The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Christliche Erziehung

Warum ich meinen Kindern so viel Freiheit lasse – Wie ist es eigentlich katholisch zu sein?

von Ida Nielsson

Unsere Familie scheint für viele unserer Mitmenschen manchmal etwas seltsam zu sein: Einerseits sind wir katholisch und wertkonservativ und stehen hinter all diesen katholisch-wertkonservativen Werten, die in unserer liberalen Gesellschaft für so viele Kontroversen sorgen – und andererseits wachsen unsere Kinder sehr freiheitlich auf. Wir leben bindungs- und bedürfnisorientiert mit ihnen zusammen, es ist uns wichtig sie respektvoll und achtsam zu behandeln und wir sind auch noch sehr an Themen wie Nachhaltigkeit und Konsumkritik interessiert.

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An katholische Eltern: „Gottesfürchtig“ heißt nicht „Gott fürchten“!

Für religiöse Eiferer ist unser Onlinemagazin The Cathwalk wie ein Mückenstich: je mehr man sich daran reibt, umso mehr tut es weh.

Ein Cathwalk-Dossier in zwei Teilen.

„Aber wir sind es unserem Kind doch schuldig, dass wir es von der Sünde fernhalten!“ Dieses Muster findet sich in der Argumentation jedes Moralisten: „Es ist doch meine Verantwortung, dass ich dies und das verbiete; dies und das als Todsünde bezeichne!“

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Eine gute Nachricht, Freunde:

„Niemand seid ihr etwas schuldig, außer der Liebe zueinander.“ (Röm 13,8)

Gott hat allen Eltern den Auftrag gegeben, ihre Kinder in der Liebe Gottes und zum Nächsten zu erziehen. Doch um diesen Auftrag in seinem ganzen Ausmaß erfüllen zu können, müssen wir selbst erst einmal nicht nur die Liebe Gottes in uns spüren, sondern genau diese Liebe jedem Nächsten entgegenbringen. Wir müssen uns den Nächsten gegenüber öffnen und uns selbst kleinmachen, anstatt uns über andere zu erheben, weil wir meinen, ein besserer Mensch weil ein (besserer) Christ zu sein.

Demut und Liebe: Das sind die Eigenschaften, die einen wahren und gottesfürchtigen Christen ausmachen. Und wenn wir diese Tugenden zu leben versuchen, dann sind wir mit Gottes Hilfe auch im Stande, die große und bedeutungsvolle Aufgabe der Kindererziehung bewältigen zu können.

Wir sind nichts ohne Gottes Liebe, warum wollen wir diese Liebe in unseren religiösen Grüppchen „einsperren“, anstatt sie in die Welt zu tragen? Baut eure Ängste ab, öffnet euch für die Menschen in der Welt und hört auf, euch in pseudo-christlichen Gruppen zu verstecken!

Für religiöse Eiferer ist The Cathwalk deshalb wie ein Mückenstich: je mehr man sich daran reibt, umso mehr tut es weh. Und wetten, dass so mancher sich bei den nun folgenden Cathwalk-Education-Don´ts! erwischt fühlt?

  1. Keine extrinsisch motivierte Frömmigkeit!

Anti-Beispiel: „Wenn Du heute schön brav zur heiligen Kommunion gehst, bekommst Du Dein Überraschungsei!“

  1. Religion ist kein Ersatz für gutes Benehmen!

Anti-Beispiel: „Also gut, Du bekommst Dein Handy wieder und dafür betest Du 3 Vater unser!“

  1. Kein Einreden von religiösen Schuldgefühlen!

Anti-Beispiel: „Du warst nicht brav, Dein Schutzengel weint jetzt! Entschuldige Dich sofort bei ihm!“

  1. Gott nicht als Spielverderber darstellen!

Anti-Beispiel: „Bevor Du 20 bist, darfst Du keinen Freund haben – denn Gott will das nicht!“

  1. Kein religiöser Manierismus!

Anti-Beispiel: „Warum hast Du beim Rosenkranz nicht die Augen zu? Wer nicht betet wie ein Engelein, kommt nicht in den Himmel hinein!“

  1. Keine sexuelle Verklemmtheit!

Anti-Beispiel: „Das brauchst Du jetzt noch nicht zu wissen. Wenn Du verheiratet bist, wirst Du es noch früh genug erfahren.“

  1. Kein Losertum einfordern!

Anti-Beispiel: „Dir ist es peinlich, immer nur Röcke zu tragen? Kannst Du Dir die Muttergottes in Hosen vorstellen?“

  1. Kein Missbrauch der Autorität!

Anti-Beispiel: „Ich muss mich nicht bei Dir entschuldigen. Es heißt ja schließlich: „Du sollst Vater und Mutter ehren!’“

  1. Keine erzieherische Überheblichkeit!

Anti-Beispiel: „Ich bete jeden Tag den Psalter, da werde ich schon wissen, was das Beste für Dich ist!“

Wer als Eltern immer nur die schlechte Laune an den Kindern auslässt, zerstört letztlich auch das Gottesbild seiner Sprösslinge. Jürgen von Manger drückte das als „Tegtmeier“ sehr treffend aus: „Sonntachs nach de Messe vorm Mittagessen krichten wir se jeder der Reihe nach, das war für alles, wo wer nicht bei erwischt worden waren… und is natürlich schön für de Andacht, wenn eim da der Hintern so brennt, und gleich danach: ‚Komm Herr Jesus sei unser Gast, und sechne, was du da bescheret hast‘ – da denkt man sich auch als Kind schon wat bei…“

Und zu guter Letzt: Wenn ihr eure Kinder wirklich zu Gott hin – „gottesfürchtig“ – erziehen wollt, lehrt sie bloß nicht das „Gottfürchten“! Denn dabei lernen die Kinder nicht, dass Gott sie liebt und barmherzig ist, sondern dass er belohnt, wenn man Gutes tut und bestraft, wenn man mal etwas Falsches macht.

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Stattdessen muss ein Kind zu jeder Zeit spüren, dass Gott die Liebe ist – Deus caritas est!

Weitere interessante Einblicke zum Thema christliche Erziehung gibt es hier.

 

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An katholische Eltern: Seid keine bigotten Freaks!

Christus verkündete das Evangelium in der Hauptstadt Israels, anstatt katholische Privatschulen in der Wüste Negev zu errichten. Der hl. Paulus hat den christlichen Glauben auf dem Areopag bekannt, anstatt einen katholischen Kindergarten am See Genezareth zu eröffnen.

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Christliche Väter, geht mit euren Kindern nicht nur jeden Sonntag in die Kirche, sondern auch jeden Samstag zum Fußball! Christliche Mütter, geht mit euren Töchtern nicht nur jeden Samstag zum Rosenkranz, sondern auch jeden Freitag zur Ladies Night!

Ein Cathwalk-Dossier in zwei Teilen.

Neugier, Bewunderung, Anteilnahme, Vertrauen, Zuneigung, Rücksicht, Herzlichkeit, Offenheit – die Aufzählung könnte noch zeilenweise weitergehen: alles Attribute, die ein Kind beschreiben, welches in einem offenen, verständnisvollen und von positiven emotionalen Beziehungen getragenen Umfeld aufwächst. Eigentlich sollte es gerade für Christen selbstverständlich sein, ihren Kindern ein solches Umfeld zu bieten, in welchem sie Nachsicht, Anerkennung, Wohlwollen, Ermutigung und Freundlichkeit erfahren – bedingungslos und ganzheitlich!

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