The Cathwalk

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Schlagwort: Bayern

Wiesn- und Volksfestsaison

Wie Sie im Dirndl eine gute Figur machen – eine vollständige Anleitung

Die Wiesn- und Volksfestsaison ist da und so mancher in bayerischen Landen weilende Preiß wird plötzlich dessen gewahr, dass er sich nicht im Besitze einer Tracht befindet.

Dirndln in verschiedenen Farben und Formen | Von Florian Schott – Eigenes Photo, mit freundlicher Genehmigung aller abgebildeten Personen., CC BY-SA 3.0

von Franziska Holzfurtner 

Nicht weiter schlimm, denn es ist vollkommen in Ordnung, derlei Festivitäten in alltäglicher Kleidung zu besuchen. Auch der Bayer tut dies, um seinen feinen Zwirn zu schonen. Ein „gescheites“ Dirndl verzeichnet Preise im dreistelligen Bereich. Sie wollen Ihr Dirndl ja auch nicht bloß für die Wiesn, oder? Sonst ist es nämlich nur ein Faschingskostüm und dann brauchen Sie eigentlich gar keins. Ihnen fehlt die Einstellung, das Commitment. Und dieses mangelnde Bewusstsein wird man Ihnen auch ansehen, da kann nicht einmal ich helfen. Ein Affe in einem Talar ist ja auch kein Pfarrer. Aber wenn Sie ein richtiges Dirndl wollen, dann sind Sie bei meinem vollständigen und erschöpfenden Regelwerk für Anfänger genau richtig. Anfänger deshalb, weil Regeln da sind, um gebrochen zu werden. Aber halt nicht von Anfängern.

Was ist ein Dirndl und zu welchen Anlässen kann ich es sonst noch tragen?

Das Dirndl ist nicht das Gewand, in dem die Bajuwarin seit 2000 Jahren durch die schwüle Hitze der Filze stapft. Es ist eine Phantasieschöpfung, die sich die süddeutsche Oberschicht im 19. Jahrhundert anhand der Bekleidung von Bauern und Dienstboten ausgedacht hat.

Es ist also ein Kunstprodukt, eine romantische Projektion des Landlebens. Es hat auch wenig mit den „richtigen“ Trachten zu tun, wie sie in den Trachtenvereinen gepflegt werden. Auch die Mode, das Dirndl auf der Wiesn zu tragen ist verhältnismäßig neu. Meine Großmutter, eine waschechte Münchnerin von Geburt, wunderte sich jedenfalls in den 90gern über all die Dirndl, die wieder zu sehen waren.

Man trägt ein Dirndl auch zu Vereins- und Familienfeiern, zur Kirche, auf Hochzeiten, ins Theater, Konzert oder Oper und immer, wenn einem „ums Verrecken“ nichts besseres einfällt. Ein richtiges Dirndl ist NIE deplatziert. When in doubt, Dirndl. Als Begleiter in allen Lebenslagen wird es der Trägerin zu zweiten Haut und zum Panzer. Es ist der zweit-natürlichste Zustand nach nackt. Und deshalb müssen Sie sich beim Kauf viel, viel Zeit lassen und darüber meditieren, ob dieses Kleid die Hülle für Ihr bayerisches Selbst werden könnte. Das ist der Schlüssel dazu, darin nicht auszusehen, wie ein Affe in einem Talar.

Otto Kirberg Mädchen in Festtagstracht, Source/Photographer dorotheum.com

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10.000 Gläubige aus ganz Bayern

Jahrhundertfest: Ganz Bayern – und die Weltkirche – feiert in München die Patrona Bavariae

Höhepunkt sind eine Sternprozession zum Marienplatz und der Festgottesdienst mit anschließender Marienweihe, der um 16 Uhr auf dem Marienplatz beginnt.

Etwa 1000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder treffen sich auf dem Odeonsplatz, wo die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) von 10 bis 20 Uhr ein großes Pfadfinderlager organisiert.

Um 13 Uhr besucht Weihbischof Florian Wörner, Beauftragter der Freisinger Bischofskonferenz für Jugendseelsorge und kirchliche Jugendverbände, die Jugendlichen.

Um 18.30 Uhr beginnt auf der Aktionsbühne auf dem Odeonsplatz ein Poetry Slam zum Thema „Was ist mir heilig?“.

Außerdem kommen im Rahmen des Festtages rund 700 Ministranten zum Bayerischen Ministrantentreffen zusammen. Sie werden in ihrer liturgischen Kleidung auch die Sternprozession der bayerischen Bistümer begleiten.

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Zwischen Moskau und Fatima

Bildquelle: http://www.patrona-bavariae.info

„Wie der Herr, so’s Gescherr“: Wenn dieser alte Spruch zutrifft, dann ist es um die Bayern bestens bestellt.

(Von CNA Deutsch) Wer jetzt an den Ministerpräsidenten und sein Kabinett denkt, greift zu kurz. Die bayerische Staatsregierung – so Ludwig Thoma in der herrlichen Kurzgeschichte „Ein Münchner im Himmel“ – warte ja bis heute auf die „göttlichen Ratschläge“ die der mürrische Dienstmann Alois Hingerl ihr bringen sollte. Weil das Bier im Hofbräuhaus ihm so gut schmeckt, bleibt er aber im Wirtshaus sitzen und vergisst seinen himmlischen Auftrag. 1911 hat Ludwig Thoma seinen humorvollen Text veröffentlicht, der wenig Wahres über den Himmel, dafür sehr wohl Zutreffendes über die Bayern und ihre Heimat sagt. Schmunzelnd kann der durch die „Lausbubengeschichten“ bekannt gewordene Schriftsteller deutlich machen, dass seine Heimat die Hilfe „von oben“ braucht. Und damit hat er Recht!

„Eine Welt ohne Gott ist eine Welt ohne Hoffnung“ (Benedikt XVI., Spe Salvi)

Die bayerische Regierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wusste, dass es himmlische Hilfe brauche, um Land und Leute zu beschützen. Wo der Mensch allein Herr sein will, zerschlägt er – um auf die eingangs genannte Volksweisheit anzuspielen – allzu viel kostbares Geschirr. Gerade die Geschichte des letzten Jahrhunderts mit ihren beiden großen Weltkriegen zeigt das schreckliche Leid des vermeintlichen „Herrenmenschen“. 1917 beginnt in Russland die kommunistische Revolution, die in vielen Ländern der Welt Regierungen hervorbringen sollte, die stolz darauf sind, ohne göttliche Ratschläge zu herrschen. Wo der atheistische Materialismus Gott aus der Gesellschaft drängt, bleibt dem Menschen nichts mehr zu lachen. Ohne den bittenden Blick nach oben, bleibt nur das stumpfe Starren auf den Boden.

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Von Kirchweih, Enten und der bayerischen Volksseele

Jedes Jahr zu Kirchweih trifft sich meine Münchner Familie zur Ente. Oberflächlich nicht sehr komplex handelt es sich aber bei genauerer Betrachtung um ein umfangreiches Ritual. Eben solch ein Ritual, von dem Herr Gallina am Donnerstag behauptete, es existiere in Bayern nicht.

Die Aufdeckung eines alten Familienrezepts und ein Versuch der Ergründung Bayerns.

Text & Bilder, Franziska Holzfurtner

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In Altbayern gibt es zur Kirchweih traditionell Entenbraten.

Man nehme zwei mittelgroße fette Enten, Salz, einen großen Kopf Sellerie, einen großen Kopf Endiviensalat, Teig für Kartoffelknödel, Kräuteressig, Sonnenblumenöl, Salz und Pfeffer.

Mehr nicht? Mehr nicht.

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Das ultimative Geheimrezept: Münchner Kirchweihente

Am morgigen dritten Sonntag im Oktober wird das Kirchweihfest gefeiert. In Altbayern gibt es zur Kirchweih traditionell Gänse- oder Entenbraten. Franziska Holzfurtner hat dem Cathwalk (in der ultra-ausführlichen Version, auch für den ungeübtesten Koch) das traditionelle Rezept ihrer Urgroßmutter verraten, wie sie morgen die perfekte Kirchweihente zubereiten können.

Von Kirchweih, Enten und der bayerischen Volksseele berichten wir dann morgen ausführlich. 

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