsequenzen. Auch die Frage nach dem Glauben. Sie ist keine, die egal ist. Es ist die tiefste Frage, nämlich die nach Identität, Sinn und Ziel des eigenen Lebens. Die Frage nach dem Glauben zu beantworten, heißt mitzuteilen worauf man sein Leben ausrichtet, wofür man lebt und worin man sterben kann.

Wenn die Glaubensfrage daher mit „ich glaube an mich“, „ich glaube an Geld“, „ich glaube an den Menschen“ beantwortet wird, sagt dies existenziell etwas über den Antwortenden selbst aus. Die Frage, die sich bei alle den Antworten stellt, ist: Trägt das, woran ich glaube?

Trägt das, woran ich glaube?

Trotz aller Katastrophen, die rein innerweltliche Systeme gebracht haben, zeigt  die „Themenwoche“ der ARD, dass der reine innerweltliche Glaube dennoch nicht überwunden ist. Dabei zeigt sich das Scheitern des Säkularhumanismus bereits mit dem Beginn dessen Totalisierung während der Französischen Revolution. Über dieses Ereignis gibt es verschiedene Narrative. Durchgesetzt hat sich weitgehend eine Deutung, wonach diese Revolution der Anfang alles Guten sei, sie habe Freiheit und Menschenrechte gebracht, mitunter wird 1789 wie die Geburt eines messianischen Zeitalters präsentiert, vor dem alles finster und düster gewesen sei.

Neben dem Guten und berechtigt Fortschrittlichen, was man am Anfang der Revolution, die als Reform begann, konstatieren muss, ist es durchaus berechtigt gegen die weitere Entwicklung der Französischen Revolution polemisieren. Denn auf ihrem Höhepunkt hat sie vor allem Krieg, Terror und Priestermorde zu verantworten. Klar wird, dass mit ihr kein „tolerantes“ Zeitalter anbrach, sondern ein alternatives, in dem die Religion und alles Bisherige abgeschafft werden sollte – zugunsten eines Neuen und zwar mit Terror, Krieg und Kopf ab.

Die neue Zeit konnte keine Motivationsquellen zur Moral installieren, sondern trieb den Hedonismus und das Messer der Guillotine ad extremum. Der von Robespierre verzweifelt eingeführte „Kult des höchsten Wesens“, eine Art säkulare Ersatzreligion, endete wie sie begann: in der Katastrophe.

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Berufung

Wo sind die Männer in der Kirche?

Der Kirche laufen die Männer davon! Das ist das derzeit beunruhigende Fazit. Woran mag das liegen?

„Wo also sind die Männer in der Kirche? Beziehungsweise, wo werden sie in Zukunft sein?“
Foto: Skeeze via Pixabay

(CNA Deutsch) Kann man Christ und Mann sein? Als ich mich als Jugendlicher für einige Jahre mehr oder weniger vom Glauben und der Kirche verabschiedet habe, so, wohl vor allem deswegen, weil ich den Eindruck hatte, dass ich meinen Lebensdurst, meine Selbstverwirklichung als Mann, eigentlich nur außerhalb der Kirche vollziehen könne.

Die Ausbildung im Seminar: lernen ein Mann zu sein

Letztens, fragte mich ein Jugendlicher nach einem gemeinsamen Fußballspiel: „Ich hätte nicht gedacht, dass Seminaristen so gut Fußball spielen.“ Na von wegen! Als müsste man um Priester zu werden, etwas von seiner Männlichkeit abgeben. Im Gegenteil! „Wer ein guter Priester sein will, sei erst einmal ein guter Christ. Und wer ein guter Christ sein will, lerne ein Mann zu sein.“, wiederholt man uns oft hier im Priesterseminar der Gemeinschaft Sankt Martin einen Stehsatz unseres Gründers. Das bedeutet, dass sich unser Mann-Sein nicht auf das Biologische reduziert, sondern tatsächlich auch gelernt sein will. Man darf sich von der Priesterweihe keine Wunder erwarten, denn „Gnade zerstört die Natur nicht, sondern vervollkommnet sie“ (Thomas von Aquin). Was im Seminar oder davor versäumt wurde, kann später nur schwer aufgeholt werden. Darum ist die menschliche Ausbildung, neben der geistlichen und intellektuellen Dimension, im Seminar so wichtig: lernen Verantwortung zu übernehmen, seine Stärken und Talente zu fördern, aber auch Fehler und Schwächen kennenzulernen und daran zu arbeiten. Das Gemeinschaftsleben ist dabei eine unschätzbare Hilfe. Es bringt einen dazu sich so zu sehen, wie man tatsächlich ist und nicht wie man sich erträumt.

Dieser bodenständige geistige Realismus, der hier in der Gemeinschaft Sankt Martin herrscht, hat mich von Anfang an angezogen. Ich merkte: hier bin ich sowohl als Christ, als auch als Mann gut aufgehoben. Hier muss ich nicht an der Türklinke abgeben, was mich als Mann ausmacht.

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Loretto Gemeinschaft

Kirchliches und bischöfliches Geburtstagsfest am Fest der Jugend

Am Wochenende fand in Salzburg die 18. Ausgabe der Initiative statt

Fest Der Jugend 2017 / © Andreas Walch – Loretto Gemeinschaft

Pfingsten ist nicht nur ein kirchliches Hochfest, sondern der Geburtstag der Kirche. In Salzburg haben über 7000 Jugendliche beim Fest der Jugend der Loretto Gemeinschaft dieses Ereignis in und rund um den Salzburger Dom mit Gottesdiensten, Gebetszeiten, Vorträgen… gebührend gefeiert.

Am Domplatz hatte die Loretto Gemeinschaft ein großes Zelt errichtet, um auch dort die Veranstaltungen aus dem Dom heraus übertragen zu können, da der Platz im Dom für die vielen Besucher nicht ausreichte, und das trotzdem die Sitzbänke aus dem Dom entfernt wurden, damit mehr Jugendliche Platz hatten.

Außerhalb des Domes trafen sich die Jugendlichen zu Workshops rund um Themen wie Glaube, Berufung, Ausbildung, Bibel… zu Austausch oder einfach nur gemeinsamen Aktivitäten oder Wasserschlachten.

Am Abend der Barmherzigkeit haben 100 Priester das Sakrament der Versöhnung angeboten. Da die Nachfrage nach Beichte so stark war, konnten die Jugendlichen auch am Domplatz selbst bei dutzenden Priestern beichten.

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Zum 100-jährigen Jubiläum

Der Codex Juris Canonici (CIC) von 1917

The Cathwalk.de. – Am 27. Mai 1917, einem Pfingstsonntag, wird der Kodex des Kirchenrechts durch die Konstitution Providentissima Mater Ecclesia feierlich verkündet. Was zeichnet das Gesetzbuch aus? Welche Rechte werden den Laien zugesprochen? Eine Analyse des alten Kirchenrechts nach den Canones und Lehrbüchern.

Der Kodex: Promulgation und Aufbau

Quelle: tezeusz.pl

In dieser Konstitution wird die Kirche als societas perfecta beschrieben, die sich von Anfang an Recht setze. Gasparri verleiht bei seiner Ansprache der päpstlichen Überzeugung Ausdruck, „dass der neue Kodex das Studium und die Beobachtung der Kirchendisziplin und dadurch die Heilung und das ewige Heil der Seelen fördern werde.“ Benedikt XV. tröste es „dass Pius X. sich im Himmel über sein Werk freuen wird“. Der Kodex hat den Umfang eines Bürgerlichen Gesetzbuches und beinhaltet fünf Bücher. Damit behält er die Fünfteilung der mittelalterlichen Dekretaliensammlung bei. Das Eherecht ist im CIC/1917 jedoch kein eigenes Buch mehr, sondern wurde den Sakramenten untergeordnet, wodurch der Kodex eine geistliche Ausrichtung erhält. Nach dem Juristen Ulrich Stutz macht das Gesetzbuch einen einheitlichen Eindruck und ist ein Werk des absoluten Papsttums („Wo der Papst ist, da ist die Kirche“). Der Kodex selbst ist nicht rechtsschöpferisch, da er im Grunde nichts Neues schafft, sondern die Rechtstradition der Kirche aufgreift. Neuerungen werden auf das Notwendigste beschränkt.

Quelle: tezeusz.pl

Die ausdrückliche Bekämpfung des Modernismus spielt im Kodex nach Stutz keine Rolle mehr. Dennoch ist der Kodex ein antimodernistisches Gesetzbuch, wenn er auch darauf verzichtet extreme antimodernistische Maßnahmen zu erwähnen. Ebenfalls werden mit dem Kodex alle nicht erwähnten Strafen ausdrücklich abgeschafft. Da der Kodex die Möglichkeit der Deutungsverschiedenheit bietet, wird nach der Veröffentlichung von Papst Benedikt XV. eine Kommission zur authentischen Interpretation unter dem Vorsitz von Gasparri ins Leben gerufen. Weitere Mitglieder sind u.a. De Lai und van Rossum. Neuerungen sind laut Stutz „schon durch den eminent konservativen Grundzug des katholischen Kirchentums ausgeschlossen.“ Der Kodex ist nach Stutz die Krone der Geschichte des Kirchenrechts. Das erste Buch beschäftigt sich mit dem allgemeinen Teil, in dem einige Neuerungen enthalten sind. Neu am Kodex ist die nun kodifizierte Bestrebung Pius’ X., in der obersten Kirchenleitung keine reinen Diplomaten, sondern nur noch Priester zu haben. So kann nur noch der Kardinal werden, der mindestens drei Jahre Priester ist. Kardinaldiakone soll es nicht mehr geben. Auch wird der Einfluss der Laien in der Besetzung der niederen Kirchenämter mehr als bisher reduziert. Nach dem Kodex gibt es auch nur noch eine Form der Exkommunikation, nämlich die große. Die kleine Form, die nur vom Empfang der Sakramente und dem Erwerb eines Kirchenamtes auschließt, fällt weg.

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