The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Kategorie: Theologie (Seite 1 von 25)

100 Jahre Fatima

Ein Lied zu Fatima

Von Marco F. Gallina

An diesem Sonntag, statt des üblichen Gedichtes: ein kurzes Innehalten und Gedenken an die Marienerscheinung vor 100 Jahren in Fatima. Zu diesem Anlass kam mir kürzlich eine mittelalterliche Ballade aus den Cantigas de Santa Maria von Alfons X. von Spanien unter. Nicht in Fatima, aber im portugiesischen Faro spielt diese Legende, die in der Liedersammlung unter der 183 eingetragen ist. Der Titel ist zugleich der Refrain:

„Da pesar a Santa María quien, por deshonrarla, hace mal a su imagen, y Ella se lo castiga.“
(Wer ihr Bild entehrt, bereitet der Heiligen Maria Kummer und den bestraft sie schwer)

Die Geschichte handelt von einem Wunder, das geschieht, als die muslimische Bevölkerung ein Bildnis Mariens ins Meer wirft. Daraufhin holen die Fischer keinen Fang mehr ein. Erst als die Mauren den Fehler einsehen und das Stück nicht nur bergen, sondern zwischen die Mauerzinnen setzen, damit es jeder sehen kann, können die Fischer wieder ihren Fang einholen – und sogar mehr als zuvor.

Der Originaltext befindet sich im Youtube-Video samt englischer Übersetzung.

Esta es de un milagro que mostró Santa María en Faro, cuando era de moros.

„Da pesar a Santa María quien, por deshonrarla, hace mal a su imagen, y Ella se lo castiga.“

De esto diré un milagro que la Virgen Santa María hizo, en Faro, en tiempo de Abén Mahfudha que tenía el reino del Algarve, en aquel tiempo, a guisa de hombre esforzado, tanto en la guerra como en la paz.
En aquel castillo había una imagen, como he aprendido, de la Virgen muy gloriosa, hecha como os diré, de piedra, bien figurada, y que estaba, como de cierto he hallado, en la ribera del mar, frente a él, de cara.
Ya del tiempo de los cristianos se sabía que estaba allí, y, por eso, los cautivos iban siempre a adorarla, y, por esta razón, nombraban „Santa María“ a la villa de Faro, pero el pueblo malvado de los moros que allí había tuvo gran pesar por ello, y la echaron al mar, sañudos, con gran desprecio; mas un gran milagro mostró sobre esto la Virgen que tiene el mundo bajo su mando, y a quien desagrada la soberbia.
Porque hizo que ningún pescado pudieran volver a coger, mientras dejaran que aquella imagen siguiese yaciendo en el mar.
Los moros, cuando tal vieron, fueron a levantarla, y la pusieron en el muro, de frente, entre las almenas.
Desde entonces, tanto pescado tuvieron que nunca había habido tanto, como he oído decir a moros y cristianos, que me lo contaron a mí.
Por ello, loemos a la Virgen, en la que tanto bien yace.

Dies ist eine Legende über ein Wunder der Heiligen Maria, das sich zutrug, als Faro den Mauren gehörte.

„Wer ihr Bild entehrt, bereitet der Heiligen Maria Kummer und den bestraft sie schwer“

Nachdem ich dies gesagt habe, erzähle ich euch von dem Wunder der Heiligen Jungfrau Maria, welche dieses in Faro wirkte, zu Zeiten des Mauren Aben Mafon (Musa ibn Muhammad ibn Nusair ibn Mahfudh, der König von Niebla), der das Königreich der Algarve damals als tapferer Mann in Krieg und Frieden beherrschte.
Im dortigen Kastell war eine Statue, soweit ich unterrichtet bin, von der glorreichen Jungfrau. Sie war meisterlich aus Stein gehauen. Mit aller Sicherheit kann ich sagen, dass Sie am Strand stand und hinaus auf das Meer schaute.
Es ist bekannt, dass Sie dort steht, seitdem es Christen gibt, und die Gläubigen sammelten sich dort um zu beten. Aus diesem Grund nannten sie die Stadt „Santa Maria“ de Faro.

Das boshafte maurische Volk ärgerte das sehr und warf daher das Bildnis unter großem Spott ins Meer. Die Heilige Jungfrau allerdings, welche die Welt in Ihrer Macht hält und jede Arroganz verachtet, wirkte deswegen ein großes Wunder.
Ihretwegen waren die Mauren nicht mehr fähig, Fische aus dem Meer zu ziehen, solange das Steinbild im Wasser lag. Als die Mauren das bemerkten, zogen sie das Marienbild wieder heraus und stellten es zwischen die Zinnen der Stadtmauer.
Von diesem Moment an zogen sie mehr Fische denn je aus dem Meer, was ich von Mauren wie Christen hörte, die mir diese Geschichte erzählten.
Darum lasst uns die Jungfrau preisen, der so viel Mildtätigkeit innewohnt.

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

100 Jahre Fatima

„Sein Zeichen über mir heißt Liebe“

Ein theologischer Kommentar zu den Erscheinungen der „schönen Dame“ in Fatima

Das Hohelied Salomons, gemalt von Gustave Moureau
Foto: Wikimedia (Gemeinfrei)

(CNA Deutsch) Schlägt man die Bibel in der Mitte auf, so trifft man mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Hohelied. Dieses Salomon als Verfasser zugeschriebenes Buch (vgl. 1 Kö 5, 12) steht im Zentrum der Heiligen Schrift, weil es – sowohl in jüdischer wie auch christlicher Interpretation – im Bild der Liebe zwischen Mann und Frau Gottes Zuneigung zu seinem Volk beschreibt.

Es ist das „Lied der Lieder“, das auf die Kirche und Maria hin gedeutet werden kann.

Die Mutter Jesu ist, mit den Worten des hl. Franziskus, die „Virgo ecclesia facta“, also die Kirche in Person, die die Heiligkeit des mystischen Leibes sichtbar macht.[1] Zu Recht darf man das Hohelied auch als marianisches „Gedicht“ lesen, das in acht Kapiteln das Geheimnis der „neuen Eva“ beschreibt, das heißt die Erhebung eines einfachen Mädchens zur Königin an der Seite des Fürsten Israels. Die Frau an der Seite des neuen Adam findet ihren Platz als Erste des Volkes nicht nur aufgrund ihrer Mutterschaft, sondern auch im Hinblick auf ihrer Mitarbeit im Werk der Erlösung.

Demütiges Mädchen und schöne Dame

Vor diesem Hintergrund ist es möglich, das Hohelied im Licht der Erscheinungen Mariens in Fatima zu lesen. In der Tat bietet Salomons Lied viele Bilder, die sich als geistliche Lektüre empfehlen, um das Erscheinen der „schönen Dame“ in der Cova da Iria auch in biblischen Symbolen zu beschreiben. Schon der zeitliche Ablauf der Ereignisse beider Geschichten ähnelt sich: Das Hohelied beginnt im Herbst mit der Erwählung des armen Mädchens, das den Herden folgen soll, um den Geliebten zu finden.

Es folgt der Winter, den die Geliebten im Weinhaus verbringen, bis endlich – der Frühling ist angebrochen – der Bräutigam seine Freundin hinausruft, um mit ihm zu gehen. Es folgt der Sommer in der heiligen Stadt Jerusalem, in der aus der Magd eine Königin wird, die – am Ende des Buches und mittlerweile wird es wieder Herbst – ihren Namen offenbart. Die Ereignisse von Fatima beginnen mit den Engelserscheinungen, die im Herbst 1916 enden, woraufhin die Hirtenkinder ein intensives Gebets- und Bußleben beginnen, dass den ganzen Winter währt.

Die Erscheinungen Mariens heben am 13. Mai 1917 an und dauern bis zum 13. Oktober, dem Tag des großen Sonnenwunders, an dem Maria sich gewissermaßen als Königin zeigt und ihren Namen offenbart. Geführt vom Engel und dann von der Mutter Gottes legen die Hirtenkinder einen geistlichen Pilgerweg zurück, der sie immer näher zu Gott führt. Dieser Weg ist, wie Maria Lucia sagt, ihr Unbeflecktes Herz, das immer ihre Zuflucht sein wird.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

100 Jahre Fatima

Die 5 Gebete, die in Fatima offenbart wurden, die jeder Katholik kennen sollte

Das erste dieser Gebete kennen viele Katholiken schon; doch die anderen vier sind weniger bekannt. Dies sind die 5 Gebete, die den Kindern in Fatima geschenkt wurden:

1) Das Fatima-Gebet

O mein Jesus, verzeih‘ uns unsere Sünden, bewahre uns vor den Feuern der Hölle und führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen, Amen.

Maria sagte den Kindern, das sie dieses Gebet nach jedem Gesätz des Rosenkranzes beten sollten.

2) Das Gebet um Verzeihung

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.

Im Jahr 1916, vor den Marienerscheinungen, sahen die Hirtenkinder einen Engel, der ihnen dieses und das nächste Gebet anvertraute.

3) Das Gebet des Engels 

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.

Als ihnen der Engel dieses Gebet schenkte, erschien der Leib Christ in Hostie und Kelch vor ihnen in der Luft, und der Engel leitete die Kinder an, davor niederzuknien und zu beten.

4) Das Eucharistische Gebet 

Allerheiligste Dreifaltigkeit, ich bete dich an! Mein Gott, mein Gott, ich liebe dich im Allerheiligsten Sakrament.

Als Maria den Kindern zum ersten Mal erschien, am 13. Mai 1917, sagte sie: „Ihr werdet viel zu leiden haben, aber die Gnade Gottes wird Euer Trost sein.“ Lucia, eines der Kinder, erzählte, dass ein helles Licht überall um sie herum aufstrahlte, und ohne darüber nachzudenken, begannen sie gemeinsam, das Gebet zu sprechen.

5) Das Opfergebet 

Oh Jesus, ich bete aus Liebe zu dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne der Sünden gegen das unbefleckte Herz Mariens.

Dieses Gebet gab Maria den Kindern zusammen mit dem Fatima-Gebet (Nr. 1) am 13. Juni 1917. Man soll es beten, wen man Gott sein Leiden aufopfert.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von www.ChurchPOP.com

Dieser Artikel wurde bereits 78 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Robert Spaemann zum Neunzigsten

Eine Hommage von Hannes Kirmse

Der Philosoph und bekennende Katholik Robert Spaemann feiert am 5. Mai seinen 90. Geburtstag – Bild: Jörg Noller, Wikipedia

Robert Spaemann hatte eine Wendung vollzogen. Er verstand sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst selbst als Marxist-Leninist, die Ideen des Humanismus und der hegelianischen Dialektik hatten ihn beflügelt und ließen in ihm die Bereitschaft auch zu direkter politischer Betätigung aufkeimen. Die Chimäre einer propagierten Menschheitsbefreiung begann sich aufzulösen, der Schleier des Idealismus zu lüften, als der junge Student der Philosophie, Geschichte und Theologie von dem uferlosen Kommunismus in Rußland erfuhr. Im Dienste einer aus betuchten Elternhäusern stammenden Söhnen entwickelten Weltidee, zementiert durch eine vermeintliche Notwendigkeit aus dem postulierten linearen Verlauf der Geschichte wurden Millionen von Menschenleben geopfert. Der junge Spaemann muß erkannt haben, daß aus der innerweltlichen Heilsverheißung mit ihrem Anspruch, einen neuen Menschentypus zu kreieren, die dunkelste Dystopie geworden ist, die man sich nur vorstellen kann. Das Ideal wurde zum Trugbild, die ehemals schöpferische Kraft des Geistes zur Zersetzung auf allen Ebenen, der verkündete Sinn des Verlaufs der Geschichte zur absoluten Sinnlosigkeit in der Gegenwart.

Von der Ideologie eines Kulturmarxismus wandte sich Spaemann folglich mit Entschiedenheit ab, um dann aber nicht Kompensation bei einer erneuten, irgendwie andersgearteten Ideologie zu suchen, wie es etwa Horst Mahler getan hat, der als ehemaliges SDS- und RAF-Mitglied zum Rechtsextremen wurde. Nein, Spaemann behielt bei seiner Wendung Maß und ist auch bis heute ein Denker des Maßes geblieben. Seinen für das Denken notwendigen Raum fand er gerade dadurch, daß er fortan zu allen innerweltlichen Verheißungen und Versuchungen den gebotenen Abstand hielt. Dem Revolutionären setzt er das Evolutionäre, das mit Bedacht Gewordene entgegen. – „Wichtig ist, was immer ist.“ – So brachte er es selbst einmal in einem Interview auf den Punkt. Ihm wird es daran gelegen sein, die anthropologische Grundkonstante freizulegen, die uns nicht auf das Aufgehen im Diesseits weist, sondern auf das Jenseits. Im Menschen ist immer mehr angelegt, als er in der ihm gegebenen Lebensspanne zu verwirklichen imstande wäre. Es ist etwas, das über ihn hinausweist und das die Theologie mit dem Begriff der Gottesebenbildlichkeit beschreibt. In dem Bewußtsein der Notwendigkeit von gewissen Grundkonstanten wurde dann so aus dem einstigen Befürworter der Liturgiereform innerhalb der katholischen Kirche ein Spaemann, der einer vorschnell verordneten Reformierung nunmehr mit Skepsis gegenübersteht und dadurch Martin Mosebach zum Verfassen der bis heute kontrovers diskutierten Schrift „Häresie der Formlosigkeit“ inspirierte. Darüber hinaus wurde er zu einem Apologeten der bis 1996 verbindlichen Rechtschreibung und Sprachregelungen, die einer politischen Korrektheit dienlich sein sollen erteilte er eine klare Absage. Die Sprache gerät, so stellt Spaemann fest, in einen infiniten Regress, wenn sie Unsagbarkeiten und alleingültige Begrifflichkeiten definieren will, die sich dann abnützten, um wiederum als solche unsagbar zu werden. Ihm geht es auch hierbei vielmehr um das rechte Maß, mit dem wir den Dingen in der Welt begegnen sollten. Durch vorschnelle Eingriffe droht unser vor allem Denken nicht nur sich zu dekontextualisieren, sondern gibt sich einer Banalisierung und Profanierung preis. Was der Philosoph folglich an der heutigen Gesellschaft beklagt, ist ihr Hang zum Aufgehen im Konsumrausch, den Theodor W. Adorno als „Kulturindustrie“ zusammen mit Nationalsozialismus und Kommunismus als weltliche Hölle bezeichnete.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 68 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Zwischen Moskau und Fatima

Bildquelle: http://www.patrona-bavariae.info

„Wie der Herr, so’s Gescherr“: Wenn dieser alte Spruch zutrifft, dann ist es um die Bayern bestens bestellt.

(Von CNA Deutsch) Wer jetzt an den Ministerpräsidenten und sein Kabinett denkt, greift zu kurz. Die bayerische Staatsregierung – so Ludwig Thoma in der herrlichen Kurzgeschichte „Ein Münchner im Himmel“ – warte ja bis heute auf die „göttlichen Ratschläge“ die der mürrische Dienstmann Alois Hingerl ihr bringen sollte. Weil das Bier im Hofbräuhaus ihm so gut schmeckt, bleibt er aber im Wirtshaus sitzen und vergisst seinen himmlischen Auftrag. 1911 hat Ludwig Thoma seinen humorvollen Text veröffentlicht, der wenig Wahres über den Himmel, dafür sehr wohl Zutreffendes über die Bayern und ihre Heimat sagt. Schmunzelnd kann der durch die „Lausbubengeschichten“ bekannt gewordene Schriftsteller deutlich machen, dass seine Heimat die Hilfe „von oben“ braucht. Und damit hat er Recht!

„Eine Welt ohne Gott ist eine Welt ohne Hoffnung“ (Benedikt XVI., Spe Salvi)

Die bayerische Regierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wusste, dass es himmlische Hilfe brauche, um Land und Leute zu beschützen. Wo der Mensch allein Herr sein will, zerschlägt er – um auf die eingangs genannte Volksweisheit anzuspielen – allzu viel kostbares Geschirr. Gerade die Geschichte des letzten Jahrhunderts mit ihren beiden großen Weltkriegen zeigt das schreckliche Leid des vermeintlichen „Herrenmenschen“. 1917 beginnt in Russland die kommunistische Revolution, die in vielen Ländern der Welt Regierungen hervorbringen sollte, die stolz darauf sind, ohne göttliche Ratschläge zu herrschen. Wo der atheistische Materialismus Gott aus der Gesellschaft drängt, bleibt dem Menschen nichts mehr zu lachen. Ohne den bittenden Blick nach oben, bleibt nur das stumpfe Starren auf den Boden.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 104 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Seite 1 von 25

The Cathwalk ist eine Marke der Cathwalk-Mediengruppe