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Schlagwort: Europa

Europäische Union

Die EU verdankt ihr Bestehen dem Christentum

Für die Europäische Union zu werben ist „in“ und das ist auch gut so. Aber meist wird dies nur im Namen von abstrakten Schlagworten wie „Toleranz“, Vielfalt“, „Werte“ getan. Ein Blick in die Geschichte zeigt aber, dass es sehr konkret geht: Schuman, Adenauer, De Gasperi und auch Pius XII. haben sich aus christlichem Glauben für die Gründung einer europäischen Einigung eingesetzt. Es gibt keinen Zweifel: Von der Idee bis zur Verwirklichung ist die EU vom christlichen Glauben geprägt.

Kritiker von links und rechts

Als es nach dem Zweiten Weltkrieg um die Frage ging, wie es mit Europa weitergehen soll, gab es ganz verschiedene Antworten. Zwar hatte Hitler mit seiner nationalsozialistischen Ideologie Europa mit Vernichtungskriegen und Völkermord in den Abgrund gestürzt, aber dennoch gab es in allen politischen Lagern nationalistische Vorstellungen. Es schien für viele nicht denkbar, dass es über die Nation hinaus eine politische Einheit bzw. Union geben könne.

Durchgesetzt hat sich jedoch eine Idee, die es bisher nicht gab, die Idee eines langfristigen Projekts, das Einheit in Vielfalt ermöglicht, in dem souveräne Staaten nicht gegeneinander, sondern Miteinander und füreinander gemeinsam Europa sind.

Im Rahmen des offiziellen Frankreichbesuchs des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer nehmen der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und sein Gast am 8. Juli 1962 in der Kathedrale von Reims an einer feierlichen Friedensmesse teil, die vom Erzbischof von Reims, Monseigneur Marty, zelebriert wird. Die beiden Staatschefs setzen sich aktiv für die Aussöhnung und die Annäherung zwischen ihren beiden Ländern ein.- Bildbestand. Bundesarchiv Koblenz. Signature: B 145 Bild-F013405-0022. Copyright: (c) Bundesarchiv Koblenz

Deutschland und Frankreich sollen nie wieder gegeneinander Krieg führen

Im Zentrum dieses Projekts stand damals und noch heute die Hoffnung: nie wieder Krieg in Europa. Konrad Adenauer schrieb im Vorwort der deutschen Ausgabe von Schumans Werk „Für Europa“, worum es damals ging:

„Zwei Nationen, die sich jahrhundertelang befehdet hatten, sollten an einem gemeinsamen Friedenswerke arbeiten; sie würden dadurch die latente Ursache der Unruhe, des Mißtrauens und der Angst in Europa beseitigen und die Hoffnung schaffen, daß auf der friedlichen Zusammenarbeit Deutschlands und Frankreichs ein solides europäisches Gebäude errichtet werden kann. Angesichts der Verwüstungen des letzten Krieges und der unglückseligen europäischen Geschichte der letzten Jahrhunderte war der Schuman-Plan ein unerhört neuer und kühner Schritt – eine Tatsache, der manchmal nicht genügend gedacht wird. Inzwischen ist der Schuman-Plan zu einem Teil unseres europäischen Lebens geworden.“

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Europas katholische Jugendliche fühlen sich oft wie die „letzten Mohikaner“

Schonungslose Analyse und konkrete Lösungsvorschläge vom Luxemburger Erzbischof Hollerich im CNA-Interview

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Große Gemeinschaftserlebnisse wie der Weltjugendtag sind wichtig: Pilger bei der Gebetsvigil am 30. Juli 2016 in Krakau (Polen). Foto: CNA/Alan Holdren

Was sind die größten Herausforderungen für die Evangelisierung der Jugend in Europa?

ERZBISCHOF HOLLERICH: Die Herausforderung besteht darin, von der Jugend zu lernen. Wir können das Evangelium nur verkünden, wenn die Menschen sich akzeptiert und geliebt fühlen. Wenn wir uns auf reine Werbung beschränken, dann kann das nicht funktionieren. Wir sind aufgerufen, uns nach den sehr jungen Menschen zu richten, selbst wenn wir nicht der gleichen Meinung sind. Wir müssen jeden Tag Jugend leben.

Was ist heute die größte Gefahr für junge Katholiken?

Säkularisierung, Verweltlichung ist sicherlich die größte Gefahr. Eine ganze Generation weiß nicht, wie man betet, wie man sich zu Gott verhält, auf ihn bezieht. Alle meinen, sie müssen moralisch perfekt leben, und haben vergessen, dass Christen Sünder sind. Wir sind aufgerufen zu zeigen, dass wir Sünder sind die zur Heiligkeit streben, nicht schon perfekt sind. Wir müssen zeigen, dass wir Jünger Christi sind.

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Gedicht zum Sonntag – „Festen Mut in schwerem Leiden“

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Friedrich Schiller porträtiert von Ludovike Simanowiz im Jahr 1794

Friedrich Schiller (1759-1805) zählt zu den wichtigsten Vertretern der Weimarer Klassik und ist einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker und Dichter. Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach geboren. Nach dem Besuch der Dorf- und Lateinschule besuchte er ab 1773 die militärische Karlsschule. Hier studierte er zunächst Rechtswissenschaften, dann ab 1775 Medizin. 1780 wurde er Regimentsarzt in Stuttgart. Von 1781 bis 1782 praktizierte er als Arzt in Stuttgart und war gleichzeitig dichterisch tätig.

1781 wurden die „Räuber“ mit überwältigendem Erfolg in Mannheim uraufgeführt. 1782 wurde Schiller ein Schreibverbot erteilt, da er erneut eine unerlaubte Reise nach Mannheim unternommen hatte. Daher floh Schiller über Mannheim nach Leipzig, Dresden und schließlich nach Weimar, wo er ab 1787 lebte. In Jena war er ab 1788 als Professor für Geschichte und Philosophie tätig. 1799 kehrte er nach Weimar zurück. Zu Schillers bekanntesten Werken zählen „Kabale und Liebe“ (1784), „Don Carlos“ (1787), „Wallenstein“ (1800) oder auch „Wilhelm Tell“ (1804). Friedrich Schiller starb am 9. Mai 1805.

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Das christliche Abendland eine Fiktion? Wie Manfred Becker-Huberti dreist alteuropäische Identität leugnet

Katholisch.de schlachtet das alte Europa auf dem Altar von Populismus und Relativismus: das Abendland sei nur eine Fiktion. Autor Manfred Becker-Huberti arbeitet dabei nicht nur mit Aussparungen, sondern widerspricht auch der Quellenlage. Unter Ausklammerung großer Teile mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Geschichte gipfelt seine Darstellung in einer offenen Unwahrheit über Adenauers und De Gaulles katholische Ansichten bei der Gründung eines neuen christlichen Europas. Eine Erwiderung.

von Marco F. Gallina

„Das Abendland gibt es gar nicht“ – eine Floskel, die immer häufiger erschallt. Die Gründe sind politischer Natur. Um einer ungeliebten Gruppierung den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird nicht nur ein Begriff, sondern eine ganze Vorstellungswelt stigmatisiert. So bereits in der FAZ, der Welt und jüngst sogar auf katholisch.de. Letzterer Fall ist umso erschütternder, da Golgatha, Kapitol und Areopag die drei Hügel Europas sind und gerade die katholische Kirche zwei dieser Fundamente schützen sollte, statt sie in der Manier der Frankfurter Schule zu dekonstruieren – nicht zuletzt, weil sie selbst auf diesen fußt.

Stefan_Lochner_-_Last_Judgement_-_circa_1435

Stefan Lochner, Jüngstes Gericht circa 1435. Hier wird klar, dass eben NICHT alle zum auserwählten Volk gehören.

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