The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

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Kinderfeindliche Umweltpropaganda

Ich, Egoist, will Kinder

Ein Plädoyer für Kinderfreundlichkeit

Von Gabriel Franz Maria Ruprecht

Wer Kinder hat, ist scheiße. Mindestens so sehr, wie jemand, der eine gepanzerte, amerikanische Spritschleuder fährt – das ist das Ergebnis, zu dem man nach dem Lesen eines Artikels von Lena Seiferlin auf bento.de kommen kann.

Screenshot: http://www.bento.de

Der Artikel von Lena Seiferlin ist Unsinn und wohl nicht ohne Grund unter der Kategorie „Gefühle“ eingeordnet. Hier werden ein paar „Hard Facts“ präsentiert, die einseitig und fragwürdig sind und noch dazu andere Aspekte unterschlagen. Die Welt besteht nicht nur aus CO2 und das ist nicht die einzige Substanz, die in die Umwelt freigesetzt wird.

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Artikel zu Allerheiligen

Heilige oder Hollywood: Wer hat mehr zu bieten?

Heilige gelten oft als altmodisch. Jemanden zu verehren, weil er aus dem Glauben gelebt hat, gilt als nutzlos und weltfremd. Dennoch werden auch heute noch Menschen verehrt. Oft liegt die Verheißung dabei jedoch nicht im Jenseits, sondern im Diesseits. Stars sind die modernen Vorbilder: reich, schön, berühmt. In Hollywood wird dieser Kult am besten produziert. Aber welche Verehrung lohnt sich mehr?

Religion wird nicht aufgelöst, sondern ersetzt

Es gibt die Vorstellung, Religion könne man auflösen und begraben. Auch wird behauptet heute brauche der Mensch weder Gott, noch eine Kirche. Wie Heilige damals  als Vorbilder gedient haben, so sollen nun Stars dafür herhalten. Hollywood wird dann zum Himmel des Diesseits. Die Verehrung der Hollywoodstars steht dem Heiligenkult des Mittelalters – der auch missbraucht wurde – in Nichts nach. Stars haben die Heiligen ersetzt und ins Diesseits zurückgeholt. Magazine, Fernsehserien, Reportagen, Mode, Kosmetik, Poster: sie zeigen den Star gleichsam als religiöses Vorbild. Dem Star will man nacheifern in Reichtum, Schönheit und Berühmtheit. Die Oberfläche soll den Tiefgang bieten.

Allerheiligen als Alternative

Anders will das Allerheiligenfest sein. Heilige verkörpern Umkehr im Namen des Evangeliums. Ihr Leben war nicht immer „surfing in the sun“ und oft von Armut gekennzeichnet. Hier stellt sich natürlich direkt die verständliche Frage: Wieso soll man  so einen als Vorbild ansehen? Was nützt das? Was ist daran schön und ansprechend? – Auf diese Fragen kann man nicht mit oberflächlichen „Selbstverwirklichungsvorstellungen“ antworten, aber mit dem Versprechen Christi: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten“ (Mk 8,35). Doch das wirkt unmodern, weltfremd und nicht erstrebenswert. Ein modernes Leben scheint ja dann „gerettet“ zu sein, wenn es eben nicht um Gottes willen verloren gegeben wird, sondern das Ego mit allen scheinbaren Annehmlichkeiten „ausgelebt“ wird. Sich zu nehmen, was man kann gilt oft als der wichtigste Imperativ – um ja nichts verpassen. Was paradox klingt: Das Leben zu gewinnen, indem man es gibt, erweist sich aber immer wieder als wahr. Dies zeigen die Heiligen, wie alle anderen, die verstanden haben worum es geht.

Teresa von Avila, portraitiert von François Gérard im Jahr 1827.

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"Schönheit wird die Welt retten"

Schönheit wird die Welt retten – Luthers Lehre und die katholische Antwort

Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers an die Schlosskirche in Wittenberg zum 500. Mal. Ob der Thesenanschlag historisch ist, bleibt umstritten. Unbestritten bleibt, dass die Reformation in diesen Zeiten begann und 1521 zur Exkommunikation Luthers führte. Die Kirche hat Luthers Lehre damals abgelehnt und tut es bis heute. Das liegt auch daran, dass sie anders über Schönheit und den Menschen denkt.

Martin Luthers Leben: „Wie finde ich einen gnädigen Gott?“

Die Kirchenhistoriker sind sich heute weitgehend darüber einig, dass die Frühe Neuzeit eines der „kirchenfrömmsten Zeitalter überhaupt“ (Bernd Möller) war. Die Polemik Pius X.‘ der Gott der Reformatoren sei der Bauch gewesen (Enzyklika „Editae saepe“ von 1910), erklärt nicht die ernste und lebenslange Gottsuche der Reformatoren und die Bereitschaft alles dafür zu geben. Nicht die Ernsthaftigkeit, sondern die Richtigkeit der Reformationstheologie muss angefragt werden.

Blick in das Fresko der Kuppel der Kathedrale von Florenz. Di Livioandronico2013 – Trasferito da en.wikipedia su Commons., CC BY-SA 4.0,

Prägend für die Gottsuche Luthers waren seine Jahre als Augustinermönch von 1505 bis 1521. Seine Grundfrage war die nach einem gnädigen Gott. Luther erlebte sich selbst als schwach und sündig, als unfähig heilig zu leben. Er fühlte sich ständig von der bösen Begierlichkeit, der so genannten „Konkupiszenz“ gefangen. Sein Menschenbild war von Augustinus‘ Anthropologie und schlechten Erfahrungen geprägt. Solche soll er nach Behauptungen einiger Zeitgenossen auf seiner Romreise 1510 gemacht haben. Aber auch hierüber gibt es keine historische Gewissheit. Allerdings scheint die Lücke zwischen Idealismus und Realismus Luther letztlich in den Pessimismus geführt zu haben: Er erfuhr, dass er auch im Kloster nicht heilig wurde, ja, dass das Kloster auch nichts anderes war als Welt, dass die Mönche nicht ihren Gelübden genügten und die Heilsangst niemals wich. Auch sah er, wie Ablasshandel und Machtmissbrauch der Kirche zusetzten.

Geißelung und Marter, Buße, Schweiß und Tränen: Luther mühte sich ab, und doch hatte stets den Eindruck sein Ziel nicht zu erreichen: Gottes Gnade.

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1000plus-Kongress in Fürstenfeldbruck

Netzwerk der Nächstenliebe

Das Projekt 1000plus berät Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Beim diesjährigen Kongress steht die „Kultur des Lebens“ im Vordergrund.

Von Simon Püschel

Wie viele Köpfe braucht es, um die Welt zu verändern? Wenn man sich beim Kongress von 1000plus umhört, bekommt man den Eindruck: Vielleicht reicht es ja, wenn sich einige Hundert zusammentun. Denn so viele Menschen haben sich am vergangenen Wochenende in Fürstenfeldbruck bei München versammelt, um eines zu feiern: das Leben.

Das Podiumsgespräch
Foto: 1000plus

Seit acht Jahren geht es bei dem Projekt 1000plus um nichts anderes. Das Projekt hilft Schwangeren in Not, hat für jede Frau ein offenes Ohr – und sucht Lösungen, damit sich keine für eine Abtreibung entscheiden muss. Aber warum ist das überhaupt nötig? Warum wirkt die Abtreibung im gesellschaftlichen Diskurs manchmal wie eine plausible Antwort auf eine Schwangerschaft – obwohl sie es nie ist. Vielleicht weil es da zu viel Halb- und Unwissen gibt, weil zu viele falsche Floskeln und Begriffe herumschwirren, vom „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ bis zur “

Das zweitägige Treffen stand unter dem Motto „Kultur des Lebens“ – eine Formulierung, die Papst Johannes Paul II. mit seiner Enzyklika „Evangelium vitae“ zu einer Kernidee seines Pontifikats gemacht hat. Dass diese Gedanken vom Wert des Lebens auch heute noch aktuell sind – vielleicht aktueller denn je – zeigte sich im gesamten Lauf des Kongresses, der die Freude am Leben in ganz unterschiedlichen Formen zum Ausdruck brachte.

ideaHeute vom 30. Oktober 2017

Was die Deutschen mit dem 31. Oktober verbinden – Kardinal Koch zur #Reformation: Dank und Buße gehören zusammen – 1000plus: „Ja zum Kind“ stärken

Posted by idea on Montag, 30. Oktober 2017

Ab Min. 1:40

Am Anfang steht eine Podiumsdiskussion. Aus allen Teilen Deutschlands, auch aus Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Slowenien sind die Interessierten gekommen. Im heimeligen Säulensaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld kommen sechs Diskutanten zusammen, die aus ihrer täglichen Praxis wissen, was es heißt, für das Leben einzustehen – und die dabei ganz unterschiedliche Blickpunkte haben. Kristijan Aufiero ist der Initiator von 1000plus. Er hat das Wachstum der Organisation hautnah miterlebt, die mittlerweile Tausende Frauen im Jahr berät. Doch wie würde das gehen ohne die Unterstützer des Projekts, die den Großteil des Publikums ausmachen – oder sogar auf dem Podium sitzen. Denn mit Thomas Maria Renz, Weihbischof im Bistum Rottenburg-Stuttgart, ist ein Kirchenvertreter nach Fürstenfeldbruck gekommen, der die Arbeit von 1000plus seit Jahren mit Herzblut unterstützt. Er stellt die Aktualität der Thesen von „Evangelium Vitae“ heraus – und zeigt sich gleichzeitig nachdenklich darüber, warum sie dennoch nicht in der nötigen Breite rezipiert werden. Auch aus eigener Erfahrung weiß Renz: Das Thema „Wert des Lebens“ ist kein einfaches, keines mit dem sich sofort Zustimmung generieren lässt: ein Thema, bei dem oft Vorurteil über Wissen siegt – und das gerade deswegen immer wieder aufs Tapet gebracht werden muss. Aber ein Problem gebe es, sagt Renz, wenn Bischöfe über das Thema Abtreibung sprechen: Als Männer würde man ihnen oft nicht zutrauen, die Sache ganz aus eigener Perspektive verstehen zu können. Was es deswegen bräuchte, seien Frauen, die mit ihrer Meinung für den Wert des Lebens bürgen würden.

Weihbischof Thomas Maria Renz | Foto: 1000plus

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1000plus-Kongress in Fürstenfeldbruck

Perspektiven einer Kultur des Lebens

Was wäre, wenn wir es in der Hand hätten, unsere Gesellschaft zu verändern – hin zu einer Kultur des Lebens. Darüber spricht Kristijan Aufiero, Leiter von 1000plus, mit seinen Gästen:

Thomas Maria Renz 
Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Sr. Anna Franziska Kindermann
Generaloberin der Franziskanerinnen von Sießen

Markus Rode
Leiter Open Doors, Kelkheim 

Dr. Harald Schätz
Logotherapeut in Starnberg, Aufsichtsratsvorsitzender von Pro Femina e.V. 

Cornelia Lassay
Leiterin der Pro Femina-Beratungsstelle Heidelberg 

 

 

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Seligsprechungsprozesse

Einflussreicher katholischer Denker

Biografie des Theologen, Religionsphilosophen und Jugendseelsorgers Romano Guardini (1885-1968)

Romano Guardini (1885-1968) war Priester und Professor für Religionsphilosophie und christliche Weltanschauung. Er war prägend für die Liturgische Bewegung und die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) und gilt als einer der einflussreichsten katholischen Denker des 20. Jahrhunderts. Er wirkte als Universitätsprediger an der Universitätskirche St. Ludwig in München und war einer der Mitbegründer der Katholischen Akademie in Bayern.

Romano Guardini, © Kath. Akademie in Bayern

Romano Michele Antonio Maria Guardini wurde am 17. Februar 1885 in Verona geboren. Seine Eltern siedelten 1886 nach Deutschland um und gründeten eine Importgesellschaft in Mainz, wo Romano Guardini aufwuchs und 1903 das Abitur am Mainzer Rabanus-Maurus-Gymnasium ablegte. Guardini studierte in Freiburg und Tübingen Theologie und wurde 1910 im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Als Kaplan war Guardini in Heppenheim, Darmstadt, Worms und Mainz tätig. Seine Promotion über die Lehre des heiligen Bonaventura von der Erlösung schloss er 1915 in Freiburg ab. Am Programm des 1918 neugegründeten „Matthias-Grünewald-Verlags“ wirkte Guardini maßgeblich als Berater mit. Guardinis Schrift „Vom Geist der Liturgie“ (1918) erlangte rasche Verbreitung. Sie war ideenleitend für die Liturgische Bewegung und die Liturgische Erneuerung. Nach dem Tod des Vaters und der Rückkehr der übrigen Familie nach Italien entschloss sich Guardini, der bereits 1911 die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hatte, in Deutschland zu bleiben. 1922 wurde er in Bonn habilitiert.

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Seligsprechungsprozesse

Mit der Feder gegen Hitler

Biografie des Historikers, Publizisten und Märtyrers Fritz Michael Gerlich (1883-1934)

Fritz Michael Gerlich (1883-1934) war seit Anfang des 20. Jahrhunderts in München publizistisch tätig, in den 1920er Jahren als Chefredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten, Vorgängerin der „Süddeutschen Zeitung“, ab 1930 mit seinem eigenen Blatt „Illustrierter Sonntag“, später „Der gerade Weg“. Calvinistisch erzogen, konvertierte er 1931 zum Katholizismus. Gerlich wandte sich aus christlicher Überzeugung scharf gegen Adolf Hitler und dessen Partei – auch wenn ihm bewusst war, dass ihn dies das Leben kosten könnte, sollten die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Ab März 1933 war Gerlich ohne Prozess in sogenannter Schutzhaft, in der Nacht auf den 1. Juli 1934 wurde er im Konzentrationslager Dachau erschossen.

Fritz Michael Gerlich | EOM/Maler unbekannt, Fotograf: Christian Schranner

Carl Albert Fritz Gerlich wurde am 15. Februar 1883 in der damals deutschen Stadt Stettin (Szczecin) geboren und calvinistisch erzogen. 1901 legte er am Königlichen Marienstifts-Gymnasium in Stettin das Abitur ab. Anschließend studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zunächst Naturwissenschaften, dann Geisteswissenschaften und Geschichte. Er war Vorsitzender des Zusammenschlusses der nichtkorporierten Studenten und Sekretär des liberalen Arbeitervereins München (bis 1909). Neben dem Studium arbeitete er als Werbetexter. 1907 wurde Gerlich zum Dr. phil. promoviert mit einer Arbeit über das Testament Heinrichs VI. Es schloss sich eine Ausbildung als Archivar an, zudem wurde Gerlich bayerischer Staatsbürger (zuvor war er preußischer Staatsbürger gewesen). Ab 1911 war er am Königlichen Geheimarchiv in der Alten Akademie in München tätig. Er arbeitete zudem wissenschaftlich unter anderem zu Geschichte und Theorie des Kapitalismus.

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