The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Glaube & Genuss (Seite 1 von 28)

Zur ARD Themenwoche 2017

„Woran glaubst Du?“ – Warum die Antworten nicht egal sind

Die ARD hat 2017 eine so genannte „Themenwoche“ ins Leben gerufen, in der die Frage gestellt wird: „Woran glaubst Du?“ – Warum man die Frage und die Antworten sehr ernst nehmen muss.

Bildquelle: http://www.ard.de

Warum die Antwort so relevant ist

Es scheint en vogue zu sein, zu meinen man müsse sich nicht für einen Glauben entscheiden, sondern könne sich von allem „das Beste“ rausnehmen, würde so nichts verpassen und immer eine Flatrate im Wellness-Wohlfühlbereich nutzen. Das ist ein Irrtum. In Wirklichkeit geht das nicht. Alles hat seinen Preis, alles seine Konsequenzen. Auch die Frage nach dem Glauben. Sie ist keine, die egal ist. Es ist die tiefste Frage, nämlich die nach Identität, Sinn und Ziel des eigenen Lebens. Die Frage nach dem Glauben zu beantworten, heißt mitzuteilen worauf man sein Leben ausrichtet, wofür man lebt und worin man sterben kann.

Wenn die Glaubensfrage daher mit „ich glaube an mich“, „ich glaube an Geld“, „ich glaube an den Menschen“ beantwortet wird, sagt dies existenziell etwas über den Antwortenden selbst aus. Die Frage, die sich bei alle den Antworten stellt, ist: Trägt das, woran ich glaube?

Trägt das, woran ich glaube?

Trotz aller Katastrophen, die rein innerweltliche Systeme gebracht haben, zeigt  die „Themenwoche“ der ARD, dass der reine innerweltliche Glaube dennoch nicht überwunden ist. Dabei zeigt sich das Scheitern des Säkularhumanismus bereits mit dem Beginn dessen Totalisierung während der Französischen Revolution. Über dieses Ereignis gibt es verschiedene Narrative. Durchgesetzt hat sich weitgehend eine Deutung, wonach diese Revolution der Anfang alles Guten sei, sie habe Freiheit und Menschenrechte gebracht, mitunter wird 1789 wie die Geburt eines messianischen Zeitalters präsentiert, vor dem alles finster und düster gewesen sei.

Neben dem Guten und berechtigt Fortschrittlichen, was man am Anfang der Revolution, die als Reform begann, konstatieren muss, ist es durchaus berechtigt gegen die weitere Entwicklung der Französischen Revolution polemisieren. Denn auf ihrem Höhepunkt hat sie vor allem Krieg, Terror und Priestermorde zu verantworten. Klar wird, dass mit ihr kein „tolerantes“ Zeitalter anbrach, sondern ein alternatives, in dem die Religion und alles Bisherige abgeschafft werden sollte – zugunsten eines Neuen und zwar mit Terror, Krieg und Kopf ab.

Die neue Zeit konnte keine Motivationsquellen zur Moral installieren, sondern trieb den Hedonismus und das Messer der Guillotine ad extremum. Der von Robespierre verzweifelt eingeführte „Kult des höchsten Wesens“, eine Art säkulare Ersatzreligion, endete wie sie begann: in der Katastrophe.

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Berufung

Wo sind die Männer in der Kirche?

Der Kirche laufen die Männer davon! Das ist das derzeit beunruhigende Fazit. Woran mag das liegen?

„Wo also sind die Männer in der Kirche? Beziehungsweise, wo werden sie in Zukunft sein?“
Foto: Skeeze via Pixabay

(CNA Deutsch) Kann man Christ und Mann sein? Als ich mich als Jugendlicher für einige Jahre mehr oder weniger vom Glauben und der Kirche verabschiedet habe, so, wohl vor allem deswegen, weil ich den Eindruck hatte, dass ich meinen Lebensdurst, meine Selbstverwirklichung als Mann, eigentlich nur außerhalb der Kirche vollziehen könne.

Die Ausbildung im Seminar: lernen ein Mann zu sein

Letztens, fragte mich ein Jugendlicher nach einem gemeinsamen Fußballspiel: „Ich hätte nicht gedacht, dass Seminaristen so gut Fußball spielen.“ Na von wegen! Als müsste man um Priester zu werden, etwas von seiner Männlichkeit abgeben. Im Gegenteil! „Wer ein guter Priester sein will, sei erst einmal ein guter Christ. Und wer ein guter Christ sein will, lerne ein Mann zu sein.“, wiederholt man uns oft hier im Priesterseminar der Gemeinschaft Sankt Martin einen Stehsatz unseres Gründers. Das bedeutet, dass sich unser Mann-Sein nicht auf das Biologische reduziert, sondern tatsächlich auch gelernt sein will. Man darf sich von der Priesterweihe keine Wunder erwarten, denn „Gnade zerstört die Natur nicht, sondern vervollkommnet sie“ (Thomas von Aquin). Was im Seminar oder davor versäumt wurde, kann später nur schwer aufgeholt werden. Darum ist die menschliche Ausbildung, neben der geistlichen und intellektuellen Dimension, im Seminar so wichtig: lernen Verantwortung zu übernehmen, seine Stärken und Talente zu fördern, aber auch Fehler und Schwächen kennenzulernen und daran zu arbeiten. Das Gemeinschaftsleben ist dabei eine unschätzbare Hilfe. Es bringt einen dazu sich so zu sehen, wie man tatsächlich ist und nicht wie man sich erträumt.

Dieser bodenständige geistige Realismus, der hier in der Gemeinschaft Sankt Martin herrscht, hat mich von Anfang an angezogen. Ich merkte: hier bin ich sowohl als Christ, als auch als Mann gut aufgehoben. Hier muss ich nicht an der Türklinke abgeben, was mich als Mann ausmacht.

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Loretto Gemeinschaft

Kirchliches und bischöfliches Geburtstagsfest am Fest der Jugend

Am Wochenende fand in Salzburg die 18. Ausgabe der Initiative statt

Fest Der Jugend 2017 / © Andreas Walch – Loretto Gemeinschaft

Pfingsten ist nicht nur ein kirchliches Hochfest, sondern der Geburtstag der Kirche. In Salzburg haben über 7000 Jugendliche beim Fest der Jugend der Loretto Gemeinschaft dieses Ereignis in und rund um den Salzburger Dom mit Gottesdiensten, Gebetszeiten, Vorträgen… gebührend gefeiert.

Am Domplatz hatte die Loretto Gemeinschaft ein großes Zelt errichtet, um auch dort die Veranstaltungen aus dem Dom heraus übertragen zu können, da der Platz im Dom für die vielen Besucher nicht ausreichte, und das trotzdem die Sitzbänke aus dem Dom entfernt wurden, damit mehr Jugendliche Platz hatten.

Außerhalb des Domes trafen sich die Jugendlichen zu Workshops rund um Themen wie Glaube, Berufung, Ausbildung, Bibel… zu Austausch oder einfach nur gemeinsamen Aktivitäten oder Wasserschlachten.

Am Abend der Barmherzigkeit haben 100 Priester das Sakrament der Versöhnung angeboten. Da die Nachfrage nach Beichte so stark war, konnten die Jugendlichen auch am Domplatz selbst bei dutzenden Priestern beichten.

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Zum 100-jährigen Jubiläum

Der Codex Juris Canonici (CIC) von 1917

The Cathwalk.de. – Am 27. Mai 1917, einem Pfingstsonntag, wird der Kodex des Kirchenrechts durch die Konstitution Providentissima Mater Ecclesia feierlich verkündet. Was zeichnet das Gesetzbuch aus? Welche Rechte werden den Laien zugesprochen? Eine Analyse des alten Kirchenrechts nach den Canones und Lehrbüchern.

Der Kodex: Promulgation und Aufbau

Quelle: tezeusz.pl

In dieser Konstitution wird die Kirche als societas perfecta beschrieben, die sich von Anfang an Recht setze. Gasparri verleiht bei seiner Ansprache der päpstlichen Überzeugung Ausdruck, „dass der neue Kodex das Studium und die Beobachtung der Kirchendisziplin und dadurch die Heilung und das ewige Heil der Seelen fördern werde.“ Benedikt XV. tröste es „dass Pius X. sich im Himmel über sein Werk freuen wird“. Der Kodex hat den Umfang eines Bürgerlichen Gesetzbuches und beinhaltet fünf Bücher. Damit behält er die Fünfteilung der mittelalterlichen Dekretaliensammlung bei. Das Eherecht ist im CIC/1917 jedoch kein eigenes Buch mehr, sondern wurde den Sakramenten untergeordnet, wodurch der Kodex eine geistliche Ausrichtung erhält. Nach dem Juristen Ulrich Stutz macht das Gesetzbuch einen einheitlichen Eindruck und ist ein Werk des absoluten Papsttums („Wo der Papst ist, da ist die Kirche“). Der Kodex selbst ist nicht rechtsschöpferisch, da er im Grunde nichts Neues schafft, sondern die Rechtstradition der Kirche aufgreift. Neuerungen werden auf das Notwendigste beschränkt.

Quelle: tezeusz.pl

Die ausdrückliche Bekämpfung des Modernismus spielt im Kodex nach Stutz keine Rolle mehr. Dennoch ist der Kodex ein antimodernistisches Gesetzbuch, wenn er auch darauf verzichtet extreme antimodernistische Maßnahmen zu erwähnen. Ebenfalls werden mit dem Kodex alle nicht erwähnten Strafen ausdrücklich abgeschafft. Da der Kodex die Möglichkeit der Deutungsverschiedenheit bietet, wird nach der Veröffentlichung von Papst Benedikt XV. eine Kommission zur authentischen Interpretation unter dem Vorsitz von Gasparri ins Leben gerufen. Weitere Mitglieder sind u.a. De Lai und van Rossum. Neuerungen sind laut Stutz „schon durch den eminent konservativen Grundzug des katholischen Kirchentums ausgeschlossen.“ Der Kodex ist nach Stutz die Krone der Geschichte des Kirchenrechts. Das erste Buch beschäftigt sich mit dem allgemeinen Teil, in dem einige Neuerungen enthalten sind. Neu am Kodex ist die nun kodifizierte Bestrebung Pius’ X., in der obersten Kirchenleitung keine reinen Diplomaten, sondern nur noch Priester zu haben. So kann nur noch der Kardinal werden, der mindestens drei Jahre Priester ist. Kardinaldiakone soll es nicht mehr geben. Auch wird der Einfluss der Laien in der Besetzung der niederen Kirchenämter mehr als bisher reduziert. Nach dem Kodex gibt es auch nur noch eine Form der Exkommunikation, nämlich die große. Die kleine Form, die nur vom Empfang der Sakramente und dem Erwerb eines Kirchenamtes auschließt, fällt weg.

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100 Jahre Fatima

Ein Lied zu Fatima

Von Marco F. Gallina

An diesem Sonntag, statt des üblichen Gedichtes: ein kurzes Innehalten und Gedenken an die Marienerscheinung vor 100 Jahren in Fatima. Zu diesem Anlass kam mir kürzlich eine mittelalterliche Ballade aus den Cantigas de Santa Maria von Alfons X. von Spanien unter. Nicht in Fatima, aber im portugiesischen Faro spielt diese Legende, die in der Liedersammlung unter der 183 eingetragen ist. Der Titel ist zugleich der Refrain:

„Da pesar a Santa María quien, por deshonrarla, hace mal a su imagen, y Ella se lo castiga.“
(Wer ihr Bild entehrt, bereitet der Heiligen Maria Kummer und den bestraft sie schwer)

Die Geschichte handelt von einem Wunder, das geschieht, als die muslimische Bevölkerung ein Bildnis Mariens ins Meer wirft. Daraufhin holen die Fischer keinen Fang mehr ein. Erst als die Mauren den Fehler einsehen und das Stück nicht nur bergen, sondern zwischen die Mauerzinnen setzen, damit es jeder sehen kann, können die Fischer wieder ihren Fang einholen – und sogar mehr als zuvor.

Der Originaltext befindet sich im Youtube-Video samt englischer Übersetzung.

Esta es de un milagro que mostró Santa María en Faro, cuando era de moros.

„Da pesar a Santa María quien, por deshonrarla, hace mal a su imagen, y Ella se lo castiga.“

De esto diré un milagro que la Virgen Santa María hizo, en Faro, en tiempo de Abén Mahfudha que tenía el reino del Algarve, en aquel tiempo, a guisa de hombre esforzado, tanto en la guerra como en la paz.
En aquel castillo había una imagen, como he aprendido, de la Virgen muy gloriosa, hecha como os diré, de piedra, bien figurada, y que estaba, como de cierto he hallado, en la ribera del mar, frente a él, de cara.
Ya del tiempo de los cristianos se sabía que estaba allí, y, por eso, los cautivos iban siempre a adorarla, y, por esta razón, nombraban „Santa María“ a la villa de Faro, pero el pueblo malvado de los moros que allí había tuvo gran pesar por ello, y la echaron al mar, sañudos, con gran desprecio; mas un gran milagro mostró sobre esto la Virgen que tiene el mundo bajo su mando, y a quien desagrada la soberbia.
Porque hizo que ningún pescado pudieran volver a coger, mientras dejaran que aquella imagen siguiese yaciendo en el mar.
Los moros, cuando tal vieron, fueron a levantarla, y la pusieron en el muro, de frente, entre las almenas.
Desde entonces, tanto pescado tuvieron que nunca había habido tanto, como he oído decir a moros y cristianos, que me lo contaron a mí.
Por ello, loemos a la Virgen, en la que tanto bien yace.

Dies ist eine Legende über ein Wunder der Heiligen Maria, das sich zutrug, als Faro den Mauren gehörte.

„Wer ihr Bild entehrt, bereitet der Heiligen Maria Kummer und den bestraft sie schwer“

Nachdem ich dies gesagt habe, erzähle ich euch von dem Wunder der Heiligen Jungfrau Maria, welche dieses in Faro wirkte, zu Zeiten des Mauren Aben Mafon (Musa ibn Muhammad ibn Nusair ibn Mahfudh, der König von Niebla), der das Königreich der Algarve damals als tapferer Mann in Krieg und Frieden beherrschte.
Im dortigen Kastell war eine Statue, soweit ich unterrichtet bin, von der glorreichen Jungfrau. Sie war meisterlich aus Stein gehauen. Mit aller Sicherheit kann ich sagen, dass Sie am Strand stand und hinaus auf das Meer schaute.
Es ist bekannt, dass Sie dort steht, seitdem es Christen gibt, und die Gläubigen sammelten sich dort um zu beten. Aus diesem Grund nannten sie die Stadt „Santa Maria“ de Faro.

Das boshafte maurische Volk ärgerte das sehr und warf daher das Bildnis unter großem Spott ins Meer. Die Heilige Jungfrau allerdings, welche die Welt in Ihrer Macht hält und jede Arroganz verachtet, wirkte deswegen ein großes Wunder.
Ihretwegen waren die Mauren nicht mehr fähig, Fische aus dem Meer zu ziehen, solange das Steinbild im Wasser lag. Als die Mauren das bemerkten, zogen sie das Marienbild wieder heraus und stellten es zwischen die Zinnen der Stadtmauer.
Von diesem Moment an zogen sie mehr Fische denn je aus dem Meer, was ich von Mauren wie Christen hörte, die mir diese Geschichte erzählten.
Darum lasst uns die Jungfrau preisen, der so viel Mildtätigkeit innewohnt.

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